Moses Mendelssohn

 

 

Von der Lyrischen Poesie * ).

Im J. 1778.

 

Die Begriffe stehen mit einander entweder in RealVerbindung, sowie ihre Urbilder, die wirk[299]lichen Dinge außer uns, in Absicht auf ihr Dasein in Zeit und Raum mit einander verbunden sind; oder in IdealVerbindung: und zwar a) als Grund und Folge, d.i. RazionalVerbindung, b) durch Gemeinschaft der Merkmaale, welches die Verbindung der Einbildungskraftausmacht.

Wenn in der Masse des Bewußtseins die RealVerbindung die herr­schende ist; so sind wir in wachendem Zustande, und bei uns selbst. Solange das Bewußtsein der RazionalVerbindung herrschet, meditiren wir, das ist, wir lösen Begriffe auf, oder setzen sie zu­sammen, gehen von Grund auf Folge, oder von Folge auf Grund. Im Traume ist die Verbindung nach der Gemeinschaft der Merkmaale (Aehnlichkeit, Gleichheit u.s.w.) die herrschende. Wenn alle diese Arten der Verbindungen sich einander die Wage halten, und keine merklich hervorsticht; so hört das Bewußtsein auf: wir schlafen.

In Absicht der Folge der Begriffe wird die [300] Aufmerksamkeit, inso­weit sie nicht von der Freiheit des Willens abhängt, geleitet: 1) von der Stärke des Eindrucks; 2) von dem Antheil den wir daran nehmen; 3) von dem Vorsatz, den wir gefaßt haben, eine gewisse Idee zu verfolgen. Die Stärke der unfreien Aufmerksamkeit ist also nach diesem dreifältigen Verhältniß zu schätzen.

Man kann die Freiheit des Willens, mit welcher wir die Aufmerksam­keit zu lenken im Stande sind, die subjektive Gewalt; sowie die Kraft der Vorstellungen selbst auf die Aufmerksamkeit, in Gegensatz mit jener, die objektive Gewalt nennen. Die subjektive Gewalt ist desto größer, je mehr objektive Gewalt sie zu besiegen vermag, je mehr sie im Stande ist die Aufmerksamkeit, aller Hindernisse ungeachtet, nach Gutfinden zu lenken.

Mit jedem Fortschritt der Begriffe gleitet die Seele in Imagina­zionsVerbindungen aus, sobald eine NebenIdee die stärkste objektive Gewalt erlangt. Sie kömmt von derselben in die RealVerbindung zurück, durch die Stärke des Eindrucks wirklicher Gegenstände; und in die RazionalVerbindung, durch die Kraft des Vorsatzes, oder auch durch die Freiheit des Willens, welcher sie sowohl auf jene, als auf diese zurück rufen kann.

[301] Solange wir es in unserer Gewalt haben, die Gedanken von jeder andern Reihe, bei der mindesten Veranlassung, in die Realverbindung zurück zu rufen; so lange besitzen wir Gegenwart des Geistes (Besonnenheit). In den Augenblicken in welchen wir dieser Freiheit beraubt sind, sagt man, wir seien abwesenden Geistes. Und zwar, wenn uns die Stärke des Vorsatzes eine gewisse Idee zu ver­folgen, überwältigt, so sind wir in Betrachtung vertieft. Ist es die Gewalt der Theilnehmung, die uns verhindert gegenwärtig zu sein; so sind wir in Empfindung verloren, oder durch Gemüths­bewegung außer uns. Reißt uns aber die Lebhaftigkeit der Einbil­dungen mit sich fort; so sind wir in Verzückung, Begeiste­rung, u.d.gl. – Wer keinen festen Vorsatz hat eine Idee zu ver­folgen, auch keiner starken Theilnehmung, sowie keiner lebhaften Einbildung fähig ist, kann leicht gegenwärtigen Geistes sein. Je fester hingegen jener Vorsatz ist, desto mehr Kraft der Seele wird zur Besonnenheit angestrengt werden müssen.

