Vortrag bei dem XVIII Internationalen Symposium „Die Vermittlung von Sicherheit und Risiko in Familie und Schule'' in Köln, November 1998, Gesellschaft für Sicherheitswissenschaft.

Die Bedeutung von Familie und Freunden für Sicherheit

und Gefahr im Kindes- und Jugendalter

Maria Limbourg

Universität-GH Essen

Einleitung

Kinder und Jugendliche sind im Laufe ihrer physischen, psychischen und sozialen Entwicklung vielfältigen Einflüssen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang spielen Sozialisationseinflüsse eine wichtige Rolle (Hurrelmann, 1998). Der Familie kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie beeinflußt wie keine andere Sozialisationsinstanz die Lebensbedingungen und somit die Einstellungen und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen.

Im späten Kindesalter, in der Pubertät und im Jugendalter verstärkt sich der Einfluß der gleichaltrigen Freundinnen und Freunde (peer-group). Jugendgruppen, Cliquen und Banden beeinflussen das Verhalten von Kindern und Jugendlichen und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Persönlichkeit und Identität.

Durch Sozialisationseinflüsse wird sowohl das Risikoverhalten als auch das Sicherheits- oder Präventionsverhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflußt und ausgeformt. Die Auswirkungen einzelner sozialisierender Faktoren sollen nun getrennt dargestellt werden.

Die Bedeutung der Familie

In einer Reihe von epidemiologischen Unfalluntersuchungen konnte gezeigt werden, daß der familiäre Hintergrund mit Unfallhäufigkeit, Unfallneigung und vorbeugenden Verhaltensweisen (Unfallprävention)im Kindes- und Jugendalter zusammenhängt (Read u. a., 1963, Preston, 1972, Böcher und Schlag, 1978, Rivara u. a., 1982, Rivara und Barber, 1985, Bijur u. a., 1986, Christoffel u. a., 1986, Pless u. a., 1987, Vormweg, 1989, Malek u. a., 1990, Hillmann u. a., 1990, Wilson u. a., 1991, Vega, 1992, Bagley, 1992, West u. a., 1993, Hubacher, 1994, Christie, 1995, Spieckermann und Schubert, 1997).

Im Rahmen dieser verschiedenen unfallanalytischen Untersuchungen wurden bislang folgende familiäre Bedingungen für Unfälle im Kindesalter und ihre Prävention als bedeutsam ermittelt:

Sozioökonomischer Status

Kinder aus unteren sozialen Schichten verunglücken häufiger als Kinder aus der Mittel- und Oberschicht (Bijur u. a., 1986, Rivara u. a., 1982, Rivara und Barber, 1985, Vormweg, 1989, Malek u. a., 1990, Scharples u. a., 1990, Wilson, 1991, Bagley, 1992, Christie, 1995, Kenneweg, 1996, Spieckermann und Schubert, 1997). Die Ursachen für das erhöhte Unfallrisiko von Kindern aus unteren Sozialschichten sind vielfältig:

Wohnverhältnisse

Unfallbelastete Familien wohnen in verkehrsreichen Wohngebieten mit wenig Spielplätzen, meist auch in älteren Häusern und Wohnungen. Sie leben häufig mit vielen Kindern und oft auch noch mit anderen Verwandten in wesentlich engeren Wohnverhältnissen als nicht unfallbelastete Familien (Böcher und Schlag, 1978, Rivara und Barber, 1985, Bijur u. a., 1986, Malek u. a., 1990, Bagley, 1992, Kenneweg, 1996).

Beruf und Bildung der Eltern

In den stärker unfallbelasteten Familien sind die Väter häufiger Arbeiter und üben häufiger handwerkliche Berufe aus als in den weniger unfallbelasteten Familien. In der Gruppe der Familien mit Kindern, die seltener in Unfälle verwickelt waren, sind die Väter häufiger Angestellte oder Beamte. Außerdem haben diese Väter häufiger einen höheren Schulabschluß (Böcher und Schlag, 1978).

Die Mütter von Unfallkindern sind häufiger berufstätig als die Mütter von Kindern, die keine Unfälle erlitten haben. Die Kinder berufstätiger Mütter sind häufig alleine zu Hause oder werden von älteren Geschwistern beaufsichtigt; beide Bedingungen korrelieren mit einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit.

Familiäres Einkommen

Ein geringes Einkommen, Armut und Sozialhilfe korrelieren mit der Unfallbelastung. Kinder aus Familien mit einem hohen Einkommen verunglücken seltener als Kinder aus einkommensschwachen Familien (Rivara und Barber, 1985, Malek, 1990, Bagley, 1992).

