ZMB News

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Forschungsprojekt zur Faltung von DNA-Strukturen

Origami von Biomolekülen

[28.03.2019] Die Kunst des Faltens („Origami“) gibt es auch in der Natur: die langen DNA-Einzelstränge werden nicht nur in der Biotechnologie mehrdimensional gefaltet – die Molekülketten mit den Erbinformationen können sich sogar selbst falten. Was dahinter steckt, hat die Chemikerin Dr. Barbara Saccà vom ZMB erforscht und nun in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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© UDE/UK Essen

Für aggressive Hautkrebsart

Neuer Biomarker

[28.01.2019] Das Merkelzell-Karzinom ist ein seltener, aber sehr aggressiver Hautkrebs, der durch ein Virus oder durch UV-Licht ausgelöst wird. Einen Biomarker, mit dem der Therapieerfolg und eventuelle Rückfälle ohne Gewebeentnahme überwacht werden können, haben nun Wissenschaftler des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und dem Universitätsklinikum Essen entdeckt.

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Nanopartikel beeinflussen Darm-Mikrobiom

Du bist, was du isst

[23.01.2019] Krankheiten beginnen im Darm – dass wusste schon Hippokrates. Doch wie beeinflussen Nanopartikel in unseren Lebensmitteln die Magen- und Darmflora?  Professorin Dr. Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen (UDE) stellte mit ihrem Team den Gang der Nanoteilchen im Darm nach.

Alle Mikroorganismen im menschlichen Körper, darunter auch die als Darmflora bekannten Darmbakterien, wirken sich auf unser Wohlergehen aus. Sie beeinflussen Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, Fettleibigkeit und Allergien. Umweltfaktoren, wie die Einnahme von Medikamenten und vor allem die Ernährung, also beispielsweise auch mit technischen Nanopartikeln versetzte Lebensmittel, haben einen starken Einfluss auf die Vielfalt im Verdauungstrakt – und damit auf unsere Gesundheit. Hersteller sind verpflichtet enthaltene Nanopartikel zu kennzeichnen.

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© UDE/Matthias Gunzer, Annika Grüneboom

Newly discovered

Blood Vessel System in Bones

[21.01.2019] A previously unknown network of fine capillaries directly connecting the bone marrow with the circulation of the periosteum has been discovered by a team of scientists led by Prof. Matthias Gunzer and Dr. Anja Hasenberg from the Institute for Experimental Immunology and Imaging at the University Hospital of the University Duisburg-Essen (UDE) in Germany.

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© Pixabay

Erfolg im Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW

Verstärkt Gold die Strahlenwirkung?

[16.01.2019] Um Kinder mit Hirntumoren künftig besser behandeln zu können, erhält ein Forschungskonsortium 810.000 Euro aus dem Leitmarktwettbewerb „LifeSciences.NRW“. Projektleiterin ist Prof. Dr. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und ärztliche Leiterin des Westdeutschen Protonentherapiezentrums (WPE) des Universitätsklinikums Essen.

Werden Tumoren gezielt mit Protonen bestrahlt, kann umliegendes gesundes Gewebe geschont werden. „Dies ist gerade bei jungen Kindern sehr wichtig, die z.B. wegen eines Hirntumors intensiv behandelt werden müssen, deren ganzer Körper aber noch wächst“, so Prof. Timmermann. Mit den Fördermitteln soll nun ein neuer Therapieansatz (SYNGOPRO) entwickelt werden, bei dem die Protonenbestrahlung mit örtlich verabreichten Goldnanopartikeln kombiniert wird.

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Mit Nanopartikeln gegen multiresistente Keime

Kleiner, aber effizienter Trick

Sauer macht wirksam: Mit einem einfachen Trick könnten nanobasierte Antibiotika künftig effektiv gegen multiresistente Keime in Kliniken eingesetzt werden. Das haben Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) kürzlich herausgefunden und ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift „Materials Today" veröffentlicht.

Prof. Shirley Knauer: „Wenn der pH-Wert in der Umgebungsmatrix angepasst wird, steigert dies die antibakterielle Effektivität der Nanopartikel entscheidend. Mit diesem einfachen Trick lösen wir die Wirkblockade, die durch angelagerte Proteine aus der Wundumgebung ausgelöst wurde.“

1st European Symposium on Myeloid Regulatory Cells in Health and Disease

The first European Symposium on Myeloid Regulatory Cells in Health and Disease took place on November 1–3, 2018 at the University Hospital Essen. 160 renowned scientists from 23 countries came together to present and to discuss the most recent developments in the field and to improve the international exchange. The clear focus of the conference allowed to dicuss specific properties of the myeloid regulatory cells in a European conference for the first time, which was very much appreciated by all participants. The conference was chaired by ZMB member Prof. Dr. Sven Brandau, head of the research division of the Department of Otorhinolaryngology at the University Hospital Essen.
Myeloid cells with regulatory function (e.g. myeloid suppressor cells, regulatory macrophages, or tolerogenic DC) have been shown to be detrimental in infections, inflammation and cancer, but have become a promising therapeutic tool to treat autoimmune diseases, severe allergies, or to improve transplantation outcomes.
Please find the post conference report (German only) by downloading this PDF.

