Erniedrigung der Oberflächenspannung des Wassers
Beim Lösen von Seife in Wasser verteilen sich die Seifenanionen nicht gleichmäßig in der Lösung, sondern bilden an der Oberfläche zunächst eine monomolekulare Seifenschicht aus.
Photo: Ausbildung einer monomolekularen Seifenschicht
Ausbildung einer monomolekularen Seifenschicht

Dieser Zustand ist für die Seifenanionen energetisch am günstigsten. Die hydrophoben Gruppen der Seifenanionen können sich der Wechselwirkung mit dem Wasser entziehen, indem sie aus der Wasseroberfläche herausragen. Die hydrophilen Gruppen der Seifenanionen richten sich so aus, dass sie mit dem Wasser in Kontakt bleiben und ragen dadurch in Richtung wässriger Lösung. 

Abbildung: Anordnung von Seifenmolekülen an der Wasseroberfläche
Anordnung von Seifenanionen an der Wasseroberfläche
An der Wasseroberfläche befinden sich nun zwischen den Wassermolekülen Seifenanionen, genauer gesagt, deren anionische Molekülteile. Die Anziehung zwischen den Wassermolekülen durch die starken Wasserstoffbrückenbindungen wird dadurch vermindert. Als Folge davon nimmt die Zur Hauptseite  ´ Oberflächenspannung ` ab. Seifen erniedrigen also die Oberflächenspannung des Wassers.
Photo: Erniedrigung der Oberflächenspannung des Wassers durch Zugabe von Seifenlösung
Erniedrigung der Oberflächenspannung
 

Übersicht