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[08.12.2017] Millionen Menschen aus aller Welt flüchteten sich in den vergangenen Jahren nach Deutschland. Oft bringen sie auch Blut- und Stammzellen mit Eigenschaften mit, die hier sehr selten sind. Erkranken sie z.B. an Leukämie, gibt es für sie bisher kaum passende Spender. Ändern will dies das Projekt BluStar.NRW (Verbund zur Typisierung potentieller Blut- und Stammzellspender unter Flüchtlingen und Migranten in NRW).

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[28.11.2017] Die nächsten vier Jahre sind gesichert: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gab jetzt bekannt, dass der Sonderforschungsbereich (SFB) 1093 „Supramolekulare Chemie an Proteinen“ an der Universität Duisburg-Essen (UDE) verlängert wird.

Im April 2014 an den UDE-Fakultäten für Chemie und Biologie eingerichtet, beteiligt er auch das Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund. Und das Team wird noch größer: Zu den bisherigen 15 Arbeitskreisen kommen drei neue Arbeitsgruppen aus der UDE und der Universität Düsseldorf. Sie erhalten für die nächste Förderperiode knapp zehn Millionen Euro.

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© Florian Schmitzberger

Was passiert im Inneren einer Zelle, wenn sie sich teilt? Genauere Aufschlüsse darüber haben Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE) anhand von Hefe gewonnen und eine detaillierte dreidimensionale Karte erstellt. Ihre Resultate wurden jetzt im renommierten EMBO Journal veröffentlicht.

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© Perihan Nalbant

[24.10.2017]  Wenn man nichts sieht, muss man sich herantasten – dies gilt auch für einzelne Zellen. Welche molekularen Abläufe dafür verantwortlich sind, haben jetzt zwei Arbeitsgruppen von der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Technischen Universität Dortmund (TU Dortmund) herausgefunden.

Die Forscher um Prof. Dr. Perihan Nalbant (UDE) und Priv.-Doz. Dr. Leif Dehmelt (TU Dortmund/Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie) identifizierten einen Mechanismus, mit dem menschliche Zellen die elastischen Eigenschaften ihrer Umgebung ertasten können. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im renommierten Journal of Cell Biology veröffentlicht.

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[11.09.2017 ] Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Krebserkrankungen. Mit insgesamt 1,3 Millionen Euro fördert die Deutsche Krebshilfe ein neues Verbundprojekt, um zu erforschen wie Therapieresistenzen bei dieser Krebsart verhindert werden können.

Das Projekt startet am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) des Universitätsklinikums Essen und fünf weiteren Standorten. Geleitet wird es von Prof. Jens Siveke, der an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Professur für Translationale Onkologie des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) innehat.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit der höchsten krebsbedingten Sterblichkeit. Besonders das sogenannte duktale Pankreaskarzinom ist kaum behandelbar, weil die Tumorzellen gegen verfügbare Medikamente schnell resistent werden. „Nahezu jeder Patient entwickelt im Verlauf der Behandlung Resistenzen gegenüber einer Chemotherapie oder ist schon zu Beginn der Therapie resistent“, sagt Prof. Jens Siveke.

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Prof. Dr. Elsa Sánchez García ist neu an der UDE

Biochemische Simulation

von Dr. Alexandra Nießen | 29.06.2017 |

Wie Moleküle wichtige physiologische Prozesse steuern, ist ein zentrales Forschungsthema von Dr. Elsa Sánchez García (40). Sie wurde jetzt auf die Professur für Computational Biochemistry an der Fakultät für Biologie der Universität Duisburg-Essen (UDE) berufen.

Wie Moleküle miteinander interagieren, ist für viele chemische und biologische Prozesse wichtig, sei es für die Proteinfaltung oder Enzymreaktionen. Methodisch greift Professorin Sánchez García auf Computersimulationen zurück, entwickelt Modelle für die untersuchten chemischen und biochemischen Prozesse und erarbeitet daraus Vorschläge für die experimentellen Kooperationspartner. Wenn mehr über die Wechselwirkungen zwischen Molekülen bekannt ist (z.B. Proteinen oder Arzneistoffen), könnten u.a. pathologische Vorgänge besser verstanden und behandelt werden.

Sánchez Garcías Forschung ist Teil des Programms „Molecular and Chemical Cell Biology“ des Zentrums für Medizinische Biotechnologie (ZMB). Es ist interdisziplinär ausgerichtet und verbindet die molekulare Zellbiologie und Genetik mit Chemie und struktureller Biologie.

Elsa Sánchez García studierte Chemie bis 1999 an der University of Havanna, an der sie im Anschluss drei Jahre lehrte. 2002 ging sie nach Deutschland ans Max-Planck-Institut für Strahlenchemie, wurde 2006 mit Auszeichnung an der Universität Bochum promoviert und forschte dort bis 2008 als Postdoktorandin. Danach wechselte sie für zwei Jahre ans Mülheimer Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, wo sie von 2010 bis 2017 eine Forschungsgruppe leitete. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. rer. nat. Elsa Sánchez García, Tel. 0201/183-3839, elsa.sanchez-garcia@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-1487

 

von Julia Weiler | 06.09.2017 |

Unwillkürliche Bewegungen sind ein markantes Symptom der Chorea Huntington. Die erbliche Krankheit setzt schleichend ein, aber beeinträchtigt die Betroffenen früher oder später massiv und führt letztendlich zum Tod. Ein wirksames Medikament existiert bislang nicht.

Forscher der RUB und der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun einen potenziellen Ansatz für eine Therapie entdeckt. Ursache der Chorea Huntington ist ein Defekt im Huntingtin-Gen, in dem eine bestimmte Gensequenz wiederholt auftritt – zu viele Wiederholungen lösen die Krankheit aus. Das Huntingtin-Gen enthält den Bauplan für das gleichnamige Protein. Krankhafte Huntingtin-Proteine verklumpen, und diese Aggregate wirken toxisch.

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[09.06.2017] Wasser schmeckt selten sauer. Aber gerade die Rezeptoren für diese Geschmacksrichtung, signalisieren dem Trinkenden: „Was jetzt über die Zunge strömt, ist Wasser.“ Das haben erstmals Wissenschaftler des Instituts für Anatomie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit Kollegen des California Institute of Technology nachgewiesen. Hierüber berichtet das Fachmagazin Nature Neuroscience* in seiner aktuellen Ausgabe.

„Das Richtige zu trinken ist lebenswichtig. Reines, mineralienfreies Wasser schmeckt zwar nach nichts, trotzdem wird es zweifelsfrei beim Trinken erkannt. Uns interessierte, wie so etwas möglich ist“, erläutert Prof. Dr. Gunther Wennemuth, Direktor des Instituts für Anatomie der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen.

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