Aus der Realverbindung findet sich leicht ein Uebergang in die Reihe des Vorsatzes; denn diesen gefaßten Vorsatz haben wir sehr oft mit dem Begriffe der Realverbindung zusammen gedacht, und also in Assoziazion gebracht. Es giebt [302] also im wachenden Zustande mehr Uebergänge aus den Nebenwegen der Imaginazion in die Reihe des Vorsatzes. Im Traume, muß uns bloß die Stärke des Vorsatzes selbst zurückführen; im Wachen aber, geschieht es durch die Stärke des Vorsatzes unmittelbar, und durch die Realverbindung, die in die­sem Zustande herrschend ist, mittelbar.

Dieses mag die Ursache sein, warum wir eine Meditazion im Traume nur selten gehörig ausführen, und warum sie im wachenden Zu­stande besser von Statten geht. Wir werden im Traume durch die herrschende Verbindung, vermittelst der Gemeinschaft der Merk­maale, zu oft von unserm Vorsatz abgeleitet, und der äußere Ein­druck ist nicht mächtig genug, uns in die Realverbindung und ver­mittelst derselben auf den Vorsatz zurück zu führen.

Nach dieser psychologischen Einleitung komme ich zum lyrischen Gedichte.

Das lyrische Gedicht soll die Veränderungen darstellen, die in einem von der Theilnehmung beherrschten Gemüthe vorgehen.

Die Veranlassung dazu ist allezeit eine Begebenheit in der Realverbin­dung der Dinge. Diese kann also mit dargestellt werden.

Aber keine topische Beschreibung, auch keine [303] chronistische. – Diese setzen Bewußtsein der Realverbindung, und Gegenwart des Geistes, voraus.

Auch kein deutliches Bewußtsein eines bestimmten Vorsatzes, diese oder jene Idee zu verfolgen. Wenn der Dichter einen solchen Vor­satz hat, so muß er gleichsam tief in seiner Seele verborgen liegen, und durch die Theilnehmung gleichsam bedeckt sein.

Die Folge der Begriffe auf einander geschieht nach der Verbindung der Theilnehmung. Bei jedem Fortschritt eine kurze, oder längere, Abschweifung in gleichartige Nebenbegriffe. Die Rückkehr geschieht durch Gemeinschaft der Merkmaale, oder durch die Gewalt der HauptTheilnehmung, die in der Seele herrscht; niemals durch den Vorsatz, noch weniger durch die Realverbindung. Sobald die Haupt­theilnehmung nicht mehr lebhaft genug ist in Worte sich zu er­gießen; so schließt sich das lyrische Gedicht.

Alle Nebenideen, die durch das stärkere Licht der Hauptideen in dem von der Theilnehmung beherrschten Geiste verdunkelt werden, muß der lyrische Dichter verschweigen. – Daher die Sprünge, die plötz­lichen Uebergänge, die versteckte Ordnung. Dieses ist eigentlich die Ordnung des Vorsatzes, die der Dichter zu verbergen sucht.

[304] In keiner Dichtungsart kömmt die Natur der Kunst so nahe, als in der lyrischen. Denn wenn der Dichter wirklich in dem besungenen Gemüthszustande sich befindet, so ist er sich selbst Gegenstand, also causa objectiva und causa efficiens zugleich.

Alle Völker haben lyrische Gedichte, selbst die ungebildetesten nicht ausgenommen.

Die lyrischen Gedichte der Kunst unterscheiden sich durch die ver­borgene Ordnung des Vorsatzes (den Plan).

 

Untergattungen.

Lied. Der Gegenstand der Theilnehmung ist unbestimmt. – Noch keine wirkliche Gemüthsbewegung, nur Anlage und Bereitschaft da­zu. – Die Ordnung ist zum Theil IdealVerbindung, durch die Asso­ziazion gleichartiger Empfindungen; zum Theil RazionalVerbindung, jedoch nicht ohne Theilnehmung. – Keine völlige Abwesenheit des Geistes. – Keine eigentliche Abschweifung; denn ihre Reihe und Ordnung schließt keine Nebenidee aus.

