UNIKATE 45

Fusionen – Was sagen die Fakultäten? (März 2014)

Die Forschungsfrage nach Fusionen beantworten Beiträge aus allen Fakultäten sehr unterschiedlich. Als Retrospektive zum zehnjährigen Bestehen der fusionierten Universität Duisburg-Essen ist dieses interdisziplinäre Heft entstanden, das sich mit dem Begriff der Fusion(en) aus der jeweils fachlichen Perspektive auseinandersetzt.

Federführung Ursula Renner-Henke 978-3-934359-45-1
Impressum - Vertrieb

Aus dem Inhalt

Carsten Schmuck

„Von Gentransport und Gelen – Fusionen in der Chemie“

Die Fusion von Atomen zu Molekülen ist das tägliche Brot von Chemikerinnen und Chemikern, denn ohne die Synthese neuer Moleküle geht in der Chemie wenig bis gar nichts. Darüber hinaus kann die Fusion von Molekülen zu supramolekularen Aggregaten neue Materialien mit interessanten und spannenden Eigenschaften hervorbringen.
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Gerhard Wurm

„Sternfusionen – Physik auf der Suche nach dem Ursprung der Erde“

All die „schweren“ Elemente, aus denen die Erde und letztendlich auch wir bestehen, hängen an den Fusionsprozessen, die in Sternen stattfinden. Wir, beziehungsweise unsere Atome, stammen alle aus dem Inneren von Sternen oder aus Supernovae. Damit haben wir in gewisser Weise schon alle eine weite Reise hinter uns. Beginnen wird der Beitrag aber „etwas“ später, als die Elemente, die man benötigt, um ein Planetensystem zu basteln, bereits existierten und in großen kalten Gebilden als interstellare Molekülwolken in einer Galaxie zu finden waren.
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Patrizio Neff, Dirk Pauly

„Eine Fusion in der Mathematik – Über das Verschmelzen zweier Kerngebiete der Angewandten Mathematik“

In diesem Artikel berichten die Autoren, wie sie vor kurzem eine neue grundlegende Ungleichung entdeckt haben, mit der sich sowohl eine der fundamentalen Ungleichungen der Elektromagnetostatik als auch die der Elastoplastizität als Spezialfälle beschreiben lassen.
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Veren Jendrossek, Gabriele Siedenburg

„Fortschritt durch „Wissensfusionen“ – Strahlenmedizische Forschung an der Universität Duisburg-Essen “

Die Strahlenforschung ist auch an der Universität Duisburg-Essen ein ideales Beispiel für bedeutsamen Fortschritt durch kontinuierliche und erfolgreiche Fusion traditioneller Fragestellungen einer Fachdisziplin mit der Expertise thematisch angrenzender Fächer der Natur- und Ingenieurswissenschaften und der (Bio)-Medizin sowie der Integration innovativer Technologien.
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Rainer Schnell

„Getting Big Data but Preventin – Entwicklung neuer technischer Lösungen für die datenschutzgerechte Zusammenführung personenbezogener Daten“

Für viele Forschungsprobleme der Medizin und der Sozialwissenschaften liegen relevante Daten über die gleichen Personen in getrennten Datenbanken vor. Die Verknüpfung dieser Datenbanken würde die Untersuchung zahlreicher Fragestellungen erlauben, falls keine Datenschutzbedenken bestünden. Der Beitrag beschreibt neue technische Verfahren zur Zusammenführung personenbezogener Datenbanken, die die Identität der Personen nicht erkennbar werden lassen.
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Hardy Pfanz, Bernd Sures

„Fusionen aus biologischer Sicht – “

Eigentlich ist die Biologie gar die Wissenschaft der Fusionen per se: Organismen fusionieren in Teilen oder in Gänze, sie fusionieren innerartlich, aber auch zwischen Arten, Familien, Ordnungen, ja sogar zwischen verschiedenen Reichen. In der Biologie wurde und wird auf allen Ebenen und in allen Zeiträumen fusioniert. Solche Fusionen dauern aber nur dann an, wenn sich das gesamte neue Arrangement als vorteilhaft bewährt.
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Claus Leggewie

