Gender Mainstreaming - Kompetenzentwicklung für Lehre und Studium

Mit Gender Mainstreaming Hochschule in Studium und Lehre kompetent entwickeln an der UDE!

Das Projekt "Mit Gender Mainstreaming Hochschule in Studium und Lehre kompetent entwickeln an der UDE!" wird durch Mittel aus dem Innovationsfond des Landes NRW für Erfolge in der Gleichstellung finanziert und verfolgt drei Ziele:

1. Die Kompetenzentwicklung der Akteursgruppen in Studium und Lehre wie Lehrende, Studiengangsentwickler/inn/en, studentische Multipli­kator/inn/en in Aspekten der gendersensiblen Gestaltung von Strukturen und Interaktionsmuster im Hochschul­bereich zu stärken und unterstützen.

2. Die UDE zu einem Netzwerkknoten für die Hochschuldidaktische Diskussion mit einem Expert/inn/enkreis: Genderkompetenz in Studium und Lehre auszubauen, indem am ZfH ein Interaktionsraum für den Expert/inn/enaustausch eröffnet und ggf. implementiert wird.

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3. Die Erweiterung des Genderportals als Forum für hochschuldidaktische Materialien zum Gender Mainstreaming und zur Kompetenzentwicklung in Stu­dium und Lehre für die Netzwerker/inn/en und interessierte Nutzer/inn/en. Hierbei stärken wir insbesondere das Themenfeld Gender und Technik:

Die techni­kwissen­schaftlich orientierten Studiengänge haben kaum ausreichend akademischen Nachwuchs. Dies wird nicht zuletzt dadurch bedingt, dass Technik kaum als Unterrichtsfach an Schulen implementiert wurde und dadurch eine be­sondere Lücke vom Übergang von der Schule zur Hochschule entsteht. Ziel ist es, das Potential weiblichen aka­demischen Nachwuchses für die Ingenieur­wissen­schaften zu nutzen. Von einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis in der Studierenden­schaft sowie gendergerechten Konzepten profitieren die Studien­an­gebote und die Studierenden insgesamt. Beispielsweise zeigen sich dort geringere DropOut-Quoten und eine größere Zufriedenheit mit dem Studium. Ent­sprechende empirische Erkenntnisse und Strategien zur Umsetzung für Hoch­schul­praxis werden für das Genderportal aufbereitet und zur Ver­fügung gestellt. Hiermit leisten wir einen Beitrag zur Entwicklung fachkulturell spezifischer gender­sensibler Aspekte.

 

Bausteine & Ergebnisse

1. Fachtagungen: „Gender als Indikator für gute Lehre" - Anforderungen und Aufgaben für das Gender Main­streaming in der Hochschul­entwicklung für Studium und Lehre

Die Tagungen in den Jahren 2008 und 2010 boten der Hochschulleitung, den Lehrenden und den Stu­die­renden Raum für Vorträge und Diskussionsforen zu Anforderungen und Aufgaben für das Gender Main­streaming in der Hochschulentwicklung für Studium und Lehre. Zentrale Themen waren innovative Lehr/Lernkonzepte, Curriculums­ent­wick­lung, verän­derte An­forderungen an Stu­die­ren­de und Lehrende, stu­den­tische Lern­umgebungen, Faculty Deve­lop­ment etc. sein.

2. Netzwerken
Expert/inn/en für Genderkompetenz gründeten eine bundes­weite Arbeitsgruppe. Ziel ist die Entwicklung von gleichstellungsorientierten didaktischen Qualitätsstandards für den Hoch­schul­bereich. Der "Expert/inn/enkreis: Genderkompetenz in Studium und Lehre" trifft sich regelmäßig an der Universität Duisburg-Essen.