Kulturelle Einflüsse

Unfallanalytische Forschungsarbeiten aus unterschiedlichen Ländern weisen auf Zusammenhänge zwischen kultureller Herkunft der Familien und Unfallwahrscheinlichkeit der Kinder hin. So sind ausländische Kinder in Deutschland und in der Schweiz doppelt so häufig an Unfällen beteiligt als ihre einheimischen Altersgenossen (Böcher und Schlag, 1978, Hohenandel u. a., 1982, Stange, 1984, Kind und Verkehr - Brief, 1987, Hubacher, 1994). Besonders betroffen sind dabei die Kinder aus türkischen Familien.

In USA und Kanada sind wiederum die Kinder von farbigen Eltern häufiger in Unfälle verwickelt (Rivara und Barber, 1985, Christoffel u. a., 1986, Malek u. a., 1990, Bagley, 1992). Da die Minoritäten- und Migranten - Familien auch häufig in ungünstigen Wohn- und Verkehrsverhältnissen leben und auch häufig zur sozial schwachen Bevölkerung gehören, lassen sich diese Faktoren kaum trennen.

Nach den Ergebnissen von Kenneweg (1996) spielen Wohnumgebung und sozialer Hintergrund eine wichtigere Rolle als die kulturelle Herkunft. So verunglücken in der Stadt Dortmund die meisten Kinder - unabhängig von ihrer Nationalität - in den sozial benachteiligten Stadtteilen.

In Dortmund wurde auch nachgewiesen, daß deutsche Kinder aus sozial schwachen Familien vergleichbar stark bzw. noch stärker unfallbelastet waren als türkische Kinder.

Familienstruktur

Unfallkinder kommen häufiger aus unvollständigen Familien, d.h. sie wachsen nur mit einem Elternteil auf. Da die Alleinerziehenden in der Regel auch berufstätig sind, fehlt die Beaufsichtigung für ihre Kinder und dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Unfallhäufigkeit. Außerdem ist die finanzielle Lage von Alleinerziehenden häufig ungünstig, so daß die Kinder in einem risikoreicheren Wohnumfeld aufwachsen müssen (Rivara und Barber, 1985, Christie, 1995).

Kinder aus kinderreichen Familien verunglücken häufiger als Kinder aus Ein- oder Zweikind-Familien (Böcher und Schlag, 1978, Vega, 1992). Gründe für diesen Trend lassen sich in der sozialen und ökonomischen Situation dieser Familien finden. Außerdem werden in kinderreichen Familien häufig ältere Geschwister mit der Beaufsichtigung der jüngeren Geschwister beauftragt. In unfallanalytischen Forschungsarbeiten zur Bedeutung der Geschwisterposition konnte gezeigt werden, daß das jüngste Kind am stärksten gefährdet ist (Vega, 1992).

Emotionales Klima in der Familie

Kinder aus zerrütteten Familien (Konflikte, Trennung, Scheidung, familiäre Desintegration) sind unfallgefährdeter als Kinder aus intakten, harmonischen Familien (Read u. a., 1963, Köhler, 1993, Christie, 1995).

Gesundheitszustand der Familienmitglieder

Organische und psychische - oft chronische - Erkrankungen der Eltern korrelieren positiv mit der Unfallbelastung der Kinder. Am häufigsten spielt dabei die Erkrankung der Mutter eine Rolle. Von Bedeutung können jedoch auch die Erkrankungen des Vaters oder eines Kindes sein, oder die Pflege eines kranken Verwandten. Auch Alkoholprobleme in der Familie können sich auf das Unfallrisiko im Kindesalter auswirken (Christie, 1995).

Erziehungseinstellungen und Erziehungsverhalten

Eltern von Unfallkindern zeigen weniger vorbeugende Verhaltensweisen, sie beaufsichtigen und kontrollieren ihre Kinder weniger und sind weniger gefahrenbewußt als Eltern in Familien mit einer geringen Unfallbelastung (Vega, 1992, Christie, 1995, Valentín Centeno und Javier Fernandez, 1997).

Positiv auf das sicherheitsorientierte Verhalten von Kindern und Jugendlichen wirkt sich eine positive Eltern-Kind-Beziehung aus. Auch eine Erziehung zur Selbständigkeit verringert das Unfallrisiko der Kinder und Jugendlichen. Demgegenüber scheinen Verbote im Kindesalter eher dazu zu führen, daß sich die Kinder später als Jugendliche mit beginnender Ablösung vom Elternhaus gefährlichen Situationen aussetzen, da die externe Kontrolle wegfällt und das Gefahrenbewußtsein nicht internalisiert ist (Henning u. a., 1996).

