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Dankwart Danckwerts
Professor i.R.
Fachgebiete: Soziologie und Sozialpädagogik

Forschung

 

PROJEKTE

 

Bericht über ausgewählte Drittmittelprojekte der Zeit von 1973 „Gesamthochschule Duisburg“, bis 2006, „Universität Duisburg-Essen“.

In der Gründungsphase nach 1973 erwies es sich als notwendig, den Absolventen Chancen der Umsetzung ihrer angeeigneten Kenntnisse durch Forschungsaufgaben zu bieten. Die Gründung des „Rhein-Ruhr-Institutes für Sozialforschung und Politikberatung“ e. V. an der Universität kam 1983 diesem Bedürfnis nach und schuf günstige Ausgangsbedingungen am Standort. In Fortsetzung dieser Bedingungen, die mit der Etablierung des Studienganges ‚Soziologie’ an verschiedenen Universitäten entstanden waren, entwickelte sich am RISP die Forschungsgruppe GüterTransportSystem, Logistik.

Als Ergebnisse der langjährigen erfolgreichen Forschungen wird hier eine Auswahl von Projekten vorgestellt.

 

WO DEKLASSIERUNG DROHT

 

Zeitraum: 1975 - 1978
Kurzbeschreibung: Eine empirische soziologische Untersuchung über die sozialen Folgen auf Industriearbeiter nach Langzeitarbeitslosigkeit im westlichen Ruhrgebiet.
Auftraggeber: Finanzierung durch die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ und aus Mitteln der Gesamthochschule Duisburg.
Ergebnisse: Biografische Verläufe der Lebensabschnitte nach 1 – 2 jähriger Arbeitslosigkeit wurden in intensiven Gesprächen ermittelt. Dabei ging es um die sozialen Hintergründe, die als prägend für Industriearbeiter ermittelt worden waren: Familiäre Integration, Einbindung in Vereine, Wandel der Beziehungen in ehemals kollegialen Sozialfeldern und die Zusammenarbeit mit Institutionen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik vor Ort.

Autoren des Zwischenberichtes: Angelika Buttgereit; Dankwart Danckwerts; Achim Kohl; Fried Naumann und Ingrid Thorhauer. Veröffentlicht: Duisburger Materialien zur sozialen Arbeit und Erziehung, Heft 2, Wintersemester 1978 (68 Seiten)

 

ARBEIT IM BINNENHAFEN

 

Zeitraum: 1979
Kurzbeschreibung: Ein kooperatives Forschungsprojekt der „Arbeitsgruppe Hafenarbeit beim Rhein-Ruhr Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V.“, in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) und unter Beteiligung aller Einzelgewerkschaften, mit eigenen Beiträgen zur Hafenarbeit aus dem Kreis ihrer organisierten Mitglieder.

„Aus den Diskussionen im Hochschularbeitskreis des DGB in Duisburg wurden 1978 erste Aktivitäten in Richtung auf ein Forschungsprojekt (…) entwickelt“.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung über die Arbeits- und Qualifikationsbedingungen der Hafenarbeiter in den Duisburg-Ruhrorter Häfen untermauern die Forderung der Gewerkschaft ÖTV nach einer geregelten Aus- und Fortbildung auch für die Beschäftigten in Binnenhäfen, wie sie mittlerweile in den Seehäfen Hamburg und Bremen erfolgreich praktiziert wird.“(aus dem Vorwort der Gewerkschaften zur Veröffentlichung des Abschlussberichtes).

Auftraggeber: Hans Böckler Stiftung, Bundesanstalt für Arbeit und Gewerkschaft Öffentliche Dienste Transport u. Verkehr
Ergebnisse: Entwicklung einer Hafen-Facharbeiter-Ausbildung;

Manfred Bergstermann ,Hans-Otto Char; Arbeit im Binnenhafen, Bericht über eine arbeitswissenschaftliche Untersuchung, Duisburger Materialien , d. 16, (ISBS 3-924154-88-3) Duisburg 1984, (276 Seiten)

 

ARBEITSBEDINGUNGEN IM GÜTERTRANSPORTSYSTEM

 