Der Hoch­schulstandort Duisburg-Essen ruft damit für sich und die beiden Allianz­hoch­schu­len ein (Experten-)Forum , in dem der inner- und außer­univer­sitäre Aus­tausch zum Gender Mainstreaming konkret für den Bereich der Kompetenzentwicklung der Akteursgruppen ge­fördert wird. Dieser anwendungsorientierte Bereich ist bisher nicht an den Schwesterhochschulen ver­treten, vom Netzwerk Frauenforschung NRW und dem HDZ der Universität Dortmund wurde bisher in der Hochschul­forschung zu angrenzenden Themenbereichen geforscht. In der Hochschuldidaktik gibt es bundesweit keine systematische Netzwerkbildung für diesen Bereich.

Das Buch zur Fachtagung 2008 finden Sie hier.

3. Erweiterung des Genderportals als Forum für hochschul­didaktische Materialien zur Genderkompetenz und Gendertrainings im Hoch­schulbereich

Im Rahmen des Projektes werden zusätzliche Bausteine für das Genderportal entwickelt, kontinuierlich Materialien erstellt, entsprechend Dokumentationen über das Projekt ver­fasst, Beiträge externer Kolleg/inn/en ggfls. eingeworben. Es werden Empfehlungen für Lehrende entwickelt, die unter Berücksichtigung fachkultureller Aspekte die praktische Arbeit des Lehrpersonals unterstützen und zu einer geschlechtergerechten Didaktik anregen.

Die bisherigen Ergebnisse zum Thema Gender in natur- und technikwissenschaftlichen Studiengängen finden Sie hier.

Weiterführende Links zum Thema Hochschuldidaktik im Gender-Portal

http://www.uni-due.de/genderportal/lehre_hochschuldidaktik.shtml
http://www.uni-due.de/genderportal/lehre_hochschuldidaktik_tipps.shtml

Literatur

Der Tagungsband mit dem Titel "Gender als Indikator für gute Lehre. Erkenntnisse, Konzepte und Ideen für die Hochschule" ist 10/2009 im Verlag Budrich UniPress erschienen. Die Herausgeberinnen sind Nicole Auferkorte-Michaelis, Ingeborg Stahr, Anette Schönborn und Ingrid Fitzek.

ISBN: 978-3-940755-34-6 
229 Seiten
Preis: 24,90 Euro

Weiterführende Publikationen

Kamphans, Marion/Auferkorte-Michaelis, Nicole (Hg.) (2007): Gender Mainstreaming - Konsequenzen für Forschung, Studium und Lehre, Studien Netzwerk Frauen­forschung NRW, Band 8, Dortmund

Auferkorte-Michaelis, Nicole/Metz-Göckel, Sigrid/Wergen, Jutta/Klein, Annette (2006): Junge Elternschaft und Wissenschaftskarriere. Wie kinderfreundlich sind Wissenschaft und Universitäten? In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Heft 4/2005, S. 14 - 23

Kamphans, Marion/Auferkorte-Michaelis, Nicole: Das „Dortmunder Modell" - Im­plementierung von Gender(Mainstreaming) in Studium und Lehre. In: Burck­hardt, Anke/König, Karsten (Hrsg.): Zweck­bündnis statt Zwangsehe. Gender Main­streaming und Hochschulreform. Veröffentlichung im Rahmen der Fach­tagung „Gender Mainstreaming - vom Verwaltungshandeln zum akademischen Selbst­verständnis", Institut für Hochschulforschung e.V. Halle-Wittenberg, Lemmens, Bonn 2006

Klees-Möller, Renate/Petersen, Renate/Schönborn, Anette: Gender Mainstreaming-Strategie in der Hochschul- und Qualitätsentwicklung an der Universität Duisburg-Essen - Das Beispiel Meduse, in: Kamphans, Marion/Auferkorte-Michaelis, Nicole (Hg.) (2007): Gender Mainstreaming - Konsequenzen für Forschung, Studium und Lehre, Studien Netzwerk Frauen­forschung NRW, Band 8, Dortmund