Towards a Culture of Quality: Establishing Integrated Quality Management Systems (EIQMS)

Kurzdarstellung

Das im Rahmen der Programmlinie DIES-Hochschulpartnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern eingeworbene Projekt Establishing Integrated Quality Management Systems (EIQMS) ist ein Kooperationsprojekt des Zentrums für Hochchul- und Qualitätsmanagement (ZfH) der Universität Duisburg-Essen mit der Egerton University in Kenia und der St. Augustine University in Tansania.

Unter der Prämisse Towards a Culture of Quality geht es im Rahmen des bis 2017 geförderten Projektes um den Aufbau von Strukturen für integrierte Qualitätsmanagementsysteme an den beiden Partnerhochschulen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Einführung von Evaluationsverfahren an Fakultäten sowie auf der Konzeptualisierung und Durchführung von Absolventenstudien. Das ZfH schult und berät die beiden Kooperationspartner zu Themen wie die Erstellung von Selbstberichten, Gutachterverfahren, Curriculum-Entwicklung sowie den Aufbau einer verlässlichen methodischen und technischen Infrastruktur für eine qualitative Auswertung und Analyse von Daten.

Hintergrund und Projektziele

Seit 2006 finden in der Ostafrikanischen Region (Kenia, Tansania, Uganda, Burundi und Ruanda) unterschiedliche Aktivitäten zur Weiterentwicklung hochschulinterner Managementstrategien und zur Implementierung von Reformprozessen im Rahmen der DIES-Prgrammlinie statt. DIES (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies) wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Hochschulrektorenkonferenz gemeinsam durchgeführt und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) finanziert. Der Inter-University Council for East Africa (IUCEA), ein Verbund von Hochschulvertretern und regionalen Regulierungsbehörden, ist hierbei fester Kooperationspartner.

Die Partnerhochschulen im Projekt EIQMS sind im Rahmen der DIES-Aktivitäten Mitwirkende der ersten Stunde und verfügen über grundlegende Erfahrungen und Instrumente für den Aufbau integrierter Qualitätsmanagementsysteme. EIQMS soll vorhandene Erfahrungen und Strukturen aufgreifen und die Umsetzung konkreter Qualitätssicherungsprozesse an den beiden Partnerhochschulen anstoßen und begleiten. Hieraus ergeben sich folgende Projektziele:

  1. Entwicklung von Kompetenzen innerhalb der Partnerhochschulen im Bereich Qualitätsmanagement
  2. Expertenaustausch und Kompetenzentwicklung im Bereich Curriculumentwicklung und Akkreditierung
  3. Pilotierung und nachhaltige Etablierung von internen Evaluationen und externen akademischen Begutachtungen von Fakultäten oder Studienprogrammclustern
  4. Entwicklung und Durchführung von Absolventenstudien
  5. Aufbau und Nutzung verlässlicher methodischer wie technischer Infrastruktur für Datenanalyse und Qualitätsentwicklung

Projektaktivitäten

Im Rahmen der DIES-Partnerschaft EIQMS wird ein Ansatz verfolgt, der Kompetenzentwicklung hinsichtlich verschiedener Instrumente und Verfahren im Bereich Qualitätsmanagement an Hochschulen mit der konkreten Umsetzung und Erprobung neuer Elemente des Qualitätsmanagements an den Partnerhochschulen in Kenia und Tansania verbindet. So sollen an den Hochschulen längerfristig integrierte Qualitätsmanagementsysteme entstehen, die sinnvolle Verknüpfungen zwischen bestehenden und neu zu entwickelnden Elementen aufweisen.

Im Rahmen von insgesamt 8 Arbeitspaketen werden die jeweils an den Partnerhochschulen verantwortlichen Akteure zunächst mit den theoretischen Grundlagen und Modellen sowie Instrumenten des Qualitätsmanagements an Hochschulen vertraut gemacht, um anschließend konkret die Durchführung von internen wie externen Evaluationsverfahren auf Fakultäts- oder Studienprogrammcluster-Ebene vorzubereiten. Kern des Projekts ist schließlich die Durchführung zweier Evaluationen mit internen und externen Komponenten, sowie die Durchführung einer Absolventenstudie an jeder Partnerhochschule.

Arbeitseinheiten und Diskussionen finden im Rahmen von insgesamt vier Workshops statt, die die Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit ihren Partnern gestaltet. Zu den Trainingsworkshops sind neben den Mitgliedern des Projektkonsortiums jeweils eine weitere Person mit Leitungsfunktion (Dekan/in, Dezernent/in), ein/e Professor/in sowie zwei Nachwuchswissenschaftler/innen eingeladen. Die Implementierung der Evaluationsverfahren und der Absolventenstudien wird in Form von Vor-Ort-Coachings in Ostafrika begleitet. Darüber hinaus soll eine Online-Plattform entstehen, die den Projektpartnern den kontinuierlichen Austausch während der Planungs- und Durchführungsphasen erleichtert.