Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie 

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Schart, Aaron, Stand: 2007-04-05

Zenger, Erich (Hg.): "Wort JHWHs, das geschah..." (Hos 1,1). Studien zum Zwölfprophetenbuch. Herders Biblische Studien 35. Freiburg u.a.: Herder, 2002. ISBN 3-451-27493-0.

Inhalt

Vorwort VII

Rolf Rendtorff
Der »Tag Jhwhs« im Zwölfprophetenbuch 1

Frank Crüsemann
atah
- »Jetzt«. Hosea 4-11 als Anfang der Schriftprophetie 13

Erich Zenger
»Wie ein Löwe brüllt er ...« (Hos 11,10). Zur Funktion poetischer Metaphorik im Zwölfprophetenbuch 33

Ruth Scoralick
»Auch jetzt noch« (Joel 2,12a). Zur Eigenart der Joelschrift und ihrer Funktion im Kontext des Zwölfprophetenbuches 47

Franz Josef Backhaus
»So lege ich Feuer an die Mauer ...« (Am 1,14/Jer 49,27). Zur Rezeption des Amosbuches in den Völkergedichten des Jeremiabuches 71

Gottfried Vanoni
Elija, Jona und das Dodekapropheton. Grade der Intertextualität 113

Gottfried Vanoni
Spuren übergreifender Redaktionsarbeit im Jonabuch? 123

Rainer Kessler
Das Buch Micha als Mitte des Zwölfprophetenbuchs. Einzeltext, redaktionelle Intention und kontextuelle Lektüre 139

Rainer Kessler
Nahum-Habakuk als Zweiprophetenschrift. Eine Skizze 149

Heinz-Josef Fabry
Die Nahum- und Habakuk-Rezeption in der LXX und in Qumran 159

Rüdiger Lux
Das Zweiprophetenbuch. Beobachtungen zu Aufbau und Struktur von Haggai und Sacharja 1-8 191

Rolf Rendtorff
Haggai im Zwölfprophetenbuch. Einige vorläufige Überlegungen .... 219

 

Vorwort

Im Zentrum der neueren Prophetenforschung stehen nicht mehr die Propheten als historische Gestalten, sondern die durch die Propheten angestoßenen Prophetenbücher. Dies gilt in besonderer Weise für das sog. Zwölfprophetenbuch. So gewiß die nach den sog. Kleinen Propheten benannten Bücher ihr jeweils spezifisches sprachliches und theologisches Profil haben und so sehr sich in der Entstehungsgeschichte dieser Einzelschriften eine faszinierende Geschichte der Gotteswahrnehmungen vom 8. bis zum 3. Jahrhundert erkennen läßt, so gilt zugleich: Diese Sammlung ist keine planlose Aneinanderreihung von zwölf Schriften, sondern diese lassen sich als kunstvoller literarischer und theologisch relevanter Textzusammenhang lesen, wie dies bereits in der traditionellen Bezeichnung Dodekapropheton/Zwölfprophetenbuch zum Ausdruck kommt. Die hier versammelten Beiträge gehen einerseits auf zwei Symposien der Dodekaprophetonausleger in »Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament« zurück. Diese Symposien sollten dazu beitragen, daß bei der Auslegung der einzelnen Schriften des Zwölfprophetenbuchs durch unterschiedliche Autoren das vom Konzept des HThKAT intendierte Projekt »Auslegung der sog. Endgestalt« nicht aus dem Blickfeld verschwindet. Andererseits sind drei Beiträge (F.J. Backhaus, R. Scoralick, E. Zenger) aufgenommen, die im Kontext des an der Universität Münster eingerichteten Sonderforschungsbereichs 493 »Funktionen von Religion in antiken Gesellschaften des Vorderen Orients« (Teilprojekt: Die theopolitische Funktion prophetischer Poesie) entstanden sind. Für Mithilfe bei der Redaktion der Beiträge und für die Erstellung der Druckvorlage danke ich sehr herzlich meinen Mitarbeiterinnen Monika Seifert und Regina Wildgruber.

Münster, im Juni 2002 Erich Zenger