Beitrag zu den 8. Münchner Aidstagen, Mai 2000. Verlag moderne Industrie, München

 

Kooperation im Internet

 

 

1. Definitionen

 

Als “Internet” wird die Gesamtheit

 

der Rechnerleistungen und Datenkanäle (Kupfer, Glasfaser, Infrarot, Bodenfunk, Satellitenfunk) bezeichnet,

 

über die nach technisch definierten Standards (Protokollen)

 

ein allgemeinzugänglicher mehrseitiger Datenverkehr stattfindet.

 

Internet umfaßt also außer Webseiten auch

 

Email, Chat, Newsgroups, Dateiserver, 3D-Räume,

Audio- und Videoausstrahlung, Videokonferenzen

sowie einige Fernsteuerungen materieller Geräten

wie z.B. Kameras, Sonden oder Laser.


 

 

 “Kooperation” findet im Internet statt, wenn

zwischen zwei oder mehreren Personen

über die Verbindungskanäle des Internets

elektromagnetische Daten übermittelt werden,

dadurch ein Austausch von Informationen geleistet wird

und darüberhinaus eine

 

-        Erzeugung neuen Wissens (Diagnosebildung)

 

-        und/oder eine Entscheidung über praktische Maßnahmen (Therapieplanung)

 

-        und/oder eine Durchführung von praktischen Maßnahmen (Behandlung)

 

 

stattfindet.

 

 


 

 

2. Merkmale der Telekooperation

 

So wie Telekommunikation wird auch Telekooperation oft nach vier Dimensionen spezifiziert:

-        asynchron - synchron

-        textbasiert - multimediall

-        institutionell - projektbezogen

-        anonym - personalisiert

 

Am nahesten an papiergebundener wissensorientierter Zusammenarbeit ist asynchrone, textbasierte, institutionelle, anonyme Kooperation; am nahesten an kopräsenter praktischer Kooperation ist synchrone, multimediale, projektbezogene, personalisierte Telekooperation.

 

 


 

3. Zwecke von Telekooperation

 

-        Einsparung von Zeit und Geld physischer Besuche

 

-        Verdichtung und Verstetigung von Arbeitsbeziehungen

 

-        Querverbindungen und Teambildung zwischen Kooperanten

 

-        Beschleunigung von Reaktionen und Effekte

 

-        Erhöhung der Fachkompetenz von Kontakten

 

 


 

 

 

 

4. Effekte von Telekooperation

 

Wie alle technischen Neuerungen mit punktuellem Gewinn verursachen auch Telekooperationen auf der anderen Seite diffuse Mehrkosten durch

 

-        Investitionen und Folgebedarf

 

-        Wartungsbedarf

 

-        Schulungsbedarf,

 

-        Fehler und Ausfälle

 

-        wachsende Nutzungsbedürfnisse

 

 


 

 

5. Beispiele für internetbasierte Kooperationsmöglichkeiten

 

 

http://www.surveyor.com/live_demos.html

 

http://www.kindercam.com/

 

http://medicus.marshall.edu/mainmenu.htm

 

http://telegarden.aec.at/cgi-bin/gard-control/G?

 

http://rr-vs.informatik.uni-ulm.de/rr/gui2/

 

http://fit.gmd.de/pages/projects-tcmed.html 

 

http://www.ibmt.fhg.de/Produktblaetter/pages/stsinfo.htm

 

http://www.medicdat.de/deutsch/index.htm

 


 

 

 

6. Telekooperationspartner für den Arzt

 

 

-        Fachkolleg-inn-en

 

-        Wissenschaftler-innen

 

-        Gremien, Dienste, Einrichtungen,
Pharmakaproduzenten und –lieferanten

 

-        Mitarbeiter-innen, Helfer-innen, Angehörige von Patient-inn-en

 

-        Patient-inn-en.

 


 

 

7. Mögliche Anwendungen

 

 

-        Teilnehmende Weiterbildung

 

-        Studien

 

-        Virtuelle Konferenzen

 

-        Konsile

 

-        Behandlungen

 

-        Selbsthilfe

 

-        Sprechstunden

 

-        Hausbetreuungen

 

-        Kriseninterventionen

 

 


 

 

Dr. Thomas Bliesener, Lütticher Str. 56, 50674 Köln

Tel + Fax 0221-515821, Video 0221-2834777

http://videotraining.de,   info@videotraining.de