Industrielle Seifenherstellung / Fettsäure-Verseifung
Die heute üblichen Seifen zur Körperreinigung sind Feinseifen (Toilettenseifen). Sie werden aus ganz bestimmten Fettsäuren oder ausgewählten Fettsäuregemischen hergestellt, um z.B. ihre Hautverträglichkeit zu verbessern. Eine Seife aus Kokosfett mit einem hohen Gehalt an Natriumlaurat reizt die Haut stärker als eine solche mit hohem Gehalt an Natriumstearat, die man z.B. aus Talg gewinnt. Schließlich mischt man der Seife - je nach Verwendungszweck - vor dem Erstarren verschiedene Zusätze bei. Bei Feinseifen sind dies Parfümöle und Farbstoffe.
Bei medizinischen Seifen werden Desinfektionsmittel oder Arzneistoffe zugesetzt.
Den Sandseifen für grobe Verunreinigungen werden scheuernde Substanzen (z.B. Bimssteinmehl) zugesetzt.
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Industrielle Seifenherstellung
Mit einer Produktion von jährlich fast 9 Millionen Tonnen weltweit ist Seife das in den größten Mengen hergestellte Tensid  überhaupt. In Deutschland werden jährlich etwas mehr als 120 000 Tonnen Seife verbraucht. Der Verbrauch ist seit vielen Jahren konstant geblieben. 
Seife dient zum großen Teil der Körperreinigung. Diese Verwendung beruht auf ihrer Verknüpfung  ´ Herabsetzung der Grenzflächenspannung ` und Verknüpfung  ´ Die waschaktive Wirkung von Seife `. Beim Waschen von Textilien wurde Seife zunehmend durch andere Tenside ersetzt.
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