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Neues Medikament gegen altersbedingte Erblindung

Ziel in Sicht: therapeutischer Wirkstoff

[13.12.2018] Wenn Buchstaben oder Gesichter nur noch verschwommen oder verzerrt gesehen werden, kann dies mit der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu tun haben. Neue Wirkstoffe, um die hierzulande mit Abstand häufigste Erblindungsursache behandeln zu können, entwickelt ein neues Forschungsprojekt* der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit der Lead Discovery Center GmbH (LDC).

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Projekttitel:
Inhibitoren der Serinprotease HTRA1 zur Behandlung der altersabhängigen Erblindung.

DFG fördert modernste Technologie Lichtblattmikroskop

[12.12.2018] Ein Lichtblattmikroskop der neuesten Bauart wird ab 2019 der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zur Verfügung stehen. Prof. Dr. Matthias Gunzer, Direktor des Instituts für experimentelle Immunologie und Bildgebung, konnte dafür rund 690.000 Euro bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einwerben.

„Damit wird es nun am Universitätsklinikum Essen möglich sein, menschliches oder tierisches Gewebe in nie dagewesener Qualität dreidimensional sichtbar zu machen“, so Prof. Gunzer. Durch verbesserte optische Eigenschaften und neue Auswertealgorithmen können auch feinste Details in den Bildern sichtbar gemacht werden.

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Krankheitsverlauf bei Neuroblastomen

Telomere sind entscheidend

[07.12.2018] Bestimmte Elemente („Telomere“) im Erbgut erkennen das Alter einer Zelle und sorgen dafür, dass sich Körperzellen nur dann teilen, wenn es nötig ist. Fällt dieser Mechanismus aus, können Zellen "unsterblich" werden. Fatal ist dies bei Krebszellen, die Telomere unbeschränkt stabilisieren können. Die molekularen Ursachen hierfür untersuchten jetzt Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit Kollegen aus Köln, Heidelberg und Berlin bei jungen Patienten mit Neuroblastomtumoren. Ihre Ergebnisse stehen in der aktuellen Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins Science.

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Publication: Ackermann S, Cartolano M, Hero B, Welte A, Kahlert Y, Roderwieser A, Bartenhagen C, Walter E, Gecht J, Kerschke L, Volland R, Menon R, Heuckmann JM, Gartlgruber M, Hartlieb S, Henrich KO, Okonechnikov K, Altmüller J, Nürnberg P, Lefever S, de Wilde B, Sand F, Ikram F, Rosswog C, Fischer J, Theissen J, Hertwig F, Singhi AD, Simon T, Vogel W, Perner S, Krug B, Schmidt M, Rahmann S, Achter V, Lang U, Vokuhl C, Ortmann M, Büttner R, Eggert A, Speleman F, O'Sullivan RJ, Thomas RK, Berthold F, Vandesompele J, Schramm A, Westermann F, Schulte JH, Peifer M, Fischer M.
A mechanistic classification of clinical phenotypes in neuroblastoma.
Science
. 2018 Dec 7;362(6419):1165-1170.

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Förderung für Retinoblastomforschung Wenn Augentumoren wiederkommen

[14.11.2018] Das Retinoblastom ist der häufigste Augentumor bei Kindern weltweit. Man kann die Erkrankung zwar relativ gut behandeln, allerdings muss mit gravierenden Nebenwirkungen gerechnet werden, etwa im Bereich der Sehkraft, und es kann ein Rückfall drohen. Mit den Therapieresistenzen bei humanen Retinoblastomen befasst sich ein Forschungsprojekt an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), das mit 122.500 Euro von der Else-Kröner-Fresenius Stiftung unterstützt wird.

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Neues Programm für forschende Ärzt*innen UMEA: Exzellenz in der Medizin

[18.10.2018] Wie kommen neue medizinische Erkenntnisse ans Krankenbett? Durch klinisch forschende Ärztinnen und Ärzte. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) werden diese künftig durch ein neues Förderprogramm unterstützt, damit klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten besser miteinander vereinbart werden können.