Auch das Verhalten der Eltern beeinflußt das riskante Verhalten der Kinder (Modellverhalten). So zeigt sich bezüglich des riskanten Verhaltens im Straßenverkehr eine positive Korrelation zwischen dem riskanten Elternverhalten und dem entsprechenden Verhalten der Kinder: Eltern, die sich im Verkehr häufig riskant verhalten, haben Kinder, die sich auch riskant verhalten (Valentin Centeno und Javier Fernandez, 1997). Ähnliche Ergebnisse erhielten Henning u. a. (1996) für jugendliche Mofa- und Autofahrer.

In diesem Zusammenhang wirkt sich auch die von den Eltern gezeigte Regelbefolgung auf die Regelbefolgung ihrer Kinder aus. Zwischen regelkonformem Verhalten von Eltern und Kindern besteht ein sehr enger Zusammenhang (Henning u. a., 1996). Je intensiver die Eltern riskantes Fahrverhalten, alkoholisiertes Fahren und die Verletzung von Regeln mißbilligen, desto eher übernehmen die Jugendlichen das Bewertungsmuster ihrer Eltern, und desto kritischer bewerten sie ihren eigenen Fahrstil.

Das elterliche Verhalten beeinflußt auch die Gefahrenwahrnehmung und das Präventionsverständnis im Kindes- und Jugendalter. So zeigte sich in der Untersuchung von Limbourg (1996), daß Kinder häufiger Gefahren erkennen, auf die sie von den Eltern aufmerksam gemacht wurden. Weiter zeigte sich, daß Kinder, in deren Wohnungen technische Sicherheitsvorrichtungen (Steckdosenschutz, Herdschutzgitter, Schrankbefestigung) vorhanden sind, diese Maßnahmen auch in ihre Präventionsvorschläge einbeziehen.

Zusammenfassend kann feststellt werden, daß durch ungünstige familiäre Bedingungen das Unfallrisiko von Kindern und Jugendlichen deutlich erhöht wird. Da die verschiedenen unfallbegünstigenden Faktoren häufig zusammentreffen, lassen sich die Anteile der einzelnen Faktoren am Unfallgeschehen kaum getrennt beschreiben. So wohnen ausländische Migrantenfamilien häufig in innenstadtnahen Altbauquartieren mit starkem Autoverkehr und mit einem hohen Anteil von Armutslagen, während einkommensstarke deutsche Familien häufig in Pendlergemeinden mit überwiegendem Einfamilienhausbau in guter Wohnlage, mit verkehrsberuhigten Straßen und Tempo 30 - Zonen wohnen (Spieckermann und Schubert, 1997).

Ob letztlich die elterliche Nationalität, die Bildung, das Einkommen, die Wohnlage oder die Verkehrssituation die entscheidende Rolle in Bezug auf die Unfallbelastung spielen, läßt sich auf der Grundlage der vorliegenden Forschungsergebnisse kaum klären (Faktoren-Konfundierung).

Für die Unfallprävention liefern die Forschungsergebnisse jedoch wichtige Erkenntnisse. Sie zeigen deutlich, für welche Gruppen unserer Gesellschaft die unfallpräventiven Aktivitäten zu verstärken sind. Nicht die wohlhabenden und gebildeten Familien in den verkehrsberuhigten Einfamilienhaussiedlungen am Stadtrand sollten die Hauptzielgruppe unserer Unfallpräventionsbemühungen sein, sondern die sozial schwachen Familien in den innerstädischen verkehrsreichen Altbau-Wohnquartieren mit hohen Migrantenanteilen und hohen Anteilen an Armutslagen.

Die Ergebnisse der einschlägigen Forschungsarbeiten zeigen auch, daß das sicherheitsorientierte Modellverhalten im Elternhaus und das praktizierte Erziehungsverhalten einen deutlichen Einfluß auf das sicherheitsorientierte Verhalten von Kindern und Jugendlichen haben. Aus diesem Grund wäre eine sicherheitsorientierte und unfallpräventive Elternaufklärung und -bildung ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit im Kindes- und Jugendalter.

Die Bedeutung der Freunde

Bei älteren Kindern und Jugendlichen spielen die gleichaltrigen Freundinnen und Freunde (peer- group) eine wichtige sozialisierende Rolle - auch in Bezug auf Sicherheit und Gefahr (Jessor, 1984, Henning u. a., 1996, Jessor und Jessor, 1987, Marthiens und Schulze, 1989, Moe, 1996).

