Friedrich Gottlieb Klopstock

 

 

Geistliche Lieder.
Erster Theil

 

Einleitung.

 

Derjenige, der Religion und Geschmack genung hätte, zu entscheiden: Wie Gedichte, die beym öffentlichen Gottesdienste gesungen zu werden, verdienen sollten, gemacht seyn müßten; der würde gleich im Anfange seiner Untersuchung finden: Daß die Nachahmung der Psalmen das höchste sey, was sich der Dichter zu erreichen vorsetzen, und was der Leser von ihm fodern könnte. Es verstünde sich von selbst, daß von einer Nachahmung die Rede wäre, [4] die Original bliebe, und bey der sich der Poet, der sie unternähme, viel öfter die Frage zu beantworten hätte: Würde David, wenn er ein Christ des neuen Testaments gewesen wäre, so geschrieben haben? als die andere Frage: Hat David so geschrieben?

Bey der Fortsetzung der Untersuchung würde sich vieles zeigen, das schwer zu entscheiden wäre. Die Psalmen sind sehr von einander verschieden. Man könnte sie in einige Classen theilen, wenn man diese Materie völlig aus einander setzen wollte. Allein wenn man diese Absicht nicht hat; so ist es genung, sie in erhabene und in sanftere abzutheilen. Ich will [5] die ersten, Gesänge, und die von der zweyten Art, Lieder nennen. Welcher von beyden Arten soll der christliche Dichter nachahmen? Soll er Viele zu sich erheben? Oder soll er sich zu den Meisten herunterlassen? Soll er Gesänge, oder Lieder machen?

Wenn er die erstaunliche Hoheit der Religion betrachtet, so sieht er, daß das <erhabenste>, was er zu sagen vermag, nur ein schwacher Ausdruck, und gleichsam nur ein Nachhall von demjenigen ist, was die Religion dem Christen zu denken und zu empfinden giebt. Wie niederschlagend und traurig muß ihm also der Gedanke seyn: Daß ihm gleichwohl die Meisten dieses Wenige nicht würden nachempfinden können.

[6] Er soll also Lieder machen, und der moralischen Absicht, der größten Anzahl nüzlich zu werden, nicht allein viele poetische Schönheiten, sondern auch eine andre gleichfalls moralische Absicht, diejenigen, die erhabner denken, in einem gewissen hohen Grade zu rühren, aufopfern.

Ich muß, eh ich weiter gehe, zwo Anmerkungen machen, damit man das, was ich gesagt habe, nicht falsch erkläre. Ich rede allein von Gedichten, die dem öffentlichen Gottesdienste bestimmt werden. Es giebt andre heilige Gedichte, die nur für Viele und schlechterdings nicht für die Meisten geschrieben werden müssen, und dabey [7] die Verfasser; wenn sie dieses thun wollten, nicht allein der Art zu dichten, in welcher sie arbeiten, entgegen handeln; sondern auch desjenigen Zwecks, der hier ihr vornehmster seyn muß, nämlich: die Religion in ihrer ganzen Schönheit und Hoheit vorzustellen, verfehlen würden. Zweytens muß man nicht glauben, daß ich diejenigen Psalmen die ich Lieder nenne, deßwegen für nicht so würdig der Religion, als die Gesänge Davids halte, weil ich wünsche, daß sich die größte Anzahl der Zuhörer zu den Gesängen möchte erheben können. David war eben so überzeugt, daß er sich nicht zu weit herunter ließ, als er von [8] der göttlichen Eingebung seiner Psalmen überzeugt war. Aber der christliche Dichter, der ihm nachahmt, muß fürchten, sich zu weit herunter zu lassen, oder, welches hier eben das ist, der Religion durch die Vorstellungen, die er auf diese Art von ihr machen könnte, zu schaden.

Diese Laufbahn ist voll Schwierigkeiten besonders für denjenigen, dem es leichter seyn würde, Gesänge als Lieder zu machen. Ich will etwas von diesen Schwierigkeiten, und zugleich einige von den Regeln anführen nach welchen ich glaube, daß Gesänge und Lieder gearbeitet werden müssen.

