Barrierefreiheit

Das ZIM hat in Zusammenarbeit mit der Pressestelle neue Einstiegsseiten für die Webpräsenz der Universität entwickelt. Wichtiges Thema ist dabei die Barrierefreiheit, die die Universität laut Gesetz für alle Webprojekte bis zum Ende des Jahres 2008 realisieren muss. Für neue Webprojekte ist dies bereits seit 2005 Pflicht.

Barrierefreiheit bedeutet, ein Web ohne Barrieren zu gestalten. Jeder muss jeden Inhalt lesen und jede Bedienoberfläche nutzen können. Auch Menschen mit Sinnes- und Körperbehinderungen müssen ohne Probleme im Netz surfen können. Dabei dürfen bestimmte Techniken der Programmierung keine Barriere bilden.

Wichtige Gestaltungsmerkmale

  • Inhalte von Webseiten müssen geräteunabhängig dargestellt werden können, dabei nicht unbedingt identisch aussehen. Beispielsweise muss eine Seite sowohl mit der Maus als auch alternativ mit der Tastatur bedient werden können, Inhalte müssen auch auf kleinen Displays bzw. in Braille-Zeilen lesbar oder per ScreenReader vorlesbar sein.
  • Inhalte müssen im Wesentlichen dieselben auditiven und visuellen Funktionen bereitstellen also für jedes akustische Signal muss eine entsprechende optische Darstellung angeboten werden und umgekehrt.
  • Grafiken müssen durch sinnvolle Alternativtexte auch für Blinde erfassbar gemacht werden, was besonders wichtig ist wenn sie als Navigationslink benutzt werden.
  • Text und Grafik müssen auch verstanden werden, wenn sie ohne Farbe betrachtet werden z.B durch eine sinnvolle Auswahl der Farbkombinationen.
  • Farbfehlsichtigkeiten sind bei der Festlegung der verwendeten Farben grundsätzlich zu berücksichtigen.
  • Tabellen müssen so gestaltet werden, dass sie mit verschiedenen Browsern dargestellt, ihre Inhalte z.B. mit aussagekräftigen Zusammenfassungen versehen und genutzt werden können.
  • Webseiten müssen auch dann durch alternative Informationsvermittlung zugänglich gemacht werden, wenn neuere Technologien von der Zugangssoftware noch nicht unterstützt werden.
  • Bewegung, Blinken, Scrollen oder Auto-Aktualisierungen müssen angehalten oder gestoppt werden können. Ist dies nicht möglich, muss auf diese Effekte verzichtet werden.
  • Texte müssen in relativen Schriftgrößen erstellt werden. Nicht nur Sehbehinderte, auch ältere Menschen haben mit kleinen Schriftgrößen Probleme und müssen diese daher individuell wählen können.
  • Die Bedienung von Seitenelementen muss mit verschiedenen Geräten möglich sein.
  • Webanwendungen müssen auch ohne Java, JavaScript, Flash etc. nutzbar sein.
  • Fehlende Usability kann zu einer Medienbarriere führen, ist daher zu minimieren bzw. zu vermeiden.

Der Weg zur Barrierefreiheit

Angesichts der mit der Forderung nach Barrierefreiheit verbundenen Restriktionen und Regeln muss ein Weg gefunden werden, den Anforderungen zu genügen. Eine erste Übersicht der notwendigen Schritte sieht z.B. für das vom ZIM zur Verfügung gestellte zentrale Content-Management-System IMPERIA wie folgt aus:
 
  • Erarbeitung / Festlegung eines barriefreien Basis-Layouts sowie geeigneter Stylesheets,
  • Template-und Flexmodul-Entwicklung,
  • globales Reparsen aller Dokumente, die den zentralen Webauftritt der UDE betreffen und automatisiert erneuert werden können,
  • überarbeiten aller Dokumente im Hinblick auf Navigations-/Bedienbarrieren, Ergänzung fehlender Zusatzinformationen (Text, Audio, Video) und leichte Verständlichkeit i.S.d. Barrierfreiheit.

Angesichts der Fülle des zu leistenden Aufwandes wurde im Web Content Accessibility Guidelines 1.0 (WCAG) eine Checkliste zusammengestellt, die die Anforderungen in 3 Prioritätsstufen unterteilt, die beginnend mit der Priorität 1 umzusetzen sind.

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