Das Programm „Exzellenz in der Medizin: Clinician Scientist Academy der Universitätsmedizin Essen“ (UMEA) wird in den kommenden drei Jahren mit rd. 2,6 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen.

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[27.09.2018] Schlaganfallpatienten haben oft eine halbseitige Lähmung sowie Sensibilitäts-, Sprach- oder auch Sehstörungen. Dass sich das geschädigte Gehirn mithilfe eines blockierten Rezeptors deutlich schneller und besser erholt, haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt herausgefunden. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des renommierten Journals „Stroke“ veröffentlicht.

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© Sasha Ediger, Stephan Barcikowski

Neue Hoffnung, wenn Antibiotika versagen Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

[17.09.2018] Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

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Ultrastruktur perineuronaler Netzwerke geklärt Schlaganfall: Wie sich das Gehirn repariert

[23.08.2018] Wie verändert sich die Hirnstruktur, wenn sich das Gehirn nach einem Schlaganfall wieder regeneriert? Das konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultäten der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Ruhr Universität Bochum (RUB) mithilfe neuartiger Mikoskopietechnik erstmals detailliert beschreiben. Ihre Erkenntnisse hat das renommierte Journal Matrix Biology* veröffentlicht.

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© UKE

DFG fördert Forschung zu chronischen Infektionen Wie kämpfen Immunzellen gegen Viren?

[24.07.2018] Wie arbeiten Immunzellen bei der Bekämpfung von Virusinfektionen zusammen? Und was verändert sich, wenn diese chronisch sind? Das untersuchen Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) in den kommenden drei Jahren. Ihr Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit mehr als 500.000 Euro gefördert.

Die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie, und Prof. Dr. Matthias Gunzer, Direktor des Instituts für experimentelle Immunologie und Bildgebung, arbeiten dafür eng zusammen. Ihr Interesse gilt der chronischen Infektion mit dem Friend-Retrovirus, der Virusfamilie zu der auch HIv gehört.

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© PNAS & authors 2018

[09.07.2018] Sie sind winzig klein und in der Luft allgegenwärtig: Schimmelpilzsporen. Wenn Immungeschwächte sie einatmen, riskieren sie eine gefährliche Infektion. Dass auch Nanopartikel in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen, hat jetzt eine Forschungsgruppe herausgefunden, an der auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) maßgeblich beteiligt ist.
Die Molekularbiologin Prof. Shirley Knauer erläutert: „Wir haben entdeckt, dass ultrafeine Partikel die Oberfläche von Pilzsporen so ummanteln können, dass sie von der Immunabwehr übersehen werden. Dann steigt das Risiko für eine schwere Infektionskrankheit natürlich deutlich an.“ Die neuen Erkenntnisse zur Wechselwirkung von Nanopartikeln mit Pilzsporen sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences USA" veröffentlicht.

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Group of Computational Biochemistry Dr. Yasser Ruiz-Blanco awarded

Dr. Yasser Ruiz-Blanco of the group of Professor Elsa Sánchez-García is awarded by the Young Investigator Support Program of the CRC 1279  "Exploiting the Human Peptidome for Novel Antimicrobial and Anticancer Agents”.

The award is doted with 10 000 EUR for the development of innovative research ideas.

Congratulations Yasser!

© privat

Humboldt-Stipendiatin in der Organischen Chemie

Chemische Werkzeuge für Gene

[09.05.2019] Gen-Defekte können schwere Krankheiten verursachen. Bisher gibt es jedoch kaum chemische Werkzeuge, die einzelne Gene ablesen und blockieren können. Solche molekularen Bausteine entwickelt Dr. Nahid Sadeghi Alavijeh (30), die derzeit Gast bei Prof. Dr. Thomas Schrader in der Organischen Chemie ist. Ihr Aufenthalt wird über ein Georg Forster-Forschungsstipendium für Postdoktoranden der Alexander von Humboldt-Stiftung finanziert.

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UA Ruhr startet Promotionskolleg RIMUR

Freiraum für medizinische Forschung

[26.02.2019] Ohne klinische Forschung bleibt der medizinische Fortschritt auf der Strecke: Wissenschaftliche Innovationen können nicht in den Alltag überführt werden. Doch der wissenschaftlich aktive Ärztenachwuchs sinkt dramatisch. Deshalb rufen die Medizinischen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) zum 1. März das Promotionskolleg RIMUR ins Leben. Das Mercur Research Center Ruhr (MERCUR) fördert das Programm über drei Jahre mit rund einer halben Million Euro.

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