Zeitraum: 1987 - 1999
Kurzbeschreibung: Das Programm „Mensch und Technik, sozialverträgliche Technikgestaltung“ der Landesregierung NRW bot eine besondere Chance zur umfassenden Qualifizierung für Beschäftigte im Gütertransport. Die Bordcomputer waren die aktuelle technische Neuerung. Die direkte Vernetzung zwischen Transporteuren und die dadurch ermöglichte Anwendung von neuen logistischen Managementkonzepten erforderten Veränderungen der technischen, sozialen und unternehmerischen Kompetenzen aller Beteiligten in der Kette. Das GTS-Team und freigestellte Experten der ÖTV entwickelten in enger Zusammenarbeit mit sachverständigen Interessenvertretern ein Bildungsprogramm mit bundesweitem Einsatz:, „In jedem Fall: wir drehen dran.“ Die Reflektion als Teil der Methode über Film, Protokolle, bundesweite Tagungen, Austausch mit allen Beteiligten usw. wurde die Erfolgsbasis.
Auftraggeber: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialen (MAGS) Landesregierung Nordrhein-Westfalen.
Ergebnisse: Ein Handbuch (355 Seiten), Leitfaden und Videofilm für Schulungen zum Thema: Logistische Rationalisierung, soziale Folgen und interessenorientierte Mitgestaltung im GüterTransportSystem.

 

INNOVATIVE SEEHAFENTECHNOLOGIE UND IHRE SOZIALEN AUSWIRKUNGEN AUF DIE ARBEITSBEDINGUNGEN IM CONTAINERUMSCHLAG (ISETEC)

 

Zeitraum: 1989 - 1991
Kurzbeschreibung: Das Programm innovative Modernisierung deutscher Seehäfen wurde zunächst in den Häfen Hamburg und Bremen beispielhaft entwickelt und wissenschaftlich begleitet.

Das Projekt ermöglichte der Forschungsgruppe GTS/L im Rahmen einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der ‚Studiengesellschaft Nahverkehr mbH, Hamburg’ darin wesentliche Aspekte der Beteiligung der Hafengewerkschaft ÖTV an der Ausarbeitung und Umsetzung innovativer Neuerungen forschend zu begleiten und anregend einzubringen.

Die Vernetzungen ermöglichen eine Integration in die Containertransporte und Hafenumschläge, wodurch ein wesentlicher Schub der Beförderung der Seeschifffahrts-logistik initiiert wurde. Die so angeregte Modernisierung der deutschen Häfen wurde ergänzt durch ein Folgeprojekt, bezogen auf die Seehäfen in Niedersachen. Diese Zusammenarbeit schloss 1991 direkt an und endete 1992 mit einer Beteiligung am Abschlußbericht der Veröffentlichungen der „Studiengesellschaft Nahverkehr mbH“ unter der Leitung von Dr. Jürgen Lange.

Auftraggeber: Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT)
Ergebnisse: Gutachten

 

ENTWICKLUNGSCHANCEN KLEINER UND MITTLERER UNTERNEHMEN (KMU)

 

Zeitraum: 1989 - 1993
Kurzbeschreibung: Mit dieser sektoralen Analyse des regionalen GüterTransportSystems wurden unter besonderer Berücksichtigung der Beschäftigungsstrukturen und Qualifikationsvoraussetzungen auf der Basis einer empirischen Erhebung detailliert die Umbrüche des Straßengüter-transportes in der ersten Hälfte der 90er Jahre aufgezeichnet „Der Ort des konkreten Feldes verstärkt und präzisiert den Wirkungsrahmen, so beispielsweise im System des Gütertransportes, in der regionalen Spezifik eines Flächenraumes mit städtischer Ballung im Osten.“ Kennzeichen waren: „ Merkmale von Grenznähe; verstärkte Wirkungen des Epizentrums Hafen; Bedeutungszuwächse der Wasserverkehre, sowie der Seeanbindungen; Vermischung der Verkehrsträger nach ändernden Voraussetzungen wie Verkehrsdichte, Gefahrgut, Entsorgung.“ (S. 5f)
Auftraggeber: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
Ergebnisse: Branche im Umbruch, Danckwerts, Char, Lausch, LogBuch aktuell, (ISBN 3-929383-03-9) Dortmund 1993 (127 Seiten)

 

DER BEITRAG DER ARBEIT ZUR ENTWICKLUNG DER HÄFEN IN DEN STÄDTEN DÜSSELDORF, KREFELD NEUSS, EIN GUTACHTEN

 

