Studienordnung

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Studienordnung des Internationalen Forschungsstudiums Advanced Research in Urban Studies (ARUS) am Profilschwerpunkt ‚Urbane Systeme‘ der Universität Duisburg-Essen.

(wenn nicht anders vermerkt gilt immer auch die weibliche Schreibweise)

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Studienausschuss ARUS

§ 3 Bewerbung zur Aufnahme in ARUS

§ 4 Wissenschaftliche Betreuung ARUS

§ 5 Ziele und Inhalte des Studiums

§ 6 Struktur und Dauer von ARUS

§ 7 Lehrveranstaltungen

§ 8 Leistungsnachweise im Vorbereitungsstudium

§ 9 Leistungsnachweise im Promotionsstudium

 

 

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die Studienordnung regelt die Ziele, Inhalte und Struktur des Internationalen Promotionsstudiums ARUS.

(2) Integraler Bestandteil von ARUS ist ein strukturiertes Veranstaltungs- und Betreuungsangebot.

 

§ 2 Studienausschuss von ARUS

(1) Der Studienausschuss setzt sich aus den am Forschungsstudium ARUS beteiligten Hochschullehrern des Profilschwerpunkts ‚Urbane Systeme‘ zusammen.

(2) Die Bestellung der Mitglieder des Studienausschusses erfolgt auf Antrag durch die zuständige Fakultät

(3) Der Studienausschuss regelt die Auswahl der Doktoranden als Voraussetzung für deren Zulassung durch die Promotionsausschüsse der beteiligten Fakultäten gemäß Zulassungsvoraussetzungen der jeweiligen Promotionsordnung (Vorauswahl durch den Studienausschuss)

(4) Der Studienausschuss entscheidet über den Verbleib der Promovenden in ARUS gemäß § 8 (7) und § 9 (8)

(5) Der Studienausschuss ist verantwortlich für die kooperative Betreuung der Doktoranden.

 

§ 3 Bewerbung zur Aufnahme in ARUS

(1) Zur Aufnahme in ARUS ist eine schriftliche Bewerbung und ein Aufnahmegespräch erforderlich. Die schriftlichen Bewerbungsunterlagen geben  Auskunft über die Thematik der angestrebten Dissertation in Form eines informativen, Arbeitsthema, Forschungsfrage und zentrale Forschungshypothese enthaltenden Exposés, über die bisherigen Studien- und Prüfungsleistungen, etwaige Forschungs- und Praxiserfahrungen und über die Sprachkenntnisse des Bewerbers.

(2) In der Vorauswahl wird die generelle Eignung der Bewerber wie folgt festgestellt:

Zunächst erfolgt eine formale Vorprüfung der eingereichten Unterlagen durch den/die Projektkoordinator/Projektkoordinatorin von ARUS.

Es folgt die Sichtung und Bewertung der formal korrekten und vollständigen Bewerbungsunterlagen (Abs. 1) durch alle Mitglieder des Studienausschusses.

Die vom Studienausschuss positiv begutachteten schriftlichen Bewerbungen lösen eine Einladung zu einem Aufnahmegespräch aus. An diesem Gespräch sind mindestens zwei Mitglieder des Studienausschusses beteiligt.

Auf Grundlage des positiv bewerteten Gesprächs erfolgt die Aufnahme der Kandidaten in die Vorschlagsliste des Studienausschusses. Diese Vorauswahl geht zur formalen Aufnahme der Bewerber/innen an den Promotionsausschuss der jeweils fachlich zuständigen Fakultät.

(3) Die Bewerbung zur Aufnahme in ARUS erfolgt in der Regel jährlich bis zum 30. April für das darauffolgende Wintersemester.


§ 4 Wissenschaftliche Betreuung in ARUS

(1) Die Verantwortung für die Betreuung des Doktoranden wird von den Professoren des Instituts für ARUS gemeinsam getragen. Jeder Doktorand bekommt einen Professor als Betreuer im Binnenverhältnis zugewiesen. Ein Wechsel der Betreuung ist mit Zustimmung des Studienausschusses möglich.

(2) Der Betreuer im Binnenverhältnis überwacht die inhaltliche Entwicklung der Forschungsarbeit und prüft nach Maßgabe eines Arbeitsplans den Fortschritt der Dissertation anhand von semesterweise durch den Promovenden / die Promovendin einzureichende Berichte über den Arbeitsfortschritt (Semesterberichte)


§ 5 Ziele und Inhalte des Studiums

(1) Durch das strukturierte Promotionsstudium im Internationalen Promotionsprogramm ARUS sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Integration der individuellen und spezifischen Dissertationsthemen in den übergeordneten fachlichen Rahmen des Profilschwerpunkts ‚Urbane Systeme‘,
  • Auseinandersetzung des Doktoranden mit allgemeinen bzw. mehr oder weniger verwandten Themen seines engeren Forschungsfeldes,
  • intensive Schulung des Doktoranden im Bereich fachlich fundierter Darstellung, Diskussion und Verteidigung wissenschaftlicher Theorien und Erkenntnisse,
  • Schärfung des Bewusstseins des Doktoranden für allgemeine urbanistische Fragestellungen durch die Einbindung in einen interdisziplinären und internationalen Forschungskontext am Profilschwerpunkt ‚Urbane Systeme‘.