„Auf dem Weg zur Weltmusik – Appropriation, Expropriation und Transkulturalität“

Dieser Beitrag wendet das Prinzip der Fusion auf eine „Musikrichtung“ an, die Verschmelzung zum Programm macht und per se als Hybrid angelegt ist: World Music oder Weltmusik.
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Wilfried Loth

„Zwangsfusion – Die Gründung der SED zwischen gesamtdeutscher Strategie und kommunistischem Führungsanspruch“

Die Vereinigung von sozialdemokratischer und kommunistischer Partei zur „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ im April 1946 gilt bis heute als eine der folgenreichsten Fusionen in der neuesten Geschichte. Freilich war es eine Zwangsfusion, bei der die sowjetische Besatzungsmacht den vielfach widerstrebenden Sozialdemokraten ihren Willen aufzwang. Interne Quellen der SED-Führung und der sowjetischen Führung zeigen, dass die Motive der Beteiligten doch wesentlich differenzierter als vermutet waren.
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Ansgar Belke, Florian Verheyen

„Währungsfusionen am Beispiel der Eurozone – Anfänglicher Optimismus verwandelt sich in Euroskepsis“

Einerseits beleuchtet der Beitrag die Entwicklung hin zur Europäischen Währungsunion (EWU). Es werden sowohl die Hoffnungen, die mit der gemeinsamen Währung verbunden waren, aufgezeigt als auch Konstruktionsfehler der EWU dargestellt. Andererseits geben die Autoren aber auch einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen in der Zukunft.
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Laura Fölker, Nicolle Pfaff

„Schulfusionen – Empirische Analyse und theoretische Bezüge in der Schulforschung“

Der Beitrag stellt zunächst empirische Befunde aus zwei Fallstudien zu Schulen vor, die im Zuge einer Schulstrukturreform Schulfusionen realisiert haben. In einem zweiten Schritt werden diese Ergebnisse vor dem Hintergrund ausgewählter bildungssoziologischer und erziehungswissenschaftlicher Konzepte interpretiert. So wird das Erklärungspotenzial theoretischer Ansätze für die Analyse von Schulfusionen ausgelotet.
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Marc Eulerich

„Fluch oder Segen? – Fusionen aus Sicht der Betriebswirtschaft“

Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob eine Fusion eher als Fluch oder doch eher als Segen aus Sicht der Betriebswirtschaft und insbesondere der Unternehmen und betroffenen Personen zu sehen ist.
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Axel Hunger, Uwe Dippel, Angela Hirlehei, Renate Kärcher-Ober, Stefka Kisyova, Pascal A. Klein, Stefan Werner

„Global Engineering und CSCW – Ein Beispiel zur Fusion von Wissensbereichen“

Mit diesem Beitrag beschreiben die AutorInnen moderne Werkzeuge zur Zusammenarbeit in der Praxis von IngenieurInnen im Rahmen der globalen Industrie. Die Betrachtung der Evolutionen, die über die Zeit auch Fusionen der verschiedensten Art zur Folge hatten, zeigen die weitreiche Bedeutung der Fusion als einen Entwicklungsschritt auf, der in seiner Bedeutung der reinen Evolution sicher überlegen ist.
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Tobias Debiel, Claus Leggewie, Dirk Messner

„Homo Cooperativus – Fusion“ als Strategie zur Erforschung globaler Problemlösungen“

Am Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research als Institute for Advanced Study wirken internationale Forscherinnen und Forscher zusammen, die neue Zugänge zur Erforschung globaler Kooperation erkunden wollen. Und der Erfolg eines solchen Projekts wird ganz maßgeblich daran zu messen sein, ob es den WissenschaftlerInnen gelingt, neue Ansätze aufzugreifen und anderen Impulse zu geben, sprich: Fusionen anzustoßen, in Gang zu setzen, zu inszenieren.
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