Derjenige würde mich falsch beurtheilen, der von mir glaubte, daß ich [9] die Art zu denken der Christen bey der Anbetung, der wichtigsten Handlung des Gottesdienstes, in ein blosses Werk des Genie und der Kunst verwandeln wollte. Ich bin so weit hiervon entfernt, daß ich jeden Dichter, der es nicht von ganzem Herzen mit der Religion meint, wenn er auch gleich jene Eigenschaften in hohem Grade besäße, für sehr unfähig halte, heilige Gedichte zu machen. Er wird nachahmen. Er wird denen, die eben so wenig wirkliche Christen als er selbst sind, glücklich nachgeahmt zu haben scheinen. Allein derjenige Christ, der diesen grossen Namen verdient, wird ihn, an gewissen, oft kleinen Zügen, erkennen.

[10] Der Gesang ist fast immer kurz, feurig, stark, voll himmlischer Leidenschaften; oft kühn, heftig, bilderreich in Gedanken und im Ausdrucke; und nicht selten von denjenigen Gedanken beseelt, die allein, von dem Erstaunen über Gott, entstehen können. Ich sage nicht, daß das Lied nicht auch vieles von diesen allem haben könne: aber es mildert es fast durchgehends, und bildet es in Vorstellungen aus, die leichter zu übersehen sind.

Jener ist die Sprache der äussersten Entzückung, oder der tiefsten Unterwerfung: dieses der Ausdruck einer sanften Andacht, und einer nicht so erschütterten Demut.

[11] Bey dem Gesange kommen wir ausser uns. Sterben wollen wir, und nicht leben! Bey dem Liede zerfliessen wir in froher Wehmut, und erwarten unsern Tod mit Heiterkeit.

Der erste erlaubt sichs nicht nur, sondern es ist eine von seinen Hauptpflichten, daß er schnell von einem grossen Gedanken zum andern forteile. Er fliegt von Gebirge zu Gebirge, und läßt die Thäler, wie schön und blumenvoll sie auch seyn möchten, unberührt liegen. Denn wenn unsre Seele entweder durch die Hoheit der Gedanken, oder durch das Feuer der Empfindungen stark bewegt ist; so ist es ihrer Natur gemäß, so zu denken. [12] Gewisse nähere Erklärungen, gewisse Ausbildungen will sie alsdann nicht. Sie eilt fort. Sie hatte das alles schon hinzugedacht. Das Lied muß einige von diesen Erweiterungen hinzusetzen. Und hier ist eine von seinen Hauptschwierigkeiten, die darinn besteht, daß es in Hinzusetzung jener genauern Ausbildungen nicht weiter gehe, als es schlechterdings nothwendig ist.

Bisweilen steigt der Gesang in die Gegenden des Liedes herunter; und das Lied in die Sphäre des Gesangs hinauf. Aber niemals verweilen sie lange.

Die erhabne Schreibart hat feinere Bestimmungen als die gemilderte. Der [13] Gesang ist daher einer hellern Deutlichkeit fähig als das Lied. Er bekömmt von der Kürze, dem Feuer, und der Stärke der Gedanken noch mehr Licht. Ueberhaupt von der höhern Poesie zu reden, so ist dem, welchem es leicht wird, ihr zu folgen, fast kein Poet so deutlich, als Young.

Das Lied richtet sich nach den eingeführten Melodien; aber nur nach einigen. Denn nicht alle sind der Ausdruck der wahren Andacht. Die von Luthers Liedern haben einen grossen Vorzug, vor den meisten andern. Meine Meinung ist gleichwohl nicht, daß man sichs schlechterdings versagen solle, neue lyrische Sylbenmasse und [14] zu diesen neue Melodien zu machen. Ich merke noch im Vorbeygehen an, daß derjenige Reim, den die Franzosen, welche ihn oft brauchen, den reichen, nennen, und dessen einige unsrer besten Dichter sich nicht ganz enthalten haben, in unsern Versen, vorzüglich in den lyrischen, völlig eingeführt zu werden verdiene. Den Gesang erhebt der Dichter durch andre Sylbenmasse. Bald braucht er das Sylbenmaß der Alten. Bald setzt er dieß auf neue Art zusammen. Bald wählt er diejenigen unter den eingeführten Sylbenmassen der Lieder, in welchen der Trochäus bisweilen den Jamben, oder dieser jenen unterbricht. Allein [15] den Reim läßt er weg. Vielleicht würde es auch dem Inhalte gewisser Gesänge sehr angemessen seyn, wenn sie Strophen von ungleicher Länge hätten, und die Verse <der Alten> mit den unsrigen so verbänden, daß die Art der Harmonie mit der Art der Gedanken beständig übereinstimmte.

