Michael Kerres

Multimediale und telemediale Lernumgebungen. Konzeption und Entwicklung. R. Oldenbourg Verlag, München - Wien 1998



Neue Bildungsmedien sind eine Herausforderung für die Bildungsarbeit. Oft wird von den ,,Potentialen multi- und telemedialer Lernumgebungen" (CBT, Internet, Videokonferenzen etc.) gesprochen, doch in der Umsetzung sind die Lernangebote häufig enttäuschend.

Das Buch stellt deswegen den Prozeß der Konzeption und Entwicklung neuer Bildungsmedien erstmalig systematisch vor. Aus der interdisziplinären Sichtweise von Pädagogik und Informatik werden die medien-didaktischen und -informatischen Kriterien für die Planung didaktisch wertvoller Medien beschrieben.

Das Buch wendet sich an Studierende informatischer und pädagogischer Fachrichtungen, Entwickler von Bildungsmedien, Lehrende an Schulen, Hochschulen und in der Weiterbildung sowie Verantwortliche im öffentlichen und privaten Bildungsbereich.

(aus dem Klappentext)





Uwe Jochum/Gerhard Wagner (Hrsg.)

Am Ende das Buch. Semiotische und soziale Aspekte des Internet.

UVK Universitätsverlag Konstanz 1998, 166 Seiten



Die neuen Medien sind keine neutralen Werkzeuge, die Kultur und Gesellschaft im Prinzip unverändert lassen. Ebensowenig ist eine Kritik an den neuen Medienverhältnissen identisch mit Kulturkonservatismus, der die Phänomene verfehlt. Das Phänomen der neuen Medien zu treffen, kann vielmehr nur in einer kritischen Auseinandersetzung gelingen, die weder dem spielerischen Sog des Digitalen erliegt noch einfach abseits steht.



Mit Beiträgen von: John Perry Barlow, Hubertus Buchstein, Georg Jäger, Uwe Jochum, Vittorio E. Klostermann, Hans-Dieter Kübler, Klemens Polatschek, Gerhard Wagner.



Eine Rezension des Buches ist für die nächste Ausgabe geplant.





Rupert Röder



Der Computer als didaktisches Medium. Über die Mythen des Mediums und das Lernen von Subjekten. Syndikat Buchgesellschaft für Wissenschaft und Literatur, Bodenheim 1998, 316 Seiten



Die Arbeit geht vom Lernnutzen von Computermedien aus, konstatiert jedoch ein grundlegendes Defizit im Verstehen der didaktischen Effekte technischer Medien. Bereits das Aufwerfen der Frage nach der Wirkung technischer »Objekte« im Hinblick auf »Subjekte« führt in die Systemumwelt von Technik- ebenso wie Sozialwissenschaften. Diese Einsicht treibt in historischer wie systematischer Hinsicht zur Kritik der Mythen des Mediums. Eine Neuinterpretation des Verhältnisses von medialer Technik und lernendem Subjekt ist erforderlich; sie öffnet ein weites Feld für das bessere Begreifen und Gestalten von Medien. (Rezension geplant)



Klaus Martin Habel



Kommunikative Operationen und technische Konstrukte. Versuch einer systemtheoretischen Beschreibung moderner Technik.



Mainz Wissenschaftsverlag, Aachen 1996



Folgt man der neueren Systemtheorie, wie sie durch Niklas Luhmann entwickelt worden ist, so läßt sich die Konstitution der Moderne umfassend aus der Operationsweise autonomer Kommunikationssysteme erklären. Eine zentrale Rolle für die Dynamik und Erscheinungsweise dieser Systeme spielen technische Entwicklungen.

Die Absicht dieses Buches ist es, das Verhältnis von technischen Entwicklungen und Veränderungen der sozialen Realität zu rekonstruieren. Ausgehend von einer Darstellung der Kommunikationstheorie Luhmanns und im Rückgriff auf die Bestände der aktuellen Diskussion um den Status der Technik offeriert das Buch die Grundlagen einer systemtheoretischen Beschreibung moderner Technik.



Hans Dieter Erlinger u.a. (Hrsg.)



Handbuch des Kinderfernsehens. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. UVK Medien Verlagsgesellschaft, Konstanz 1998, 681 Seiten, 58 DM



Seit mehr als fünf Jahrzehnten gibt es in Deutschland Kinderfernsehen. In dieser Zeit haben sich sowohl die Konzepte der Sendungen, die institutionellen Bedingungen als auch die gesamte Medienlandschaft grundlegend verändert.

Die Autoren dieses Handbuchs setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den wesentlichen historischen und gegenwärtigen Entwicklungen des Kinderfernsehens auseinander; wobei die wissenschaftlichen Beiträge durch die Innenansichten von Programmgestaltern ergänzt werden. Das Themenspektrum reicht von der Entwicklung des Kinderfernsehens in der BRD und der ehemaligen DDR über Veränderungen in den Erzählweisen, Kommerzialisierung und Mediatisierung der Kinderkultur bis hin zum hochaktuellen Funktionswandel des Mediums Fernsehen in unserer Gesellschaft. In der zweiten Auflage werden insbesondere die neueren Entwicklungen beim Kinderfernsehen, wie die Entstehung des Kinderkanals, die Einstellung des Nachmittagsprogramms für Kinder beim ZDF und das knapp dreijährige Debüt des ersten privaten Kindersenders Nickelodeon berücksichtigt. Das Handbuch des Kinderfernsehens richtet sich an Kommunikations- und Medienwissenschaftler, Journalisten, Medienpädagogen, Studenten, Lehrer und Eltern. Es ist zum »Querlesen«, »Durchlesen« und »Nachlesen« geeignet, also sowohl für die vertiefende Beschäftigung mit der Entwicklung des Kinderfernsehens als auch zum Nachschlagen. Ein umfangreiches Register zu Personen, Stichwörtern und Sendungstiteln sowie ausführliche Literaturhinweise ergänzen das Handbuch.



