Fluoreszenz
Emission von Licht im sichtbaren, UV- und IR-Spektralbereich von gasförmigen, flüssigen oder festen Verbindungen nach Energiezufuhr. Die Einfallende Strahlung (sichtbares oder ultraviolettes Licht bzw. Röntgenstrahlen) erregt den fluoreszierenden Stoff zum Aussenden einer Strahlung gleicher oder längerer Wellenlänge.
Die Strahlung wird innerhalb von 10–10 bis 10–7 s nach der Anregung ausgesandt. Fluoreszierende Stoffe zeigen daher im Gegensatz zu phosphoreszierenden Stoffen kein merkliches Nachleuchten.
Häufig wird die von der Sonne oder von künstlichen Lichtquellen ausgestrahlte unsichtbare Ultraviolettstrahlung absorbiert und als sichtbares, längerwelliges Licht ausgestrahlt.
Die Fluoreszenz wird auch ausgenutzt in den optischen Aufhellern (Weißtöner), die z.B. Textilien, Waschmitteln und Papieren beigegeben werden.
Als Fluoreszenfarbstoffe werden häufig Benzol-Derivate eingesetzt. Benzol selbst absorbiert unsichtbares kurzwelliges UV-Licht (230–270 nm) und strahlt unsichtbares UV-Licht (260–300 nm) aus. Sind dagegen mehrere Benzol-Kerne in einem Molekül vorhanden, kann das Fluoreszenz-Licht in den sichtbaren Bereich des Spektrums rücken. 
In Anlehnung an: Schülerduden Chemie (Brockhaus) und Römpp Lexikon Chemie (Thieme)
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