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Kleingärtnerverein "Arbeit und Freude"
45739 Oer-Erkenschwick    Ahsener Straße

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 DER "ÖKO-PARKPLATZ"
ein Natur- und Umweltschutz-Projekt des Kleingärtnervereins "Arbeit und Freude"
45739 Oer-Erkenschwick Ahsener Straße

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Der Kleingärtnerverein "Arbeit  und Freude" hat mit finanzieller Unterstützung des Kommunalverbandes Ruhrgebiet und der Stadt Oer-Erkenschwick einen Parkplatz an seiner Kleingartenanlage mit vielen Besonderheiten geschaffen. Es wurde versucht, bei der Verwirklichung möglichst viele umweltfreundliche und naturschützerische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Um dieses von Beginn an deutlich zu machen, wurde das Projekt "Öko-Parkplatz" genannt. In ausschließlicher Planung und Eigenarbeit von Mitgliedern des Vereins wurde ab Herbst 1987 dieses Projekt erstellt.

 
 

Auf einer Fläche von 4.000 qm enstanden die nachfolgend aufgeführten Biotope und Naturschutzprojekte:

 

Lageplan des Ökoparkplatzes an der Ahener Straße in Oer-Erkenschwick

(1) -Obstwiese
(2) -Moderbiotop
(3) -Heckenrandstreifen
(4) -Steinmauern
(5) -Flechtzäune
(6) -Feuchtgraben mit Kolks (Verbundbiotop)
(7) -Windrad mit Brunnen
(8) -Wallhecke und Blumenwiesen
(9) -umweltfreundlicher Naturschotterbelag für 32 PKW-Einstellplätze

   
   (1) Die Obstwiese ist mit vielen alten Obstbaumsorten bepflanzt und soll nach Jahren zur Streuobstwiese werden. Unter den Bäumen werden Wild-blumen wachsen und der zunächst noch freie Platz ist mit Beeten für Johannis- und Stachelbeersträucher ausgefüllt
  (2) Das Moderbiotop ist eine große Wasserstelle in der alte Baumstubben und Baumstämme in den nächsten Jahren vermodern. Die dabei auftreten-den Pilze und Moose sind besonders selten uns schützenswert. Gleichzeitig dient es als Rgenrückhaltebecken mit einer klärenden Wirkung für das Sickerwasser des Parkplatzes.
  (3) Der Heckenrandstreifen besteht aus über 200 heimischen Sträuchern und enthält Ansiedlungshilfen für Mauswiesel und andere seltene Tierarten. Seine Gestaltung und Pflege hat die DBV-Jugend übernommen
   (4) Die Steinmauern sind ein wesentliches Gestaltungselement unserer Parkboxen. Ihre Bepflanzung und Gestaltung erfolgte auf der Grundlage von Trockenmauern.
  (5) Die Flechtzäune sind ebenfalls zur Abgrenzung der Parkboxen gedacht. Ihre Funktion ist die Verwendung von Baumabschnitt zur Erstellung von Vogelschutzgehölzen.


   (6) Der Feuchtgraben ist der Versuch ein Feucht/Trockenbiotop zu gestal-ten. Ein leicht mäandrierter Graben mit wenig Gefälle ist an einigen Stellen mit Folie ausgekleidet. Das fließende Wasser verdunstet in Perioden von Trockenheit. In den Folienbereichen enstehen Wasserstellen (Kolks).
   (7) Das Windrad fördert aus einer Tiefe von 5m Wasser in ein Überlaufbecken (Gieswasser). Durch eine Leitung gelangt das Wasser in den Graben
   (8) Die Wallhecken und die Blumenwiesen sind gestalterisches Element. Wallhecken, typisch für die Landschaft des Münsterlandes, sind mit ihrer artgerechten Bepflanzung mit heimischen Sträuchern, Bäumen und Pflan-zen ein Refugium für viele unserer vom Aussterben bedrohten Tiere.
Blumenwiesen sind eine echte Alternative zum kurzgeschorenen Rasen. Sie sehen schöner aus und bieten vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum.
   (9) Der Naturschotterbelag ist wasserdurchlässig und eine echte Alternative zur versiegelten Fläche. Auf ihr werden sich widerstandsfähige Pflanzen ansiedeln können.
   

 Weitere Umwelt- und Naturschutz-Projekte finden Sie bei einem Rundgang durch die Kleingartenanlage:

 (1) ein 2.000 qm großes Feuchtbiotop mit:
 -einem großen Teich von 600 qm
- einem kleinen Laichteich
 -einem Moorbeet (Hinweis auf: "Torf gehört ins Moor")
 
-mehrere Steinmauern und verschiedenen Steinhaufen
  -mehreren Totholzhaufen
(2) eine Ruderalfläche

(3) mehrere Blumenwiesen

(4) eine kleine und eine große Trockenmauer

 (5) eine Wallhecke als Projekt "Zusammenarbeit mit Schulklassen"
 (6) ein Reetdach-Pilz gebaut als "Ökopilz" ein Projekt für viele kleine Nutzinsekten gleichzeitig auch nutzbar als "Grünes Klassenzimmer" d.h. "Lernen in der Natur"
 (7) zwei Bienenhäuser

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