Leben - Töten - Essen: Anthropologische Dimensionen Hrsg. von H.W. Ingensiep, H. Baranzke und F.-T. Gottwald. S. Hirzel Verlag Stuttgart. Leipzig 2000. (422 S.) ISBN 33-7776-1033-X.

Buchrücken-Text:

Was ist der Mensch? "Der Mensch ist, was er ißt" lautet eine klassische Antwort im abendländischen Denken. Dieser anthropologischen Kernfrage und ihren Dimensionen nachzugehen angesichts des Menschen, der Leben tötet, um zu essen, ist Thema dieser Anthologie.
Leben töten, um zu essen, ist der Handlungsbogen, wozu u.a. wenig bekannte historische und höchst aktuelle Beiträge dargeboten werden - zur Biophilosophie der Ernährung, zum Tötungskonflikt zwischen Rechtfertigung und Schuld, zum Essen als individuellem, sozialem und religiösem Akt. Die Rede ist von der antiken Nährseele und vom Vegetarismus, der jüdischen Schechita und vom eucharistischen Mahl, vom Kreislauf des Lebens und der Evolution, vom Fleischessen und vom Ethos des Schlachtens. Variantenreich liefern Philosophen, Naturforscher, Theologen und andere Gelehrte Einsichten und Analysen zum Wesen des Menschen sowie zur Frage: "Was sind wir dafür schuldig, daß wir von anderem Leben leben?" (K.M. Meyer-Abich)