Waschmittel und Umwelt (3)
Der Grad der Umweltbelastung durch Waschmittel ist einerseits durch die Art der Inhaltsstoffe, andererseits durch den Stand der Abwasserreinigung festgelegt. 

Tenside werden in den Kläranlagen überwiegend - aber nicht zu 100 % - zurückgehalten. Sie wirken stark giftig auf Gewässerorganismen und können in bereits relativ geringen Konzentration Pflanzen und Tiere im Wasser schädigen. 
Die biologische Abbaubarkeit ist das für den Verbleib der Tenside in der Umwelt entscheidende Bewertungskriterium. Im allgemeinen wird ein Stoff als biologisch abbaubar bezeichnet, wenn er durch Mikroorganismen in natürliche Stoffwechselprodukte überführt werden kann. Der biologische Abbau findet als Selbstreinigungsprozess in Oberflächengewässern statt und wird gezielt in den Kläranlagen zur Abwasserreinigung eingesetzt.

In der seit 1986 gültigen Fassung der Tensidverordnung ist festgelegt, dass nur solche anionischen und nichtionischen Tenside in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt werden dürfen, deren Abbaurate mindestens 90% ist. Die gesetzlichen Regelungen beziehen sich auf den Primärabbau. Kationische und amphotere Tenside unterliegen keiner gesetzlichen Regelung.

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