Arbeitsgruppe „Projektorientierte Lehre“

Es spricht vieles dafür, Studierende an Projektarbeit heranzuführen: Sie lernen nicht nur wichtige Schlüsselqualifikationen, wie die Planung von Arbeitsprozessen, kennen, die sie in- und außerhalb der Hochschule gut gebrauchen können. Sondern sie können auch Erlerntes selbstständig in die Praxis umsetzen und so nachhaltig verinnerlichen. Für Lehrende bedeutet diese Herangehensweise eine Umstrukturierung Ihres Lehrverhaltens, nämlich von der reinen Wissensvermittlung zum beratenden Begleiten von Arbeitsprozessen.
In der Workshopreihe „Projektorientierte Lehre“ erfahren Sie mehr über die didaktischen Herausforderungen, Chancen und Herangehensweisen und können aktiv an ihrem Lehrprojekt arbeiten. Dabei soll es auch um die Einarbeitung kleinerer Projekte in die klassische Lehre gehen. Ergänzt wird das Expert/innenwissen durch kollegiale Beratung aus der Praxis.

Für diese Arbeitsgruppe kann kein Antrag mehr gestellt werden.

Termine:

06.12.2013, 9-16 Uhr // Mercator-Haus (Hülskens-Zimmer)
24.01.2014, 9-16 Uhr // Campus Essen, Raum SA 215
16.05.2014, 12.30-15 Uhr // Campus Essen
25.07.2014, 9-16 Uhr // Mercator-Haus (Hülskens-Zimmer)

Moderation: Cominovo

Inhalt

In Projektveranstaltungen sollen Studierende in der Regel nicht nur ihr Fachwissen vertiefen, sondern auch überfachliche Kompetenzen der Zusammenarbeit erlernen. Ausgehend von einem Problem oder einer Praxisanforderung werden von den Studierenden die zu beantwortende Fragestellungen und Ziele spezifiziert und bei der Bearbeitung die Inhalte weitgehend selbstgesteuert von den Studierenden erschlossen. Ihre Rolle als Lehrender wird dadurch vollkommen verändert, denn die Studierenden bestimmen selbst Wege und Tempo ihres Lernens. Doch an welchen Stellen haben Sie dann noch Zugriff auf den Lernprozess? Wie können Sie den Lernfortschritt überprüfen oder feststellen, ob jedes Teammitglied in die gemeinsame Arbeit involviert war? Im Workshop gehen wir u.a. diesen Fragen nach. Sie lernen dabei die Möglichkeiten der projektorientierten Lernformen kennen und Sie finden bei der Entwicklung eines eigenen Veranstaltungsentwurfs Wege für eine optimale Betreuung der Studierenden.

  • Projektorientiertes Lernen: lineares Modell, integratives Modell, aktionistisches Modell.
  • Selbststeuerung: Selbstorganisation der Studierenden, Planungsschritte, Meilensteine, Rolle des Lehrenden.
  • Soziales Lernen: Studentische Projektteams, Heterogenität und Interdisziplinarität, Beurteilung von Teamleistungen.
  • Projektorientiertes Lernen in Gruppen: Zusammenstellung der Gruppen, Gruppenprozesse fördern, Störungen im Gruppenprozess erkennen.
  • Bewertung von Leistungen: Prüfungsformen, begleitendes Prüfen und Leistungskontrolle, Bewertung von Gruppenergebnissen.
  • Curriculare Verankerung projektorientierten Lernens.

Methode

Die Workshops geben einen Überblick über die Rahmenbedingungen projektorientierter Veranstaltungen und bieten Raum für die Erstellung einer Veranstaltungsskizze, welche im kollegialen Austausch auf den Prüfstand gestellt wird. Die dabei entstehenden Fragen der Teilnehmenden werden im Workshop aufgegriffen und Lösungen für die Praxis erarbeitet.