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Wohnprojekte innerhalb der IBA

Wohnsiedlung

Von den rund 120 Projekten innerhalb der IBA waren rund ein Viertel Projekte, die sich mit den Themen Wohnen und Stadtteilentwicklung beschäftigten. Dabei war: "von Anfang an klar, dass die IBA Emscher Park- anders als die Berliner IBA - keine Wohnbauaustellung werden würde (Beierlorzer 1999, S. 90)

Zu Beginn der IBA Emscher Park spielte am Ende der 80er Jahre der Wohnungsneubau vielmehr eine untergeordnete Rolle. Die Situation war geprägt von wirtschaftlichen Umbrüchen innerhalb der stark von der Montanindustrie geprägten Region, sowie von Einwohnerverlusten und letztlich auch Wohnungsleerständen. In den konzeptionellen Überlegungen zu Beginn der IBA einigte man sich dann auch auf eine weitergefasste Aufgabe der Wohnprojekte, ersichtlich aus den Formulierungen zu den Leitprojekten der IBA:

"Leitprojekt f): Neue Wohnformen und Wohnungen. Zielsetzung sind die denkmalgerechte Sanierung ehemaliger Bergarbeitersiedlungen wie auch der Bau neuer Wohnungen, die architektonischen, ökologischen und sozialen Qualitätskriterien entsprechen sollen, die Erprobung neuer Formen der Nutzerbeteiligung und Experimente mit neuen Wohnformen." (IBA 1999)

Konstituierend war dabei die Auseinandersetzung mit dem Bestand gartenstädtischer Arbeitersiedlungen in der Emscherregion: "Diese Siedlungen stehen für eine lange Wohn- und Siedlungstradition im Ruhrgebiet und für einen sozialen Wohnungsbau aus der Zeit um die Jahrhundertwende bis in die 20er Jahre. Sie sind beispielhaft für architektonische, städtebaulich aber auch soziale Qualitäten und Nachbarschaft". (Beierlorzer 1999)

Aufbauend auf diesem Siedlungskonzept sollten sowohl die alten Bestände erneuert werden als auch Neubauprojekte realisiert werden. Dabei konzentrierte man sich auf die vier folgenden konkreten Handlungsfelder:

Denkmalgerechte und sozialverträgliche Erneuerung gartenstädtischer Arbeitersiedlungen. Hier ging es darum, weitere bedeutende Arbeitersiedlungen als Kulturerbe des Ruhrgebiets zu sichern - in der baulichen Struktur, aber gerade auch in der sozialen und Freiraumkultur. (Siedlung Schüngelberg)

Neubau städtbaulich geschlossener Siedlungen in der Größenordnung von 100 bis 250 Wohnungen als (Teil)Projekte der Revitalisierung ehemaliger Industriebrachen in integrierten Lagen. Mit Wohnungen "Stadt zu bauen" zielt hier ab auf gemischte, städtebauliche Siedlungskonzepte mit Wohnungsergänzungseinrichtungen von der Kindertagesstätte bis zu Nahversorgung und schließlich auch auf die landschaftliche und freiraumbezogene Verbindung der neuen Siedlungen mit den Stadtteilen. (Prosper III )

"Wohnmodelle" in einer Größenordnung von 30 bis 60 Wohnungen als integrierte Bestandteile von Stadtteilentwicklung. Diese Projekte erhalten thematische Akzente und sind auch Träger experimenteller Ansätze, z. B. zur Beteiligung und Mitwirkung. (Frauen Planen und Bauen)

Selbstbausiedlungen in der Reihe "Einfach und selber Bauen". Soziale Wohnungsversorgung und Baukultur werden mit organisierter Gruppenselbsthilfe gekoppelt zu einer Strategie für soziale Eigentumsbildung. ( Einfach und selber Bauen an der Laarstraße) (Beierlorzer 1999, 91-92)