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Förderung für Retinoblastomforschung Wenn Augentumoren wiederkommen

[14.11.2018] Das Retinoblastom ist der häufigste Augentumor bei Kindern weltweit. Man kann die Erkrankung zwar relativ gut behandeln, allerdings muss mit gravierenden Nebenwirkungen gerechnet werden, etwa im Bereich der Sehkraft, und es kann ein Rückfall drohen. Mit den Therapieresistenzen bei humanen Retinoblastomen befasst sich ein Forschungsprojekt an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), das mit 122.500 Euro von der Else-Kröner-Fresenius Stiftung unterstützt wird.

Es geht darum, neue Behandlungsstrategien zu entwickeln, die die Nebenwirkungen von Chemotherapien reduzieren helfen: „Wir befassen uns mit der unmittelbaren Umgebung der Tumore, denn auch die dort befindlichen gesunden Zellen beeinflussen vermutlich das Wachstum der Tumore“, so Dr. Maike Busch vom Institut für Anatomie, Abteilung Neuroanatomie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen).

„Außerdem sehen wir uns spezielle Teile des Erbguts (miRNAs) an, die in gesunden wie in Tumor-Zellen vorkommen, um zu klären, welche Rolle sie bei der Resistenzwerdung von Retinoblastomen spielen“, so Prof. Nicole Dünker, Leiterin der der Abteilung Neuroanatomie im Institut für Anatomie am UK Essen.

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Neues Programm für forschende Ärzt*innen UMEA: Exzellenz in der Medizin

[18.10.2018] Wie kommen neue medizinische Erkenntnisse ans Krankenbett? Durch klinisch forschende Ärztinnen und Ärzte. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) werden diese künftig durch ein neues Förderprogramm unterstützt, damit klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten besser miteinander vereinbart werden können.

Das Programm „Exzellenz in der Medizin: Clinician Scientist Academy der Universitätsmedizin Essen“ (UMEA) wird in den kommenden drei Jahren mit rd. 2,6 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen.

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[27.09.2018] Schlaganfallpatienten haben oft eine halbseitige Lähmung sowie Sensibilitäts-, Sprach- oder auch Sehstörungen. Dass sich das geschädigte Gehirn mithilfe eines blockierten Rezeptors deutlich schneller und besser erholt, haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) jetzt herausgefunden. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des renommierten Journals „Stroke“ veröffentlicht.

Um die Neuro-Regeneration im Infarktgebiet zu unterstützen, haben die UDE-Wissenschaftler den GABA-A-Rezeptor im Hirn blockiert, der die Erregbarkeit der Nerven reduziert. Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen: „Dies gelang uns mithilfe des Moleküls S44819, das mit den natürlicherweise bindenden Molekülen konkurriert. Weil es aber stärker und länger bindet, ist der Rezeptor lahmgelegt.“

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Neue Hoffnung, wenn Antibiotika versagen Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

[17.09.2018] Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation infiziert, ist üblicherweise immun gegen die gängigen Antibiotika. Hilfe könnte das neue Forschungsprojekt bringen.

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[23.08.2018] Wie verändert sich die Hirnstruktur, wenn sich das Gehirn nach einem Schlaganfall wieder regeneriert? Das konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultäten der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Ruhr Universität Bochum (RUB) mithilfe neuartiger Mikoskopietechnik erstmals detailliert beschreiben. Ihre Erkenntnisse hat das renommierte Journal Matrix Biology* veröffentlicht.

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DFG fördert Forschung zu chronischen Infektionen Wie kämpfen Immunzellen gegen Viren?

[24.07.2018] Wie arbeiten Immunzellen bei der Bekämpfung von Virusinfektionen zusammen? Und was verändert sich, wenn diese chronisch sind? Das untersuchen Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) in den kommenden drei Jahren. Ihr Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit mehr als 500.000 Euro gefördert.

Die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie, und Prof. Dr. Matthias Gunzer, Direktor des Instituts für experimentelle Immunologie und Bildgebung, arbeiten dafür eng zusammen. Ihr Interesse gilt der chronischen Infektion mit dem Friend-Retrovirus, der Virusfamilie zu der auch HIv gehört.

