Oer_Erkenschwick.gif (2517 Byte)Kleingärtnerverein "Arbeit und Freude"
45739 Oer-Erkenschwick    Ahsener Straße

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Die Freundschaftswiese

  In der Kleingartenanlage "Arbeit und Freude" in Oer-Erkenschwick an der Ahsener Straße finden Sie ein Naturschutzprojekt besonderer Art. Eine Wiese mit mittlerweile dort angesiedelten heimischen Kräutern und Gräsern.Hier wird gezeigt, welchen Wert für den Naturschutz eine solche Wiese im Gegensatz zu einem Scherrasen hat  Wiese98.jpg (24307 Byte)Blick auf die Freundschaftswiese Mai 1998
   Um dieses Projekt zu eine öffentlichen Auf merksamkeit zu verhelfen, wurden zur Erinnerung an die Partnerstädte der Gemeinde Erinnerungs-Projekte gruppiert:
 

 

Pilz1.gif (21100 Byte)

 

Ein Holzschild aus Halluin im Norden Frankreichs

 
 

 

Tyneside.gif (37756 Byte)North-Tyneside in Großbrittanien ist mit einem weiteren Holzschild vertreten

 
 

 

Kocevje.gif (16813 Byte)Kocevje in Slowenien hat uns einen vier Tonnen schweren Stein aus den slowenischen Steinbrüchen überlassen

 
 

 Lubbenau1.gif (20402 Byte)

An Lübbenau im Spreewald  erinnern die dort typischen Schlagenköpfe

 
  Bar.gif (18724 Byte)Unsere Berliner Gartenfreunde sind mit einer Erinnerung an den Berliner Bären vertreten
 

 

WieseP.gif (24746 Byte)
Diese Blumenwiese ist als heimische Wiese gestaltet.
Sie wird nur einmal im Jahr gemäht. So entwickeln sich hier seit 8 Jahren die heimischen Blumen, Kräuter und Gräser zurück.
Die Kleingärtner von Arbeit und Freude wollen damit eine ander Nutzung von Rasenflächen aufzeigen.
     
 

Nachfolgend lesen Sie einige Gedanken zum Thema:

Blumenwiese oder Scherrasen?
"Wir müssen unsere Wiese mähen. Nächste Woche findet der "Tag des Gartens" statt und viele Besucher werden durch unsere Gartenanlage gehen. Wenn sie dann zur großen Wiese kommen und die hohen Gräser sehen, werden sie bestimmt denken, wir Kleingärtner wären zu faul zum Rasenschneiden."

Tja, sechs Jahres ist unser Experiment der Umgestaltung eines kurzgeschorenen Rasens zu einer Blumenwiese alt und es ist uns noch nicht ausreichen gelungen, die Bedeutung der mit heimischen Gräsern, Kräutern und Blumen gestalteten Wiese deutlich zu machen.

Zu tief ist das in vielen Prospekten und auch von Gartenzeitschriften verbreitet Bild des sattgrünen, kurzgeschorenen Rasens in unseren Köpfen. Dazu kommt noch, daß ein kurzgeschorenen Rasen ordentlicher aussieht als eine Wiese. Damit kommt er dem Ordnungsgefühl vieler Menschen entgegen. Ordentlich wie in Wohnung und sauber und hygienisch wie im Badezimmer soll der Garten sein.

Es fehlt immer noch an dem "Naturverständnis".

Was aber spricht für die Blumenwiese und wann können wir Kleingärtner diese anlegen?

Zunächst ist zu überlegen, wie die Fläche genutzt werden soll. Eine Blumenwiese sollte möglichst nicht betreten werden. Sie muß ein- bis zweimal im Jahr mit der Sense oder Ähnlichem gemäht werden. Kinder können also nicht darauf herumtollen.

Für diesen Zweck eignet sich besser ein regelmäßig gemähter Rasen oder eben kurzes Gras. Aber auch hier erscheint es aber nicht sinnvoll, jedem Gänseblümchen und Löwenzahn mit der Unkrautspritze den Kampf anzusagen. Durch diese zeitaufwendige, unsinnige und auch gefährliche Mehrarbeit beraubt man sich des Anblicks eines bunten Blütenteppichs, den Bienen und anderen Insekten nimmt man eine wichtige Nahrungsquelle.

Darum mein Vorschlag: In weniger genutzten Gartenteilen Gras, Blumen und Kräuter wachsen lassen. Die übrige Fläche regelmäßig mähen, um Tummelplätze für Kinder oder andere Aktivitäten (Sitzplätze) zu schaffen.

Bei Gemeinschaftsflächen die Ränder Blumenwiesen optisch ansprechend mähen, so daß jeder sieht, hier ist ein Objekt geschaffen, das muß so aussehen.

Einen großen Einfluß auf die Artenzusammensetzung der Blumenwiese haben die Düngung sowie der Zeitpunkt und die Häufigkeit des Schnitts. Im allgemeinen gilt:

Je mehr eine Wiese - vor allem mit Stickstoff - gedüngt wird, desto artenärmer ist sie; neben Gräsern nehmen vor allem Löwenzahn und Wiesenkerbel überhand. je früher und je häufiger gemäht wird, desto weniger Arten können sich einfinden oder halten

Will man einen regelmäßig gemähten Rasen in eine Blumenwiese umwandeln, so darf keine Stickstoffdüngung mehr vorgenommen werden. Die "Abmagerung" dauert mindestens drei Jahre. Das Mähen sollte zunächst auf vier bis sechsmal pro Jahr reduziert werden, später wird nur noch zwei bis dreimal gemäht. Zur Schonung der Kräuter darf nicht tiefer als 8 bis 15 cm gemäht werden. Das Mähgut ist zu entfernen. Unerwünschte Pflanzenarten, die zur Massenentfaltung neigen, müssen ausgegraben werden.

AN01116_1.wmf (21640 Byte)Viel Geduld ist gefordert, denn der Düngeanteil, besonders der Stickstoffgehalt unserer Böden, ist hoch und nicht leicht zu reduzieren.
Fast täglich kommt über den sauren Regen Stickstoff aus den Abgasen in der Luft hinzu.
Übrigens, die oben erwähnte Blumenwiese hat sich in den sechs Jahren ihrer Entwicklung zu einem artenreichen mir heimischen Gräsern und Kräutern besiedeltes Biotop entwickelt.Wies1.gif (24115 Byte)

Das sehen zunächst leider nur die Fachleute. Die vom Laien sofort erkennbaren bunten Blumen fehlen.
Sie sind leider in unserer Gegend (Ruhrgebiet) nicht heimisch.

Werner Bolder

   

 

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