Wem es gelänge Lieder zu machen, die auch denen gefielen, die dem Schwunge des Gesangs ohne Mühe folgen können, der hätte vortrefliche Lieder gemacht.

Einige von den Regeln, welche der Gesang und das Lied zugleich haben, sind:

[16] Ihre Anlage muß niemals eine Abhandlung von einer Lehre der Religion seyn. Wenn man sie in Prosa übersezte, würde man sich von diesem Fehler, der vielleicht durch den poetischen Ausdruck verborgen war, mit Gewißheit überzeugen können.

Ich meine nicht, daß sie nicht hier und da kurze Sätze, die Lehren der Religion enthalten, einstreun sollten. Es ist dieß eine von ihren vornehmsten Regeln.

Vor allen müssen sie das Herz bewegen. Fast alle Menschen sind mehr zur Empfindung als zum tiefsinnigem Nachdenken gemacht. Auch ist die wahre Anbetung mehr Herz als Betrachtung.

[17] Klage über unser Elend sollte nicht so oft ihr Inhalt als Dank seyn.

Sie sollen die Thaten Jesu besingen. Die lyrische Erzählung gehört unter die schwersten Unternehmungen der Poesie. Die kühnen Uebergänge, die dem Gesange eigen sind, machen daß demselben die Erzählung nicht ganz so schwer, als dem Liede ist.

Die Werke Gottes sind auch einer ihrer vornehmsten Gegenstände. Es ist nicht leicht, einen Gesang oder ein Lied über die Werke Gottes zu machen. Man unternimmts; und es wird unvermerkt eine Ode. Ich sehe hier eine solche Ode vornehmlich in dem Gesichtspuncte an, daß sie sich [18] mehr schicken würde, in einer Versammlung blosser Philosophen, als in einer Versammlung von Christen gesungen zu werden.

Jede Art zu dichten hat ihren eignen Ton, der ihr angemessen ist. Ich glaube durch folgendes den Hauptton des Gesangs und des Liedes noch etwas näher zu bestimmen.

Er ist der Ausdruck der Empfindungen des neuen Testaments, besonders derjenigen, die den Versöhner der Gottheit angehn. Die Christen des ersten Testaments, selbst diejenigen, die Gott seiner Eingebung würdigte, wusten nicht so viel von dem Innersten der Religion, der Erlösung, als die [19] Christen des neuen Testaments davon wissen. Sie sahn sie nur von fern und wie im Schatten. Sie hatten die himmlische Salbung nicht in dem Grade als die Apostel und Märtyrer empfangen. Daher ist die erste und zweite Offenbarung auch bis auf die Art zu denken und den Ausdruck verschieden. "Ich werde seyn, der ich seyn werde!" ist der Hauptton des ersten Testaments. Er erfüllt uns mit Ehrfurcht und Erstaunen. Das neue Testament thut dieß zwar auch; aber Gott hat sich zugleich ganz zu uns herunter gelassen. Unsere Anbetung wird oft Entzückung. "Das Lamm, das er[20]würgt ist, ist würdig, zu nehmen Preis und Ehre!" Ueberhaupt sind beyde Offenbarungen das Muster des heiligen Dichters. Aber dennoch sollte der Hauptton der letzten der herrschende bey ihm seyn; besonders, wenn er Lieder macht. Derjenige wird ihn nicht verfehlen, der sich mit vorzüglicher Sorgfalt bestrebt, diejenigen heiligen Leidenschaften und Gedanken auszudrücken, die aus der Liebe Gottes und unsrer Brüder, als so viel Zweige aus einem Stamme entstehn. Alles, was sich nicht mindstens hierauf bezieht, ist fremd, und gehört weder in den Gesang noch in das Lied. Es ist ferner, ihn zu erreichen schlech[21]terdings nothwendig, daß der Dichter von derjenigen Art über die Religion zu denken, und sie auszudrücken, die in einigen unsrer eingeführten Lieder herrscht, sich sorgfältig entferne. Es ist sonderbar, daß Männer, denen ich ihre Frömmigkeit gar nicht absprechen will, und die so oft die Offenbarung lasen, dieses Muster der erhabensten, der würdigsten, der sanftesten, und der <angemessensten> Schreibart, daß diese Männer die Kühnheit gehabt haben, so klein und so platt von Gott zu denken. Sie können sich damit gar nicht entschuldigen, daß sie sich zu den Meisten haben herunterlassen wollen. Fürs erste haben die Meisten mehr gesunden [22] Verstand, mehr natürliches Gefühl von dem, was wahr, gut, und rührend ist, und selbst mehr Empfindung von der Religion, als jene, welche die Offenbarung so entweiht haben, wohl denken. Zweytens hat sich die Bibel auch sehr oft herunter gelassen. Aber wie hat sie es gethan? Und soll sie denn etwa, wenn es darauf ankömmt, die Empfindungen der Christen auszudrücken, aufhören, unser Muster zu seyn? Und ist denn das Gemeine, das Platte, das lächerlich Künstliche etwa deutlicher, als die immer anständigen, sanften und angemeßnen Herablassungen der Bibel?

