07.11.2018 Forschungskolleg IX

Forschungskolleg IX mit Prof. Dr. Thorsten Knauth/Universität Duisburg-Essen

Inklusive Religionspädagogik der Vielfalt

Religiöse Vielfalt und soziale Unterschiede in der Schule, heterogene Lerngruppen und inklusive Unterrichtsformen stellen die (Religions-)Pädagogik vor Herausforderungen, sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft. Die Veranstaltung führte anhand eines Vortrags und einer Präsentation von Fortbildungsmaterialien in Fragestellungen ein, die sich im Zusammenhang mit der Entwicklung einer inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt stellen. Damit ist ein Konzept gemeint, das Vielfalt und Differenz entlang religionsbezogener, geschlechtsbezogener, sozialer sowie ability/dis-abilitybezogener Kategorien für gemeinsame Lern- und Bildungsprozesse berücksichtigt. In der Veranstaltung wurden Ansätze vorgestellt, die in dem Netzwerk Inklusive (Religions)Lehrer*innen-Bildung (InReB) zur konzeptionellen Entwicklung einer inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt (InReV) entstehen: ein Forschungsprojekt zu subjektiven Theorien von Religionslehrkräften in inklusiven Schulen, ein Aus-und Fortbildungskonzept zum inklusiven Religionsunterricht sowie Leitfragen für die Selbstreflektion von Lehrkräften.

So gab der Vortrag einen Überblick zum Stand einer inklusiv orientierten Religionspädagogik, der bereits mit partizipativen Elementen verbunden war. Im Zentrum standen hier der konzeptionelle Ansatz einer inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt sowie Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu subjektiven Theorien von Religionslehrer*innen an Schulen. Der Workshop vertiefte verschiedene Aspekte und Fragen einer Religionspädagogik der Vielfalt anhand von konkreten Materialien.  Dabei handelt es sich um Materialien und Module eines Ordners zur Fortbildung von Religionslehrer*innen im Bereich inklusiver (Religions)Pädagogik, um Leitsätze zu einem inklusiven Religionsunterricht und um Leitfragen für die Selbstreflexion von Lehrenden in den Bereichen Gender, Religion/Kultur, soziokulturelle Benachteiligung und ability/disability zu formulieren.

Zielgruppe: Die Veranstaltung war für Lernende und Lehrende an Schule, Hochschule und Studienseminar, Weiterbildner*innen und Fortbildner*innen gleichermaßen geeignet, die sich für praktische und theoriebezogene Fragen von inklusivem Lernen interessieren. Da das Thema breit gefasst wurde, bot es auch zahlreiche Anschlüsse für Kolleg*innen aus anderen Fachdidaktiken und den Bildungswissenschaften.


ProViel wird im Rahmen der gemeinsamen
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund
und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung gefördert.

Unter dem FKZ 01 JA 1610