Viele jugendtypische riskante Verhaltensweisen (Mutproben, Drogenkonsum, schnelles oder alkoholisiertes Fahren) werden durch die Clique oder Gruppe beeinflußt. Das riskante Modellverhalten der Peers wird von den Jugendlichen häufig imitiert, weil die Konformität mit Peer-Normen in dieser Zeit sehr ausgeprägt ist. Die Jugendlichen stehen unter einem starken Gruppendruck. Für die Gruppenzugehörigkeit tut man alles - daher werden auch erhebliche Risiken in Kauf genommen. Gruppenkonforme riskante Verhaltensweisen stellen für die Jugendlichen häufig einen einen Weg dar, von der jeweiligen Bezugsgruppe akzeptiert zu werden und eine Identität innerhalb der jugendlichen Subkultur aufzubauen (Jessor, 1984, 1989, Jessor und Jessor, 1987, Plant und Plant, 1992, Henning u. a., 1996, Moe, 1996, Runge, 1996, Hurrelmann, 1998).

Nicht alle Jugendlichen lassen sich von ihrer Peer-Gruppe in Bezug auf das Risikoverhalten gleich stark beeinflussen. Und nicht alle Peer-Gruppen zeigen solche riskanten Verhaltensweisen. So beschreiben Henning u. a. (1996) und Jessor und Jessor (1987) die sog. „Problem Kids'', bei denen das riskante Verhalten zum „Problemverhalten'' wird. So ein Problemverhalten (z. B. alkoholisiertes Mofa-Fahren) tritt vor allem dann auf, wenn es in der Peer-Gruppe gebilligt wird, wenn der Jugendliche viele Peer-Modelle mit dem gleichen Problemverhalten kennt und wenn er stärker unter dem Einfluß der Peers als unter dem elterlichen Einfluß steht. Männliche Jugendliche sind in diesem Bereich sehr viel häufiger vertreten als Mädchen. Neben dem Geschlecht spielen auch noch der sozioökonomische Status, die Schulbildung und die berufliche Ausbildung eine wichtige Rolle. So verunglücken Jugendliche aus Sonderschulen oder aus Hauptschulen wesentlich häufiger als Realschüler und Gymnasiasten bei sog. „Mutproben'' wie z. B. S-Bahn-Surfen, Auto-Surfen, Überqueren der Autobahn vor den herannahenden Fahrzeugen usw. (Limbourg, 1996). Bei den sog. Disco-Unfällen konnten Marthiens und Schulze (1989) einige stärker gefährdete Berufsgruppen identifizieren (Metall, Bau und Militär).

Auf der Grundlage dieser Forschungserkenntnisse sollten sich die Präventionsansätze im Jugendalter an die Jugendlichen in ihrem sozialen Kontext richten (vgl. Limbourg, 1996). Das bedeutet, daß Jugendgruppen wie Fußball-Fans, Schulklassen, Jugendclubs, Lehrlinge einer bestimmten Firma, Besucher einer Disco usw. als Gesamtheit angesprochen werden müssen. Dabei sind besonders solche Gruppen von Bedeutung, die ein erhöhtes Sicherheitsrisiko aufweisen (Risiko- oder Problemgruppen).

Außerdem sollten bei der Unfallprävention die Jugendlichen selbst sehr viel stärker als bisher einbezogen werden. Die Aufklärung von Jugendlichen durch Jugendliche und der Einsatz von jugendlichen Vorbildern als Modelle für Sicherheitsorientierung und Unfallprävention haben wesentlich größere Aussichten auf Erfolg als die Aufklärung durch Erwachsene.

Zusammenfassung

Sicherheit und Gefahr im Kindes- und Jugendalter werden durch unterschiedliche Faktoren beeinflußt. Neben entwicklungs-, persönlichkeits- und umweltpsychologischen Determinanten spielen auch sozialpsychologische Faktoren eine wichtige Rolle beim Zustandekommen von Unfällen und bei der Unfallprävention.

In der Kindheit sind die familiären Sozialisationsbedingungen wichtige Determinanten für Sicherheit und Gefahr. Unfallrisiko und Sicherheit im Kindesalter hängen deshalb eng mit einer Reihe von familiären Faktoren zusammen:

Bei älteren Kindern und Jugendlichen wird auch die Gruppe der Gleichaltrigen (peer-group) zu einer wichtigen Sozialisationsinstanz. So werden viele riskante jugendtypische Verhaltensweisen durch die „peer-group'' gesteuert (Mutproben, Drogenkonsum, delinquente Handlungen usw.). Riskante Verhaltensweisen erfüllen dabei eine wichtige Funktion bei der Identitätsfindung: Sie stellen einen Weg dar, von der jeweiligen Bezugsgruppe anerkannt und akzeptiert zu werden.

Unfallpräventionsansätze müssen diese unterschiedlichen sozialen Einflüsse berücksichtigen und frühzeitig mit der Elternaufklärung und -bildung beginnen - ganz besonders in den sog. „Risikogruppen''. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sollten dann auch die Gleichaltrigen in die unfallpräventiven Aktivitäten einbezogen werden.

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