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© PNAS & authors 2018

[09.07.2018] Sie sind winzig klein und in der Luft allgegenwärtig: Schimmelpilzsporen. Wenn Immungeschwächte sie einatmen, riskieren sie eine gefährliche Infektion. Dass auch Nanopartikel in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen, hat jetzt eine Forschungsgruppe herausgefunden, an der auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) maßgeblich beteiligt ist.
Die Molekularbiologin Prof. Shirley Knauer erläutert: „Wir haben entdeckt, dass ultrafeine Partikel die Oberfläche von Pilzsporen so ummanteln können, dass sie von der Immunabwehr übersehen werden. Dann steigt das Risiko für eine schwere Infektionskrankheit natürlich deutlich an.“ Die neuen Erkenntnisse zur Wechselwirkung von Nanopartikeln mit Pilzsporen sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences USA" veröffentlicht.

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[06.07.2018] Total übermüdet: Chronische Virenerkrankungen können bestimmte Zellen des menschlichen Immunsystems entkräften, so dass weitere Infektionen tödlich enden können. Mit neuen Antikörpern lässt sich die körpereigene Abwehr allerdings wieder auf Trab bringen. Das haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausgefunden. Sie berichten darüber in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications".
Die neuen Antikörper binden an den Rezeptor CEACAM1, der die Immunreaktion im Körper reguliert. „Er ist Voraussetzung dafür, dass sich ein ausreichendes Signal zwischen den Immunzellen aufbaut, so dass die Virusinfektion bekämpft werden kann", erläutert Prof. Dr. Karl S. Lang vom Institut für Immunologie am Universitätsklinikum Essen, der die Untersuchung gemeinsam mit Dr. Vishal Khairnar und PD Dr. Bernhard B. Singer vom Institut für Anatomie durchführte.

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UDE-Forscher untersuchen Spermienbewegung in 3D

Im Uhrzeigersinn zur Eizelle

[29.06.2018] Es starten Millionen, aber nur eines macht das Rennen: Befruchtet ein Spermium die Eizelle, beginnt neues Leben. Doch wie genau bewegen sich Spermien auf dieser Reise? Das konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen nun erstmals mit einem 3D-Bildverfahren untersuchen.

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Studie zu vorbeugendem Medikament

Hohes Interesse an HIV-Prophylaxe

[08.06.2018] Menschen mit hohem HIV-Risiko können hierzulande seit einigen Monaten ein vorbeugendes Medikament bekommen – zu einem verhältnismäßig günstigen Preis. Zu dieser so genannten PrEP-Anwendung liefert eine Studie des Instituts für HIV-Forschung der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen(UDE) erstmals umfassende Daten. Prof. Hendrik Streeck vom Universitätsklinikum Essen, der die Studie geleitet hat, sagt: „Die PrEP ist Chance und Herausforderung für die HIV-Prävention in Deutschland.“

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Großer Erfolg: Das Graduiertenkolleg (GRK) „Immunantwort in Infektionskrankheiten – Regulation zwischen angeborener und erworbener Immunität“ in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) geht in die Verlängerung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt ab September für weitere 4,5 Jahre über 4,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Das 2014 eingerichtete GRK richtet sich an Studierende und Nachwuchsforschende aus den Naturwissenschaften und der Medizin, die sich mit dem Immunsystem und Infektionskrankheiten befassen. Infektionen mit Viren, Bakterien und Parasiten gehören zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Effektive Therapien und vorbeugende Impfstoffe stehen nur für wenige Erreger zur Verfügung. Wie eine Infektion verläuft, hängt vor allem von der Immunantwort des Körpers ab.

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Neues Verbundforschungsprojekt

Präventiv gegen Gehirnmetastasen

[15.01.2018] Wenn sich ein Tumor im Gehirn ausbreitet, sind die Heilungsaussichten oft gering. Neun Forschungsgruppen aus ganz Deutschland, zwei davon an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), haben deshalb ein von der Deutschen Krebshilfe mit rund 1,6 Millionen Euro gefördertes Verbundprojekt gestartet, um Strategien gegen die Neubildung der gefährlichen Hirnmetastasen zu entwickeln.

Unter der Federführung des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg, untersuchen Wissenschaftler an fünf Standorten systematisch verschiedene neue Ansatzpunkte für Therapien. Unter der Leitung von PD Dr. Iris Helfrich werden an der Hautklinik am Universitätsklinikum Essen neue Modellsysteme entwickelt, um ein besseres Verständnis der Prozesse der Hirnmetastasierung zu erhalten.

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