Eine Herzensangelegenheit

herzangelegenheitVon Jutta Bublies: Der Infarkt ist die Todesursache Nr. 1: Rund jeder zweite Betroffene stirbt an der Attacke. Deshalb ist Früherkennung an dieser Stelle so enorm wichtig: Mittels Computertomographien können Kardiologen Risikoschwerpunkte ausmachen.

Herz-Kreislauferkrankungen sind deutschlandweit die Todesursache Nr. 1. Über 200 000 Menschen erleiden jährlich einen Herzinfarkt, meldet die Deutsche Herzstiftung in Frankfurt/Main. Rund jeder zweite Betroffene verstirbt an der Herzattacke – 60 Prozent der Betroffenen noch bevor sie eine Klinik erreichen. Früherkennung kann Leben retten. Eine gute Nachricht kommt von Herzspezialisten der Essener Universitätsklinik: Durch eine Computertomographie (CT) des Herzens können Kardiologen jetzt feststellen, ob bei einem Menschen die Herzkranzgefäße verkalkt sind und deshalb ein Infarktrisiko besteht.

4800 Menschen untersucht

Prof. dr. med. S. MoehlenkampDie Bedeutung der Computertomographie zur Früherkennung einer Herz-Kreislauferkrankung ist das Ergebnis der „Heinz-Nixdorf-Recall-Studie“, für die über 4800 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren untersucht wurden. Neben Medizinern der Universitätsklinik Essen beteiligten sich an der Studie Experten der Düsseldorfer Uniklinik sowie der Universität Witten/Herdecke. „Es sollte geklärt werden, ob bildgebende Verfahren wie das CT die gefährliche Arteriosklerose durch Messung der Verkalkung der Herzkranzgefäße, darstellen können. Mit den modernen CT-Geräten ist es jetzt möglich, auch das schnell schlagende Herz abzubilden“, erläutert Privatdozent Dr. Stefan Möhlenkamp, einer der leitenden Ärzte der Studie… weiter