Zeitraum: 1994 - 1995
Kurzbeschreibung: Die Ergebnisse des Forschungsprojektes (veröffentlicht in einer Broschüre am „Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V.“) zeichnen die politischen Konstellationen dieser Hafenregionen nach. Sie befanden sich im Übergang von einem Konzept ihrer kommunalpolitischen Umwidmung zu attraktiven Wohnräumen, zu der Rückbesinnung auf die ökonomischen Effizienzen der Häfen als Wasser- Land-Umschlagsplatze. Dies angesichts eines steigenden Volumens der Transportaufkommen und jüngst durch erkennbare politische Interventionen der Unterstützung der Leistungen von Binnenschiffstransporten in Deutschland und der EU.

 

FRAUENARBEITSPLÄTZE IN DER TRANSPORTBRANCHE, MÖGLICHKEITEN ZU IHRER ENTWICKLUNG UND SICHERUNG

 

Zeitraum: 1996 - 1997
Kurzbeschreibung: Die Unternehmen der Transportbranche wurden in ihren diversen Ausformungen und geografischen Schwerpunkten in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts immer noch als Männerdomänen angesehen. Bei den Beschäftigten in Transport-, Lager- wie Logistikunternehmen wuchs der Frauenanteil jedoch an. Der Eindruck von partiellen Änderungen ergab sich aus den Forschungen. Dies wurde der Anlass für einen Projektentwurf mit Finanzierungsantrag an die Landesregierung NRW. Die Bestandsaufnahme der Frauenbeschäftigung in den 90er Jahren zeigte tatsächlich neue Trends. Auch die Interviews wiesen auf neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen hin. Im Ergebnis zeigte sich, dass vor allem bei den kleinen und mittleren Unternehmen die Familienangehörigen Frauen zu einer bemerkenswerten Zunahme von Anstellungen führten.
Auftraggeber: Ministeriums für Arbeit, Gesundheit, Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen und EU Mitteln.
Ergebnisse: Endbericht an die Landesregierung

 

WORKING CONDITIONS IN SWEDISH AND GERMAN FORWARDING COMPANIES

 

Zeitraum: 1994 - 1997
Kurzbeschreibung: Die mehrjährige Kooperation der Forschungsgruppe GTS an der GERHARD-MERKATOR-UNIVERSITÄT DUISBURG und dem DEPARTMENT OF TRANPORTATTION AND LOGISTICS der CHALMERS TEKNISKA HÖGESKOLA GÖTEBORG führte 1997 zu einem gemeinsamen Forschungsprojekt. Sein Titel: “Working Conditions in Swedish and German Forwarding Companies”. Der Final Report erschien 1997 in Schweden.

Zum Backround: “The transportation of goods may be conceived in terms of System, and a change in one part of the chain may affect other parts in the chain, e.g. the ergonomic situation of the workers. The transport branch is also dependent upon national systems and regulations which affect the organisation of work and the possibilities for development. Consequently there is an increasing need for international comparative studies. On attempt to contribute to an international perspective on research in the field is the joint project between the German research group Gütertransportsystem (GTS) – Logistik und Arbeit in the Rhein-Ruhr-Institut (…) and the Swedish Research Programm for Ergonomic in Materials handling at Chalmers University of Technology and Lindholm development in Göteborg.” (p.7 f ) Autoren: A. Ingelgard, W. Mathejczyk, H. Völlings, D. Danckwerst und R.Örtengren. 1996

Auftraggeber: Eigenfinanzierung der Universitäten, mit Beiträgen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

 

ARBEITSPLATZSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ IM INLANDWASSERTRANSPORTSYSTEM (BINNENHAFENARBEIT UND BINNENSCHIFFFAHRT)

 