(Klappentext)

ohne Abbildung



Praxis Politische Bildung. Thema: Medien und politische Bildung. H. 3, 1997



Bestellungen über: Juventa Verlag, Ehretstr. 3, 69469 Weinheim

Thomas Muntschick



Wenn die Welt ins Dorf kommt (2 Bd.). Verdrängung direkt-menschlicher Kommunikation durch technische und Massenmedien am Beispiel eines Dorfes. Lit Verlag, Münster - Hamburg, 1998, 904 Seiten, 88.80 DM



Wie verändert sich ein Dorf durch Prozesse der Technisierung und Industrialisierung, insbesondere aber durch die Verbreitung technischer Medien, vom Telefon über Hörfunk und Fernsehen bis hin zum Computer? Welche Folgen zeitigt dieser Prozeß vor allem für die Häufigkeit und die Qualität (den Charakter der nicht-medialen, zwischenmenschlichen Kommunikation unter den Dorfbewohnern? Mit der Dissertation von Thomas Muntschick liegt erstmals eine Untersuchung vor; die am Beispiel einer kleinen ländlichen Gemeinde den Weg der Technik in den Alltag der Menschen nachzeichnet. Er untersucht den Prozeß des Wandels menschlicher Kommunikation durch technische Medien und zentriert seinen Blick dabei auf das subjektive Erleben der Bewohner des Dorfes Polle an der Oberweser. Umfangreiche Feldforschung liefert das Material für den entsprechenden Analyseprozeß, dessen Forschungsergebnisse nicht nur für die Kommunikationswissenschaft sondern auch für Soziologie, Politikwissenschaft und Volkskunde von erheblichen Interesse sein dürften.



(Klappentext des Verlags)

Informationen in Kürze


AGV Forum 1/99 (Argumente zur Verbraucherpolitik)

Verbraucherschutz in der Informationsgesellschaft. Mit Beiträgen von Roland Bronold, Heiko Steffens, Joachim Jacob, Herbert Kubicek, Katrin Schweren, Alexander Roßnagel, Barbara Mettler-von Meibom.



Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) e.V., Heilsbachstr. 20, 53123 Bonn, Telefon: 0228-6489-0, Fax: 0228-644258, e-mail: mail@agv.de




Johann Welsch

Multimedia: Studie zur Beschäftigungswirkung in der Telekommunikationsbranche. 48 DM.



Die Studie kann über die folgende Adresse bezogen werden: Deutsche Postgewerkschaft, Abteilung Technologie, Rhonestr. 2, 60528 Frankfurt/M.


Bundesweiter Tarifvertrag zur Pilotierung der alternierenden Teleheimarbeit

Die Deutsche Postgewerkschaft hat 1998 mit der Deutschen Telekom AG den ersten bundesweit gültigen Tarifvertrag zur Ausgestaltung der Telearbeit im öffentlichen Dienst geschlossen.



Der Vertragstext kann über die folgende Adresse bezogen werden: Deutsche Postgewerkschaft,

Rhonestr. 2, 60528 Frankfurt/M.







Christian Schicha/Rüdiger Ontrup (Hrsg.)



Medieninszenierung im Wandel. Interdisziplinäre Zugänge. Reihe IKÖ Diskussionsforum. Band 1.



LIT Verlag, Münster - Hamburg 1999 (im Druck)



Zu den Autoren und Beiträgen



Journalistik

Carsten Brosda: Aufstand nach der "Krönungsmesse". Der SPD-Parteitag 1997 in Leipzig: Zur Inszenierung journalistischer Inszenierungskritik

Prof. Dr. Günter Rager/Lars Rinsdorf: Wer führt Regie auf den medialen Bühnen? Zur Inszenierungsleistung des Printjournalismus



Philosophie

Dr. Mike Sandbothe: Pragmatische Medienphilosophie und das Internet



Politikwissenschaft

Prof. Dr. Thomas Meyer: Theatralität und Rationalität

Dr. Christian Schicha: Inszenierungselemente im Rahmen der politischen Berichterstattung im Fernsehen



Psychologie

Dr. Astrid Schütz: Wie definieren Sie "Name"? Techniken defensiver Selbstdarstellung in politischen Skandalen am Beispiel der Clinton-Lewinsky-Affaire



Sozialwissenschaft

Dipl.-Soz.wiss. Jörg-Uwe-Nieland/Dr. Udo Göttlich: Markeninszenierungen und Kult am Beispiel der "Daily Soaps"



Soziologie

PD Dr. Herbert Willems/Dipl.-Kfm. Andreas Hesse: Theatralität in der Werbung: Rahmen, Feld und Umwelt

Dr. Ronald Kurt: Inszenierungen von Politikern in den Medien Film und Fernsehen. Mussolini, Hitler, Kohl und Schröder



Theaterwissenschaft

Dr. Barbara Büscher/Dr. Markus Wessendorf: Theatralität und Inszenierung

Rüdiger Ontrup M.A.: Der Körper im Test, Bildfunktionen und Inszenierungsstrategien in politischen Informationssendungen