Waschmittel und Umwelt (1)
Bei allen Vorteilen und Leistungen moderner Waschmittel darf nicht außer acht gelassen werden, dass Waschmittel nach dem Gebrauch zusammen mit dem abgelösten Schmutz ins Abwasser gelangen.
1995 betrug in Deutschland der jährliche Verbrauch an Waschmitteln, Weichspülern und Reinigungsmitteln über 1 Millionen Tonnen. Zusätzlich wurden etwa 600 Millionen Liter Wasser und 8 % des Stromverbrauchs der Haushalte benötigt. 
Bereits in den 50er Jahren führte die weite Verbreitung von Haushaltswaschmaschinen, der ansteigende Textilverbrauch und das verstärkte Hygienebewusstsein zu einem stark anwachsenden Waschmittelverbrauch. Aufgrund seiner preiswerten und einfachen Synthese wurde hauptsächlich Tetrapropylenbenzolsulfonat als synthetisches Tensid eingesetzt, das jedoch wegen seiner verzweigten Molekülstruktur von Mikroorganismen nur schwer abgebaut werden kann. In den 60er Jahren führte dies zu einem bedrohlichen Anstieg der Tensidkonzentrationen in den Gewässern und die Schaumberge auf den Flüssen und Seen machten deutlich, dass von den Waschmittel ein beträchtlicher Einfluss auf die Umwelt ausgeht.  
Schaumberge auf Gewässern
Schaumberge auf Gewässern
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