Archiv der Kategorie: Pressespiegel

Genetische Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod gefunden

DSC_2005Ein internationales Wissenschaftskonsortium hat im menschlichen Genom verbreitete Genvarianten gefunden, die auf ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod hinweisen können. Dieser Zusammenhang findet sich auch in der Heinz Nixdorf Recall Studie, die in Zusammenarbeit mit Bonner Humangenetikern an diesem internationalen Konsortium beteiligt ist. Die Ergebnisse der genomweiten Studie sind vorab online in der Zeitschrift Nature Genetics veröffentlicht. Die Forscher erhoffen sich, dass es mit Hilfe dieser Genvarianten zukünftig gelingen wird, das individuelle Risiko bei Patienten frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Therapieschritte einleiten zu können… (weiter)

Herzinfarkte in der Familie: Risikofaktoren beeinflussen

Frankfurt/Main. Mehrere Forscherteams haben genetische Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod identifiziert. Diese Erkenntnisse könnten helfen, bei Patienten mit entsprechender Veranlagung frühzeitig mit Therapien zu beginnen, teilte das Helmholtz-Zentrum München mit.
Das internationale Wissenschaftskonsortium unter Federführung von Arne Pfeufer vom Institut für Humangenetik am Helmholtz-Zentrum hat demnach im menschlichen Erbgut zehn Genvarianten entdeckt, die auf ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen und für plötzlichen Herztod hinweisen. Diese Genvarianten beeinflussen die elektrische Aktivität des Hermuskels.

Herzinfarkte in der Familie: Risikofaktoren beeinflussen – Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/ratgeber/gesundheit/herzinfarkte-in-der-familie-risikofaktoren-beeinflussen-1.309221#plx1219443262 … (weiter)

 

Kardiovaskuläre Risikofaktoren und Zeichen subklinischer Atherosklerose: Daten der bevölkerungsbezogenen Heinz Nixdorf Recall Studie

Cardiovascular Risk Factors and Signs of Subclinical Atherosclerosis in the Heinz Nixdorf Recall Study
Dtsch Arztebl 2008; 105(1-2): 1-8; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0001

Einleitung: Moderne Untersuchungsmethoden können Zeichen einer subklinischen Atherosklerose erfassen. Ihre Prävalenz sollte im Vergleich zu etablierten Risikofaktoren bestimmt werden.
Methoden: An der bevölkerungsbezogenen Studie nahmen 4 814 Personen im Alter von 45 bis 75 Jahren teil, dies waren 55,8 % der angesprochenen Personen. Kardiovaskuläre, psychosoziale und umweltbedingte Risikofaktoren wurden erfasst… (weiter)

Unfreiwilliges Verweilen vor den Schaufenstern

Nikotinsucht führt zu Arterienverkalkung: Mit operativen Eingriffen lässt sich der Schlaganfall vermeiden

Achim – BREMEN n Im vergangenen Jahr, genau gesagt am 11. Juli 2007, hat der Landtag in Hannover das Niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz verabschiedet. Wenige Monate später, am 18. Dezember, zog die Hansestadt Bremen nach: Seit dem 1. Januar darf in Gaststätten und Diskotheken nicht mehr geraucht werden.

Bei uns im Krankenhaus des Klinikums Bremen-Nord war das Rauchen schon seit dem Sommer zuvor untersagt. Das hat zu vielen Diskussionen Anlass gegeben… (weiter)

Hohes Herzinfarktrisiko für Autobahnanwohner

pps. FRANKFURT, 18. Juli. Wer an einer stark befahrenen Straße wohnt, hat ein erheblich höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Das fanden Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und Düsseldorf heraus. Personen, die näher an einer vielbefahrenen Straße wohnen, haben demnach …(weiter)

Pressemeldung vom 14.05.04

Anlass der Einladung

Prof. Dr. N. Dragano, Düsseldorf
Prof. Dr. N. Dragano, Düsseldorf

An der Ruhr-Universität Bochum wird vom 03. bis zum 05. Juni der Fachkongress der Deutschen Medizinsoziologen und Medizinpsychologen stattfinden. Diese Plattform wird auch die Heinz Nixdorf Recall Studie (HNRS) nutzen, um erste Eindrücke über den  psychosozialen Teil der seit Juli 2003 abgeschlossenen Basisuntersuchung zu vermitteln.

Inhalt der Veranstaltung
Im Rahmen eines Symposiums wird zunächst ein Überblick über den Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen der psychischen, sozialen und ökonomischen Faktoren und Herz-Kreislauf-Krankheiten gegeben. Dann werden Analysen zu Arbeitsstress, zu Konflikten zwischen Arbeits- und Familienleben, zum Einfluss des sozialen Netzwerks und zu sozialen Unterschieden im Medikamentenkonsum vorgestellt. Da die Studie im Ruhrgebiet (Essen, Mülheim, Bochum) durchgeführt wird, wird ein regionalen Bezug hergestellt.

