Universität Duisburg-Essen, Fachgebiet Evangelische Theologie 

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Internetausstellung

 

Spurensuche in Theresienstadt

von Gunilla Dorn

 

Diese Ausstellung ist auf Grund einer Exkursion des Fachbereiches 1 - Evangelische Theologie - der Universität Essen im Januar 2002 entstanden. Die Projektgruppe des Seminars "Unterricht über den Holocaust" mit Jörg Czichon, Gabriele Tscherpel, Dirk Mävers, Gunilla Dorn und Dr. Herbert Schultze hatte sich aufgemacht, um Spuren der Shoa in Theresienstadt zu erkunden. Einige Ergebnisse hat die Gruppe schon auf dem 9. Anne-Frank-Tag der Universität Essen vorgetragen und dazu Rabbi Ernst M. Stein aus Hove/Großbritannien und Wim Westermann von der Universität Amsterdam eingeladen.

Das große Thema des Anne-Frank-Tages und der begleitenden Ausstellung war die Erinnerung. Im Deutschen fallen in diesem Begriff zwei Aspekte zusammen, für die das Englische zwei verschiedene Worte hat: "remembering" und "reminding". Wen oder was sollen wir erinnern und wie kann das geschehen? Muss man jemanden an das Geschehene erinnern und wie kann das geschehen? Das Motto des Plakates zum Anne-Frank-Tag, auf dem übrigens auch ein Bild aus Theresienstadt zu sehen ist, soll die existentielle Problematik des Erinnerns zum Ausdruck bringen:

"Opfer und Angehörige vergessen nie, andere brauchen vielleicht Erinnerung"

Bei der Vor- und Nachbereitung der Exkursion ist diese Ausstellung entstanden, die sowohl eigene Fotos als auch Kinderzeichnungen und Gedichte, darunter auch einige schlichte, aber äußerst eindrückliche Bilder der Malerin Helga Weissovà, aus dem Ghetto in Theresienstadt enthält. Auf Grund des großen Echos, das die Ausstellung beim 9. Anne Frank-Tag hervorgerufen hat, habe ich sie für das Internet aufbereitet.

09.05.2002, Gunilla Dorn

 

                                                           

(Ausschnitt aus der Wand des Ghetto-Museums, auf der alle Namen der in Theresienstadt umgekommenen Kinder aufgeschrieben sind; Ähnliches kann man in Prag auch in der Klausensynagoge sehen, in der alle Wände mit Namen der Opfer aus Theresienstadt beschrieben wurden, leider war es dort nicht möglich, Fotos zu machen, doch ist allein das jüdische Viertel in Prag eine Reise in diese Stadt wert.)

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