Herz-Kreislauf Studie im Ruhrgebiet geht in die entscheidende Phase

Pressemeldung zum aktuellen Stand der Heinz Nixdorf Recall Studie & Einladung an Journalisten zum Besuch des Erhebungszentrum 09.05.2003

Mit der Heinz Nixdorf Recall Studie läuft in Essen, Mülheim und Bochum eine der größten HNRS_TeamStudien, die in Deutschland jemals zur Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchgeführt wurde. 4000 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren haben sich bisher kostenlos mit modernsten medizinischen Methoden untersuchen lassen. Damit geht die Studie nun in die Zielgerade der ersten Untersuchungsrunde (Basiserhebung). Sie wird im Juli diesen Jahres enden und bis dahin sollen insgesamt 4550 Teilnehmer gewonnen worden sein, die dann während der folgenden fünf Jahre regelmäßig nach Ihrem Gesundheitszustand befragt werden.

Jeder einzelne Teilnehmer – oder im Wissenschaftsdeutsch „Proband“ – trägt mit seinem Engagement zum Gelingen dieses Gemeinschaftsprojekts von vier Universitäten in Nordhrein-Westfalen bei. Ziel ist es, die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern und gleichzeitig neue Erkenntnisse über deren Entstehung zu gewinnen. Denn immer noch sind Herzerkrankungen die Haupttodesursache in Deutschland – und das Ruhrgebiet ist hier keine Ausnahme. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, diese Volkskrankheiten zu erkennen und zu behandeln, bevor sie zu Infarkten oder gar zum Herztod führen.

Erste Ergebnisse der Studie belegen, dass eine verbesserte Vorbeugung auch und gerade im Ruhrgebiet ein wichtiges Thema ist. Denn in Sachen Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht liegen die Probanden der Studie, die nach einem Zufallsverfahren repräsentativ für die Bevölkerung von Essen, Mülheim und Bochum ausgewählt wurden, im oberen Bundesdurchschnitt. Häufig sind sich die Betroffenen eines Risikos gar nicht bewusst: Wie neueste Auswertungen zeigen, hatten 5% der Teilnehmer in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt, der aber unbemerkt blieb. In diesem Fall spricht man von einem „stummen“ Infarkt.

Für die Zukunft verspricht die Auswertung der Basiserhebung viele weitere Erkenntnisse über die Herz-Kreislauf-Gesundheit im Ruhrgebiet. Entscheidend für den Wert dieser Ergebnisse ist aber eine möglichst hohe Teilnahme der zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger in den letzten Monaten der Basiserhebung.