Elegie. Der Gegenstand der Theilnehmung bestimmt. – Die Ver­anlassung nicht mehr neu. – Die Theilnehmung ist zwar in Affekt übergegangen, hat aber durch die Zeit von ihrer stür[305]mischen Gewalt verloren. Sie hat sich vielmehr tief in den Grund der Seele gesenkt, und mit allen dunklen Begriffen und verborgenen Triebfedern der­selben auf das genaueste verbunden. – In dem entferntesten Neben­begriffe findet die Seele Gleichartigkeit mit dem herrschenden Inter­esse. Daher die sanften Uebergänge. Kein Aufbrausen, keine Ver­wunderung, keine plötzliche Abschweifungen und Rückkehr; sondern Alles ist durch das Band der Theilnehmung aufs innigste ver­bunden.

Ode. Der Gegenstand höchst bestimmt. Der Dichter kann nicht sagen:

Welche Gottheit soll auch mir
Heute einen Wunsch gewähren?
Unentschlossen irr' ich hier
Zwischen den Altären.

Dieses ist der Anfang eines Liedes, keiner Ode. Pindar, der eine seiner Oden mit einer ähnlichen Frage anfängt, hat die sehr gute Entschuldigung für sich, daß der Held den er zu loben hatte, von so manchen Göttern und Halbgöttern abstammte, daß er natürlich in Zweifel sein muß, welchen von dessen Ahnherren er zuerst preisen soll. Die Ungewißheit entsprang also bei ihm gerade aus der Be­stimmtheit des Gegenstandes. In wie weit sich diese Entschuldi[306]gung auch bei Horaz, und bei unserm Ramler, welche beide diesen Anfang nachgeahmt, anbringen läßt: mag ich nicht entscheiden. – Die Ver­anlassung neu, unerwartet, Verwunderung erregend. Der Dichter unterliegt der Gewalt des Affekts. – Abwesenheit des Geistes – Verzückung – Begeisterung. Er sieht erstaunliche Dinge, verspricht Wunder, und ist nicht an die Regel der Bescheidenheit gebunden, die Horaz jedem andern Dichter, und vornehmlich dem HeldenDich­ter, vorschreibt:

ex fumo dare lucem.

Der Anfang der Ode ist mehrentheils da, wo die Begriffe lebhaft genug geworden, und sich aus der Seele gleichsam hervordrängen; zuweilen gleich nach dem ersten Staunen, sobald der Affekt in Worte auszubrechen bemüht ist. Daher bei allen OdenDichtern der entferntesten Völker die Redensarten: Ich thue meinen Mund auf! Mein Geist beginnet erhabene Dinge! Ich will reden, höret mich!

Der Fortgang . . . –

Der Schluß, zuweilen im höchsten Grade des Affekts: indem dieser nehmlich durch Nebenbegriffe so vermehrt werden kann, daß ihm Worte fehlen, und der Dichter gleichsam in sich selbst zurück kehren muß; zuweilen mitten in der [307] Abschweifung: wenn die Bilder und Begriffe, welche der Dichter auf dem Nebengange antrift, wichtig genug sind ihn von dem Hauptgegenstande völlig abzuführen, und ihm nun kein anderer Rückweg mehr offen ist, als durch die ihm verbotene Ordnung der Realverbindung.

 

Beispiele aus den Psalmen * ).

 

              Psalm 123.
Zu dir erheb ich' meine Augen,
Der du im Himmel thronest! . . –
Erbarm dich, Ewiger! erbarm dich unser!
Wir sind des Schmaches viel zu satt.
Ja, viel zu satt ist unsre Seele
Des Spotts der Uebermüthigen,
Der <Trotzigen> Verachtung.

Der Affekt verschließt hier dem Dichter gleichsam den Mund.