Zeitraum: 1998
Kurzbeschreibung: Zusammen mit der Binnenschifffahrts-Berufsgenossenschaft (BSBG) wurden in diesem Projekt Konzepte für den Ausbau des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Hafenumschlag und in der Binnenschifffahrt entworfen. Erstmalig wurden die Schnittstellen als zentrale Gefährdungsräume untersucht. Entsprechend der sich daraus ergebenden Besonderheiten bildeten wir integrierte Teams aus den beiden Arbeitsfeldern, die jeweils auf die Zusammenarbeit ausgerichtet waren.
Auftraggeber: Ministerium für Arbeits, Gesundheit, Soziales (MAGS) des Landes NRW
Ergebnisse: Waldemar Mathejczyk, Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheitsschutz im Inlandwassertransportsystem, in: LOGISTIK + ARBEIT 8 / 1966, S. 34-37; „Schön war die Zeit....?“, Bericht über ein Seminar mit Beschäftigten aus Binnenhäfen und Hafenarbeit; in: Logistik und Arbeit 9./10.1997, S. 101-107

Seminarhefte zur Selbstschulung im Unternehmen

 

WORKPORT - WORK ORGANISATION IN PORTS

 

Zeitraum: 1998 - 2000
Kurzbeschreibung: Das Workport-Projekt hat die Auswirkungen neuer Technologien in der Arbeitswelt ausgewählter europäischer Häfen ermittelt, sowie die Anwendungen neuer Organisations- und Managementkonzepte zu vergleichen und bewerten versucht. Neue Anforderungen der Hafenarbeit ergaben sich aus den logistischen Ketten der Seetransporte. Dabei wurden die Auswirkungen auf den Menschen in puncto Arbeitssicherheit, soziales Umfeld, Qualifikations- und Ausbildungsanforderungen identifiziert, das Redesign von Arbeitsplätzen erörtert sowie Aspekte des Umweltschutzes und der Transportsicherheit berücksichtigt.
Auftraggeber: Europäische Kommission Direction Gereral VII-Transport
Ergebnisse: Work-Deliverable 1-New Technologies in Port and Shipping Work-Deliverable 2-New Organisational and Mangagement Concepts successfully used in other Industrial Sectors in Relation to the Ports Work-Deliverable 3-Survery of Organisational an d Management Concepts for Ports

Logo: Workport

 

INNOVATIVES TRANSPORTMANAGEMENT, RHEINHÄFEN, RHEIN-SEE-VERKEHRE

 

Zeitraum: 1998 - 2000
Kurzbeschreibung:
  • Schaffung eines dezentralen, dabei integrierten Verbunds unterschiedlicher Hafenstandorte in der Region Niederrhein
  • Optimierung des Modal-Split-System im Bereich Gütertransport; Verbesserung des Bezugs Land- und Wassertransporte
  • Weiterentwicklung des dauerhaften und offenen Transportsystems im Internet über Transportabläufe, -bedarf und -träger
Auftraggeber: Land NRW, EU
Ergebnisse: Zwischenbericht, Januar 1999, Hrsg. Birgit Wehrhöfer

div. Veröffentlichungen

Logo: Bintras

www.bintras.de

 

EBUSI-NET - DIE AUSWIRKUNGEN DER ELEKTRONISCHEN VERNETZUNG AUF DIE GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN DER BINNENWASSERTRANSPORTE

 

Zeitraum: 2001 - 2003
Kurzbeschreibung:

Es gilt vor allem, die Unterstützung der Binnenschifffahrt im Umstellungsprozess auf die elektronischen Vernetzungen zu fördern. Die einzelnen Stufen sind:

Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Chancen: Schaffung neuer Arbeitsplätze in Entwicklungsregionen der Binnenhäfen: Befähigung der Binnenschiffer zur Unternehmer-Mobilität im virtuellen Markt: Anpassung an technische und qualifikatorische Anforderungen: Umgang mit den systemischen Marktabläufen: Beachtung der Erfahrungen des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsprävention unter den veränderten Risiken durch die elektronischen Medien.

Um das Spektrum dieses Teiles der Gütertransporte in seiner Vielfalt zu berücksichtigen, erweiterten wir die Einbindung und selbständige Mitarbeit der handelnden Akteure und ihrer Vertreter in den Verbänden zu einem ständigen Arbeitsprozess. Mit diesem „Dialogregime“ wurde durch die Kompetenz der handelnden Unternehmen ein besonderer Weg authentischer Forschung beschritten.

Auftraggeber: Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Ergebnisse: Dankwart Danckwerts und Rüdiger Ostrowski (Hrsg.) www.binnenschiff.komm... Herausforderung Internet – Elektronische Vernetzung und die Geschäftbeziehungen im Binnenwassertransportsystem. DVZ Verlag 2006.

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