(2) Als Ausbildungsprofil wird durch der fachlich kompetente und im interdisziplinären Dialog erfahrene „Stadtforscher“ angestrebt.

(3) Die fachlichen Schwerpunkte des Promotionsstudiums bilden die Lehrgebiete der beteiligten Professuren, insbesondere Stadtplanung und Städtebau, Britische Kultur- und Literaturwissenschaften, Transportsysteme und Logistik, Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft, Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit.

(4) Der Erwerb interdisziplinärer Kompetenz wird induktiv, über die Einzeldisziplinen, erschlossen, aber auch durch übergeordnete Veranstaltungen wie Kolloquien, Tagungen und Workshops erarbeitet.

 

§ 6 Struktur und Dauer von ARUS

(1) ARUS beginnt im ersten Fachsemester zum Wintersemester.

(2) ARUS besteht aus dem dreijährigen Promotionsstudium (Regelstudienzeit) und gegebenenfalls einem einjährigen Vorbereitungsstudium gemäß § 8.

(3) Begleitend zur eigentlichen Forschungstätigkeit ist der Doktorand verpflichtet, an spezifischen Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Umfang und Inhalt des Promotionsstudiums regelt § 9.

 

 

§ 7 Lehrveranstaltungen

(1) Vorlesungen stellen in konzentrierter Form ein Fachgebiet im Zusammenhang dar. Sie vermitteln Einführungs-, Grundlagen- und Überblickwissen.

(2) Die Seminare dienen der fachlichen Vertiefung und der induktiven Erschließung von Interdisziplinarität. Sie dienen darüber hinaus der kritischen Reflexion des Fachwissens und dem Erwerb von mündlicher Kommunikations- und schriftlicher Kompetenz.

(3) Zur Verbesserung der Forschungskompetenz werden Übungen zum wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere zu Forschungsmethoden und zum Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten angeboten

(4) Die zum Ende des dritten Semesters und zu Beginn des sechsten Semesters stattfindenden Promotionskolloquien dienen der Vorstellung und Diskussion der Themen der Doktorarbeit jedes einzelnen Doktoranden mit den Professoren und Doktoranden  von ARUS. Das zweite Kolloquium wird im Rahmen von Profor angeboten und wendet sich zusätzlich an ein regionales Fachpublikum aus Forschungseinrichtungen (‚Agora junger Forscher‘).

(5) Doktoranden von ARUS wird durch einen Wettbewerb die Möglichkeit eröffnet, akademische Lehrerfahrungen zu sammeln. Studierende des 4. oder 5. Semesters reichen dazu ein Lehrveranstaltungskonzept für ein Seminar an den Studienausschuss ein. Dieser wählt aus den eingegangenen Bewerbungen maximal 2 Kandidaten/innen aus und unterstützt die Erteilung eines bezahlten Lehrauftrags durch die fachlich zuständige Fakultät. Ein Doktorand von ARUS kann nicht mehr als einen Lehrauftrag erhalten.

 

 

§ 8 Leistungsnachweise im Vorbereitungsstudium

(1) Im Vorbereitungsstudium nimmt der Doktorand an Lehrveranstaltungen teil und qualifiziert das Exposé seines Forschungsvorhabens.

(2) Die zu belegenden Lehrveranstaltungen gliedern sich  eine fachlich einschlägige Vorlesung, eine Übung in wissenschaftlichen Arbeitsweisen und/oder wissenschaftlichen Methoden und  ein Seminar. Die Teilnahme an Vorlesung und Übungen ist zu testieren, das Seminar ist mit einem benoteten Schein abzuschließen.

(3) Die Erarbeitung und schriftliche Darstellung eines qualifizierten Exposés (mit einer eindeutigen Forschungsfrage, einem Forschungsüberblick, der Erläuterung der grundsätzlichen Methoden und gegebenenfalls der empirischen Basis des Dissertationsprojekts) stellen den Schwerpunkt des Vorbereitungsstudiums dar.

(4) Der Doktorand wählt aus dem Angebot der Lehrveranstaltungen unter Berücksichtigung seines Promotionsthemas in Absprache mit seinem Betreuer im Binnenverhältnis (Erstbetreuer) die zu belegenden Vorlesungen, Seminare und Übungen aus.

(5) Das Veranstaltungsangebot des Vorbereitungsstudiums speist sich in erster Linie aus der Lehre am Profilschwerpunkt ‚Urbane Systeme‘. Es können jedoch auch andere Lehrveranstaltungen an der Universität Duisburg-Essen oder an wissenschaftlichen Partnereinrichtungen des Profilschwerpunkts ‚Urbane Systeme‘ nach Absprache mit dem Betreuer belegt werden.

