Elektronegativität
Die Elektronegativität ist ein Maß für das Bestreben eines Atoms, innerhalb eines Moleküls von benachbarten Atomen die Elektronen anzuziehen. Der amerikanische Chemiker Linus Pauling stellte die erste Elektronegativitätsskala auf. Dem Atom mit der höchsten Elektronegativität (Fluor) ordnete er willkürlich den Wert 4,0 zu.
Unter den Hauptgruppen-Elementen nimmt die Elektronegativität innerhalb einer Hauptgruppe mit abnehmendem Atomradius (von unten nach oben) zu und innerhalb einer Periode mit steigender Kernladungszahl (von links nach rechts) zu.
H
2,2
           
He
-
Li
1,0
Be
1,6
B
2,0
C
2,6
N
3,0
O
3,4
F
4,0
Ne
-
Na
0,9
Mg
1,3
Al
1,6
Si
1,9
P
2,2
S
2,6
Cl
3,2
Ar
-
K
0,8
Ca
1,0
Ga
1,8
Ge
2,0
As
2,2
Se
2,6
Br
3,0
Kr
-
Rb
0,8
Sr
0,9
In
1,8
Sn
2,0
Sb
2,1
Te
2,1
I
2,7
Xe
-
Cs
0,8
Ba
0,9
Tl
2,0
Pb
2,3
Bi
2,0
Po
2,0
At
2,2
Rn
-

Das Konzept der Elektronegativitäten ist physikalisch nicht exakt, bietet aber eine gute Möglichkeit, qualitative Aussagen beim Vergleich verschiedener Elemente zu machen. Zum Beispiel kann man anhand der Elektronegativitäten erkennen, dass ein Fluorwasserstoffmolekül (H-F) einen stärkeren Dipol bildet als ein Chlorwasserstoffmolekül (H-Cl), da Fluor eine höhere Elektronegativität aufweist als Chlor und daher stärker das bindende Elektronenpaar vom Wasserstoff zu sich zieht als Chlor dies kann. 
 

In Anlehnung an: Schülerduden Chemie (Brockhaus) und Römpp Lexikon Chemie (Thieme)
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