[23] Die Anbetung ist das wesentlichste des öffentlichen Gottesdienstes. Denn obgleich die Taufe und das Abendmahl aus sehr guten Ursachen mit demselben verbunden werden; so kann man sie doch, da sie mehr ein Genuß göttlicher Gnaden, als ein Bekenntniß Gottes sind, nicht im eigentlichen Verstande Gottesdienst nennen. Das Singen ist wieder der wichtigste Theil der Anbetung, weil es das laute Gebet der Gemeine ist, welches sie mit mehr Lebhaftigkeit bewegt, und zu längern Anhalten erhebt, als das still nachgesprochne oder nur gedachte Gebet. Die unterrichtende Ermahnung des Predigers, ist, ihres grossen Nu[24]tzens ungeachtet, kein so wesentlicher Theil des Gottesdienstes.

Woher ist es gleichwohl gekommen, daß die, so nicht aus blosser Gewohnheit in die Kirche gehn, es nicht vorzüglich um der Anbetung willen; sondern mehr deswegen thun, weil sie eine gute Predigt hören wollen, oder mindstens zu hören wünschen?

Ich irre mich entweder sehr, oder eine von den Hauptursachen davon ist die Niedrigkeit und Schwäche einiger unsrer eingeführten Lieder. Dazu kömmt noch, daß die guten Lieder, die wir haben an vielen Orten seltner, als die andern gesungen werden. Ich will gar nichts davon erwähnen, daß [25] die Musik der Instrumente, diese rührende Gefährtinn des Singens, bey unserm Gottesdienste schweigt. Denn man wird doch einen gewissen Lerm, der, mit dem Geschrey eines Chors, in vielen unsrer Kirchen, ohne den geringsten Anstand und Feyerlichkeit, bisweilen entsteht, nicht Musik nennen wollen! Musik von ganz andrer Art (denn ist sie etwa allein für Concerte und Opern so vollkommen in unsern Zeiten geworden?) sollte das Singen der Gemeine begleiten; oder dann mit dem Chore gehört werden, wenn dieß entweder mit der Gemeine abwechselte, oder für sich eine Musik aufführte: wiewohl dieses lezte, selt[26]ner, und nur auf kurze Zeit, geschehn müßte, weil die Gemeine mehr Antheil an dem Gottesdienste nehmen, als bloß zuhören will. Was hätte ich nicht noch zu sagen, wenn ich über den Ernst, den Anstand, die Majestät, über die ganze Feyerlichkeit der öffentlichen Anbetung, die eine noch viel reichere Quelle der heiligsten Entzückung und des frömmsten Lebens werden könnte, mich ausbreiten wollte. Ich habe vor, es alsdenn zu thun, wenn mich einmal eine größre Sammlung von Liedern, als dieser Versuch ist, mehr dazu berechtigen wird.

Klopstock.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

[Friedrich Gottlieb Klopstock]: Geistliche Lieder. Erster Theil. Kopenhagen u. Leipzig: Pelt 1758, S. 3-26. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Drei Korrekturen; davon zwei nach Druckfehlerverzeichnis (S. 5, 15, 21).

Der Band erschien tatsächlich Ende 1757; vgl.: Die zeitgenössischen Drucke von Klopstocks Werken. Eine deskriptive Bibliographie von Christiane Boghardt u.a. Bd. 2. Berlin u.a. 1981, Nr. 2005.

 

 

Kommentierte und kritische Ausgaben

 

 

Literatur

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