Chemie

Professionswissen lässt sich nach Baumert & Kunter (2006) in die Bereiche Fachwissen, fachdidaktisches Wissen und bildungswissenschaftliches Wissen unterteilen. In der universitären Ausbildung von Lehrkräften stellt der Kompetenzerwerb im Bereich des Professionswissens eine wichtige Säule einer qualitativ hochwertigen Ausbildung dar. Als Fundament des späteren Lehrberufs hat das Professionswissen einen großen Einfluss auf den Erfolg angehender Lehrinnen und Lehrer.

Um den Professionswissensstand der Lehramtsstudierenden gegen Ende ihres Studiums sichtbar zu machen, wurde im Rahmen des Projekts bereits vorhandene Testinstrumente zur Erfassung des Professionswissen (z. B. ProwiN) gesichtet und gegebenenfalls adaptiert, um neuen Standards zu entsprechen (Dollny, 2011; Kirschner et al., 2017). Aktuell werden Items zum Umgang mit Inklusion ergänzt.  In der geplanten Testung soll mittels des erstellten Instruments Daten erhoben werden, die zur Beantwortung folgender Fragen dienen:

  1. Inwieweit erwerben Studierende im Fach Chemie in der Lehramtsausbildung die von der KMK gewünschten Kompetenzen im Bereich Professionswissen?
  2. Welche Faktoren lassen sich identifizieren, die den Erwerb des Professionswissens beeinflussen?
  3. Welchen Einfluss hat das Praxissemester auf den Professionswissenszuwachs?
  4. Wie ausgeprägt sind die Kompetenzen der Studierenden im Bereich Inklusion von Schülerinnen und Schülern?

Aus diesen Erkenntnissen sollen sich Optimierungsbedarfe im Erwerb von Professionswissen in der Lehramtsausbildung im Fach Chemie ableiten.

In einem zweiten Schwerpunkt wird die Prüfungspraxis im Fach Chemie im Lehramt untersucht. Hierbei liegt der Fokus auf möglicher Kompetenzorientierung und Transparenz beim Prüfen. Um zu Erkenntnissen zu gelangen, wird in einem ersten Schritt die Passung von wahrgenommenen Lernzielen der Studierenden mit den intendierten Lernzielen der Lehrenden analysiert. Sollten hierbei Diskrepanzen sichtbar werden, lässt dies auf strukturelle Probleme im Sinne der Kompetenzorientierung im Modul schließen. In einem weiteren Schritt wird die eingesetzte Prüfung auf Passung zum Modul untersucht. Werden hier Diskrepanzen zwischen den abgeprüften und den intendierten bzw. vermittelten Kompetenzen sichtbar, ist dies ein weiteres Indiz für strukturelle Probleme und damit mangelnde Kompetenzorientierung im Modul.

Projektleitung

Porträt von Maik WalpuskiProf. Dr. Maik Walpuski 
(Chemie)

Professur für Didaktik der Chemie

Schützenbahn 70
45127 Essen
SL 203d
(0201) 183-3764

E-Mail an Prof. Dr. Maik Walpuski

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Simon Kaulhausen

Telefon: (0201) 183-6952
Raum: SL 208

E-Mail an Simon Kaulhausen

ProViel wird im Rahmen der gemeinsamen
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund
und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung gefördert.

Unter dem FKZ 01JA1910