(6) Für den erfolgreichen Abschluss des Vorbereitungsstudiums müssen Leistungen erbracht werden. Für die Vorlesung und die Übungen ist dies jeweils ein Testat. Für das Seminar  ist dies eine Prüfung aus Referat und Hausarbeit, die durch einen benoteten Schein dokumentiert wird. Die erfolgreiche Erstellung des qualifizierten Exposés wird durch den Betreuer im Binnenverhältnis durch einen schriftlichen Vermerk  attestiert. Die Aufnahme in das  Hauptstudium von ARUS erfolgt durch den Abschluss des Vorbereitungsstudiums.

(7) Bestätigt der Betreuer die erfolgreiche Erstellung des qualifizierten Exposés nicht oder liegt ein Notendurchschnitt von schlechter als 2,5 vor, entscheidet der Studienausschuss über die Aufnahme in das Hauptstudium von ARUS.

 

 

§ 9 Leistungsnachweise im Promotionsstudium

(1) Das Promotionsstudium besteht aus einer Lehrphase (1. u. 3. Semester) und einer Forschungsphase (2. u. 4. Semester) sowie einer Schreibphase (5. und 6. Semester). In der Lehrphase werden vorrangig Lehrveranstaltungen besucht. In der Forschungsphase werden, abhängig von dem fachlichen Schwerpunkt der Dissertation, empirische Feldstudien, Literaturstudien, Laboranalysen usw. durchgeführt. Es folgt die zweisemestrige Schreibphase (5. u. 6. Semester) in welcher der Doktorand seine Thesen in Promotionskolloquium ‚ Agora junger Forscher‘ einer akademischen Fachöffentlichkeit zur Diskussion stellt und seine Dissertation schriftlich ausarbeitet.

(2) Die zu belegenden Lehrveranstaltungen gliedern sich in zwei Seminare, zwei Vorlesungen, eine Übung zu wissenschaftlichem Arbeiten und/oder Methoden, zwei Kolloquien (davon eines  als ‚Agora junger Forscher‘ im Rahmen von ‚Profor‘) und die aktive Teilnahme (Vortrag) an einer internationalen Forschungskonferenz im In- oder Ausland passend zum Thema der Dissertation. Über Ausnahmen entscheidet der Studienausschuss.

(3) Das Veranstaltungsangebot des Promotionsstudiums speist sich aus der Lehre am Profilschwerpunkt ‚Urbane Systeme‘. Es können jedoch auch andere Lehrveranstaltungen an der Universität Duisburg-Essen oder bei wissenschaftlichen Partnern von ARUS nach Absprache mit dem Erstbetreuer anerkannt werden.

(4) Leistungen, die in anderen Studiengängen oder Programmen, auch an anderen Universitäten der Region erbracht wurden, können vom Studienausschuss anerkannt werden, soweit die Gleichwertigkeit mit den Anforderungen in ARUS an der Universität Duisburg-Essen festgestellt ist.

(5) Für den erfolgreichen Abschluss des Promotionsstudiums müssen insgesamt acht Leistungsnachweise bzw. Testate  erbracht werden. Die Leistungen in den beiden Seminaren müssen benotet sein. Dafür sind Prüfungsleistungen in Form von Referaten und zugehörigen Hausarbeiten zu erbringen.  Der Notendurchschnitt beider Scheine muss mindestens 2,5 betragen. Die Teilnahme an den beiden Vorlesungen und an der Übung wird testiert. Die erfolgreiche Mitwirkung an beiden Promotionskolloquien und an der wissenschaftlichen Fachkonferenz wird  durch den Betreuer im Binnenverhältnis (Erstbetreuer)  testiert.

(6) Um die Interdisziplinarität des Promotionsstudiums sicherzustellen, müssen die Seminare aus zwei unterschiedlichen Lehrgebieten gemäß § 5 (3) gewählt werden.

(7) Für  die Eröffnung des Promotionsverfahrens gem. § 7 der Musterpromotionsordnung der Universität Duisburg-Essen ist dem Promotionsausschuss der zuständigen Fakultät ein Abschlusszeugnis vorzulegen, das den erfolgreichen Erwerb aller Scheine und Testate dokumentiert.

(8) Die kontinuierliche Überprüfung der Fortschritte im Promotionsstudium werden neben den Lehrveranstaltungen und Promotionskolloquien durch die Einreichung von Semesterberichten (Progress Reports) am Ende eines jeden Semesters gewährleistet.

(a) Der Doktorand reicht die Semesterberichte bei seinem Erstbetreuer ein. Dieser überprüft auch die Übereinstimmung mit dem Arbeitsplan des Kandidaten. Falls erforderlich bietet der Erstbetreuer dem Kandidaten einen Konsultationstermin zur Besprechung der weiteren Arbeitsschritte an.

(b) Sollten die Leistungen nicht ausreichend sein, berichtet der Betreuer dem Studienausschuss, um eine Entscheidung über den weiteren Verbleib des Doktoranden im Forschungsstudium ARUS gemäß § 2 (4) herbeizuführen.

(9) Voraussetzung für die Eröffnung des Promotionsverfahrens ist die erfolgreiche Absolvierung des Promotionsstudiums. Stellt der Studienausschuss dies fest, richtet sich das weitere Verfahren nach der jeweils einschlägigen Promotionsordnung.