6.7.4 Funktion des Genitivs

Der Genitiv kann als Umstandsbestimmung (adverbiale Funktion) Zeit, Ort oder Art und Weise einer Handlung näher bestimmen.  Beispiele

Die Hauptfunktion des Genitivs ist die Kennzeichnung des Besitzes, der Beschaffenheit oder der Herkunft. Als meist nachgestellte Beifügung im 2. Fall (Genitivattribut) wird ein Nomen einem anderen zugeordnet: der Computer der Sekretärin.
Da im Genitivattribut verschiedene Verhältnisse zwischen dem Bezugsnomen und dem Attribut ausgedrückt werden können, unterscheidet man sechs Funktionen des Genitivattributs:

1. Genitiv des Besitzes, der Zugehörigkeit
2. Genitiv des Verursachers, des Autors
3. Genitiv des Geschehnisträgers
4. Genitiv des Bewirkten, des Produkts
5. Genitiv des Teilens
6. Genitiv der Eigenschaft, des Merkmals
 

Der Genitiv steht aber nicht nur im Attribut:

Einige Verben, Adjektive und Präpositionen fordern den Genitiv

Die mehrdeutige Beifügung im Genitiv (das mehrdeutige Genitivattribut)

Mehrdeutige Präpositionalgefüge mit von

Die Verwendung des Apostrophs bei der Bildung des Genitivs