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Die Studie gehört zu den größten medizinischen Langzeitstudien, die zur Zeit in Deutschland laufen und hat die Verbesserung der Herzinfarkt-Früherkennung zum Ziel. Dazu gehört nach einem modernen Verständnis der Entstehung dieser Krankheiten auch die Untersuchung von psychosozialen Aspekten. So wurden die insgesamt 4814 Teilnehmerinnen und Teilnehmerinnen nicht nur mit umfangreichen und innovativen medizinischen Verfahren untersucht, sondern auch nach Faktoren wie Arbeitsstress oder psychischen Belastungen befragt.
Durchgeführt wird die HNRS von einer interdisziplinären Wissenschaftlergruppe der Universitäten Duisburg-Essen, Witten/Herdecke und Düsseldorf. Diese Gruppe wird vertreten durch ihren Sprecher, Prof. Dr. med. Raimund Erbel, Leiter der Westdeutschen Herzzentrums, und durch den stellvertretenden Sprecher Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Leiter des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Universität Duisburg-Essen. Verantwortlich für den psychosozialen Studienteil ist Prof. Dr. Johannes Siegrist, Universität Düsseldorf.

Ruhr Universität Bochum
Gemeinsamer Kongress
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie & Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie
Symposium „Quantifizierung sozialer Gesundheitsgefahren. Aktuelle Ergebnisse einer bevölkerungsbasierten Herz-Kreislaufstudie im Ruhrgebiet.“
4. Juni 16:00 – 17:30 Raum: GA-FO 02/364
Kongresshomepage: http://www.dgmp-dgms-2004.rub.de/

Ansprechpartner
Nico Dragano
Institut für Medizinische Soziologie – Universitätsklinikum Düsseldorf
Tel. 0211-81-14914
Email: dragano(at)uni-duesseldorf.de

Herz-Kreislauf Studie im Ruhrgebiet geht in die entscheidende Phase

Pressemeldung zum aktuellen Stand der Heinz Nixdorf Recall Studie & Einladung an Journalisten zum Besuch des Erhebungszentrum 09.05.2003

Mit der Heinz Nixdorf Recall Studie läuft in Essen, Mülheim und Bochum eine der größten HNRS_TeamStudien, die in Deutschland jemals zur Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchgeführt wurde. 4000 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren haben sich bisher kostenlos mit modernsten medizinischen Methoden untersuchen lassen. Damit geht die Studie nun in die Zielgerade der ersten Untersuchungsrunde (Basiserhebung). Sie wird im Juli diesen Jahres enden und bis dahin sollen insgesamt 4550 Teilnehmer gewonnen worden sein, die dann während der folgenden fünf Jahre regelmäßig nach Ihrem Gesundheitszustand befragt werden.

Jeder einzelne Teilnehmer – oder im Wissenschaftsdeutsch „Proband“ – trägt mit seinem Engagement zum Gelingen dieses Gemeinschaftsprojekts von vier Universitäten in Nordhrein-Westfalen bei. Ziel ist es, die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern und gleichzeitig neue Erkenntnisse über deren Entstehung zu gewinnen. Denn immer noch sind Herzerkrankungen die Haupttodesursache in Deutschland – und das Ruhrgebiet ist hier keine Ausnahme. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, diese Volkskrankheiten zu erkennen und zu behandeln, bevor sie zu Infarkten oder gar zum Herztod führen.

Erste Ergebnisse der Studie belegen, dass eine verbesserte Vorbeugung auch und gerade im Ruhrgebiet ein wichtiges Thema ist. Denn in Sachen Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht liegen die Probanden der Studie, die nach einem Zufallsverfahren repräsentativ für die Bevölkerung von Essen, Mülheim und Bochum ausgewählt wurden, im oberen Bundesdurchschnitt. Häufig sind sich die Betroffenen eines Risikos gar nicht bewusst: Wie neueste Auswertungen zeigen, hatten 5% der Teilnehmer in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt, der aber unbemerkt blieb. In diesem Fall spricht man von einem „stummen“ Infarkt.

Für die Zukunft verspricht die Auswertung der Basiserhebung viele weitere Erkenntnisse über die Herz-Kreislauf-Gesundheit im Ruhrgebiet. Entscheidend für den Wert dieser Ergebnisse ist aber eine möglichst hohe Teilnahme der zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger in den letzten Monaten der Basiserhebung.