7.8.6.6.1 Übung 3 (Zeichensetzung): Lösung

In den letzten 50 Jahren hat sich die Arbeitswelt in Deutschland vor allem in der BRD sehr stark verändert. Das liegt vor allem an der Modernisierung und der damit zusammenhängenden Technisierung. Diese begann direkt nach dem Krieg, da die zerstörten Anlagen sofort mit dem Wiederaufbau die modernste Technik erhielten.

Während in den Anfangsjahren die Produktivität noch gering war, herrschte schon Mitte der 60er Jahre Hochkonjunktur. Während all dieser Jahre gab es annähernd Vollbeschäftigung. Schließlich erreichte die Modernisierung aber den Punkt, an dem sie Arbeitsplätze ersetzte, und Massenentlassungen folgten.

Mit der Technisierung wandelte sich auch die Arbeitsmoral. Während man früher noch die körperliche für die eigentliche Arbeit hielt, waren nun nervliche Beanspruchung und Konzentration gefragt. Auch die zunehmende Fließbandarbeit führte zu Problemen in der Belegschaft, da die Arbeit abstrakter wurde und der Arbeiter sich nicht mehr mit seinem Produkt identifizieren konnte. Als dann schließlich der Arbeiter auch noch als Produktionsfaktor angesehen wurde, überlegten sich die Firmen einige Gegenmaßnahmen wie z. B. Einteilung in Arbeitsgruppen oder Prämienlöhne für besondere Innovationen.

In der DDR drehte sich die Arbeit dagegen um die Planerfüllung. Es war manchmal schwierig, den Plan zu erfüllen, es wurde aber auch darauf geachtet, dass er nicht übererfüllt wurde. So war es in einigen Bereichen möglich seinen Arbeitsalltag recht bequem zu gestalten, da Entlassungen nur in den seltensten Fällen vorkamen.

Heutzutage leidet die deutsche Wirtschaft unter den Folgen der maroden DDR-Wirtschaft. Viele Betriebe können sich trotz enormer Subventionen nicht halten und müssen schließen. Das hat Massenentlassungen zur Folge, so dass die Arbeitslosenzahl in Ostdeutschland rapide gestiegen ist und die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung wächst.