2.2.5.3 Hinweise zur Sprache eines Geschäftsbriefes

Geschäftsbriefe sollten verständlich und freundlich formuliert werden. Typisch für Geschäftskorrespondenz ist neben der normierten formalen Gestaltung der Anspruch, kurz und präzise zu sein und den Adressaten direkt anzusprechen. Insbesondere der Ton, in dem ein Unternehmen seine Korrespondenz führt, transportiert Informationen über seine Kundennähe und Professionalität.

Damit kommt der sprachlichen Gestaltung des Textes besondere Bedeutung zu: Bei der Formulierung ist nicht nur Wert auf Präzision, sondern auch auf Angemessenheit und Höflichkeit zu legen, Formen der direkten Anrede und positive Wendungen sind charakteristisch.

Moderne Geschäftsbriefe meiden den hölzernen Nominalstil einerseits und unsachliche Kritik, Ironie und Emotionalität andererseits. Sie sind für den Leser geschrieben: Sätze sollten nicht zu lang sein. Formulieren Sie sie an einem imaginären Gespräch mit dem Briefpartner orientiert. Beachten Sie dennoch die Regeln der Schriftsprache, insbesondere die Zeichensetzungsregeln, denn richtig gesetzte Satzzeichen erleichtern das Lesen.

Im Sinne einer adressatengerechten Formulierung des Briefes ist es wichtig, Formeln und Floskeln auf den Adressaten bzw. das Ziel anzupassen und Titel und Formen der Anrede richtig zu verwenden.