6.7 Der grammatische Fall: Kasus

Die grammatischen Kategorien der Nomen sind
- das grammatische Geschlecht (Genus) – abgesehen von Ausnahmefällen hat jedes Nomen ein Genus –,
- die grammatische Zahl (Numerus) – die meisten Nomen können in der Einzahl (Singular) und in der Mehrzahl (Plural) auftreten – und
- der grammatische Fall (Kasus; die Mehrzahl von Kasus lautet auch Kasus, doch wird hier das u lang gesprochen). Im Deutschen gibt es vier grammatische Fälle (Kasus), die den Nomen unterschiedliche Funktionen im Satz zuweisen.

Die verschiedenen Fälle (Kasus) werden durch Endungen angezeigt, doch es gibt nicht für jeden Fall eine Endung. Deshalb kann man vor allem am Artikel, der ein Nomen begleitet, nicht nur das grammatische Geschlecht (Genus), sondern auch den Fall (Kasus) ablesen. Beispiel

Besonders bei der Mehrzahl (Plural) kommt dem Artikel als Begleiter die Aufgabe der Kasuskennzeichnung zu. Beispiel

Der 1. Fall (Nominativ): Form

Funktion des Nominativs

Der 2. Fall (Genitiv): Form

Funktion des Genitivs

Der 3. Fall (Dativ): Form

Funktion des Dativs

Der 4. Fall (Akkusativ): Form

Funktion des Akkusativs

Verben, Adjektive und Präpositionen bestimmen den Folgekasus