Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie 

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Ökumenisches Forum zur Rechtfertigungslehre


Am Dienstag, den 10.11.1998, um 16 Uhr veranstalteten die evangelische und die katholische Fachgruppe gemeinsam mit der Evang. StudentInnengemeinde in der ESG/die BRÜCKE ein Forum zur Rechtfertigungslehre. Hintergrund war die von einer internationalen, gemischt lutherisch und römisch-katholisch besetzten Kommission erarbeitete "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre", die von der römisch-katholischen Kirche als nicht konsensfähig abgelehnt wurde. Folgende Kurzvorträge fanden statt:

HD Dr. Schart (evang. Theologie): Rechtfertigung im Horizont von Ps 37 und 38.

Prof. Dr. Busse (kathol. Theologie): Röm 1,17: Die Bedeutung eines Genitivs.

Prof. Dr. Ebert (evang. Theologie): Rechtfertigung allein aus Glauben nach Martin Luther.

Prof. Dr. Nocke (kathol. Theologie): Geschenkte Freiheit: eine katholische Position.

Die Diskussion machte die verschiedenen Einschätzungen deutlich. Während Schart von einem herben Rückschlag für die Ökumene sprach, gab Busse zu bedenken, daß die Rechtfertigungslehre in der katholischen Kirche erst noch eine breitere Basis gewinnen müsse, ehe an ein wirklich tragfähiges Konsenspapier zu denken sei. Ebert legte dar, daß für die lutherische Seite kaum ein weitergehendes Eingehen auf die katholische Seite möglich sei. Nocke sah Hoffnung für eine Einigung, wenn man sich stärker klar mache, daß die Rechtfertigungslehre nur ein Teilthema der Theologie sei, die heutzutage vor viel grundsätzlicheren Fragen stehe. So seien schon die Fragen, ob es überhaupt einen Gott gebe, oder ob menschliche Identität überhaupt gelingen könnte, zum Problem geworden.


This page was last modified: 05 April 2007