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Bürgerbeteiligung innerhalb der IBA und ihre Grundlagen

Die Zunahme öffentlicher Aufgaben und Funktionen führt zu einer tendenziellen Verselbständigung des Verwaltungshandelns gegenüber den gewählten Mandatsträgern und da-mit auch der Wähler. Gleichzeitig steigt jedoch die Betroffenheit der Bürger durch Verwaltungshandeln. Diese Schere soll durch Bürgerbeteiligung an sie betreffenden Entscheidungen geschlossen werden.

Die Verbreitung von Bürgerinitiativen ab den 70er Jahren zeigt an, dass Bürger auf sie betreffende Entscheidungen Einfluss nehmen wollen, Bürgerbeteiligung soll etwaige Proteste kanalisieren, in geregelte politische Verfahren einbinden und zu höherer Akzeptanz öffentlicher Ma▀nahmen führen. Zunehmende Planungs- und Gestaltungsaufgaben stellen zudem Planer vor Informationsprobleme über Gewohnheiten, Wünsche, Widerstände der Adressaten. Ihre Beteiligung kann dies lösen. Bürgerbeteiligung lässt sich in diesem Sinne also als: "die direkte Einflussnahme der Bürger auf konkrete politischen Planungen und Ma▀nahmen" (Nelles 1984) definieren.

Bei der Betrachtung von Bürgerbeteiligungsverfahren lassen sich zwei Hauptebenen unterscheiden. Die Beteiligung an Planungs- und Entscheidungsprozessen, bei der betroffene Personen und Personengruppen die Möglichkeit haben, ihre Interessen vorzutragen, sowie die Beteiligung an der konkreten Gestaltung und Ausführung einer Ma▀nahme, diese Form der Bürgerbeteiligung enthält besonders starke Elemente der Selbsthilfe.

Bei der Betrachtung der Bürgerbeteiligung innerhalb der IBA-Projekte muss man sich einige wichtige Voraussetzungen vor Augen führen: Zunächst die zeitliche Begrenztheit und der Festival-Charakter der IBA, welches die Einmaligkeit der Ma▀nahme und dem Bedarf nach zeitlicher Verdichtung von Ideen, Entscheidungen und Umsetzungen zur Folge hat.
Zweitens die räumliche Orientierung auf die Emscher-Region mit ihrer ganz besonderen Sozial- Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur. Eine Einteilung, die die üblichen Trennungslinien von Städten und Gemeinden oder Regierungsbezirken aufgibt.
Drittens die organisatorische Gestaltung der IBA mit programmatisch festgelegten Zielen, einem kleinen Kernteam von festen Mitarbeitern, der Einbindung der kommunalen Entscheidungsträger und Verwaltungen über Projektbeteiligungen, sowie Beteiligter aus der Wirtschaft sowohl in den Planungs- als auch den Umsetzungsprozessen. (vgl. Beierlorzer 1999)