              Psalm 126.
Wann aus dem Elend Gott noch Zion führet;
So sind wir wie vom Traum' erwacht.
[308] Voll Lachens ist dann unser Mund,
Frohlockens voll die Zunge.
Und alle Heiden sprechen:
Für sie hat Wunder Gott gethan!
Ja, Wunder thut der Herr für uns,
Deß sind wir herzensfroh.
Ach, führ uns aus dem Elend, Herr!
Wie Wasserström' in dürres Land.
Die mit Thränen säen,
Sammeln ein mit Freuden.
Er gehet hin und weinet,
Der Säemann mit seiner Last;
Jauchzend kommet er zurück,
Trägt seine Garben ein.
            Psalm 129.
Oft hat man mich gedrängt,
Von meiner Jugend auf:
So singe Israel!
Oft hat man mich gedrängt
Von meiner Jugend auf;
Jedoch nicht übermogt.
Auf meinem Rücken haben sie gepflügt,
Gezogen ihre langen Furchen.
Gerecht ist er, der Ewige!
Zerhieb der Frevler Seile.
Zu Schanden werden, weichen
Müssen alle Feinde Zions,
[309] Und sein, wie Gras auf Dächern,
Das, eh man's ausrauft, welkt.
Kein Schnitter füllet seine Hand;
Kein Garbenbinder seinen Arm.
Vorübergeher grüßten nicht:
"Der Segen Gottes über euch!
Wir grüßen euch im Namen Gottes!"

Dieser Psalm ist von Hrn Ramler sehr glücklich übersetzt * ). – Der Schluß ist mitten in [310] der Abschweifung, die den Dichter auf eine sehr angenehme Vorstellung geführt, und den traurigen Affekt gleichsam in ein liebliches Bild aufgelöset hat.

              Psalm 133.
Sieh! wie fein, wie lieblich ist es,
Wenn in Eintracht Brüder leben!
Wie vom Haupte köstlich Salböl
Fleußet in den Bart herab:
Aarons ehrenhaften Bart,
Wallend auf des Kleides Borte:
Wie auf Hermon Morgenthau,
Thau auf Zions Berge träufelt.
Dort befiehlt der Ewge Segen,
Lebensfreude hin, auf ewig.

Der Dichter ist von seiner Hauptidee nunmehr allzuweit entfernt, und die Ode schließt sich mitten in der zweiten Digression.


Wenn unsere Sinne lebhaft gerührt werden; so bemerken wir in dem Fortgange der Begriffe eine dreifache Periode. In der ersten be­herrscht der TotalEindruck die Seele so völlig, daß sie ihr die Macht benimmt die Theile einzeln zu betrachten und zu bezeichnen. Dieses ist der Zustand der Betäubung. Unterdeß ar[311]beitet die Real­verbindung immer fort, und vermindert die Lebhaftigkeit des Total­Eindruckes nach und nach, bis die Seele in derselben einen Ueber­gang auf einen besondern Umstand findet, der alsdann aus dem be­täubenden Gefühl gleichsam hervor springet, und sich auszeichnet. Dieser führt die Seele alsdann durch die Ordnung der Theilnehmung auf die übrigen Theile des TotalEindruckes. Das ist der Zustand der Verwirrung. Endlich wird die Razionalordnung die herrschende. Die Seele kann ihre völlige Aufmerksamkeit auf die Theile richten, die ihrem Vorsatze gemäß sind, und kann sie in der gleichen Ord­nung auf einander folgen lassen. – –

(Das Uebrige fehlt.)

 

 

[Die Anmerkungen stehen als Fußnoten auf den in eckigen Klammern angegebenen Seiten]

[298] *) Moses Mendelssohn hatte diese Gedanken über die psychologische Beschaffenheit der lyrischen Poesie seinem Freunde Engel zu gefallen aufgesetzt, aber schriftlich nicht ganz geendigt, weil sich beide mündlich über diesen Gegenstand unterhielten. Engel gedenkt in der Vorrede seiner Theorie der Dichtungsarten (2te Ausgabe, Berlin 1804) S. XXVI, wie viel er seinem [299] Freunde in Absicht des Begrifs des lyrischen Gedichts und der Idylle schuldig sei. Dies bezieht sich auf diesen Aufsatz. M. M. wollte aus der hier versuchten Theorie auch den Wahnsinn psychologisch erklären, der immer von einer regellosen Phantasie anfängt, und dem Vorsatz die Zügel aus den Händen windet.     Fr. Nicolai.   zurück

[307] *) Mein Freund hatte in der Handschrift die Stellen nur frei übersetzt. Ich habe fürs beste gehalten, sie aus seiner im J. 1783 gedruckten Uebersetzung der Psalmen anzuführen, wo er diesen Stellen noch mehr Kraft und Rundung gegeben hat.     N.   zurück

[309] *) Ramler's Uebersetzung steht im 3ten Bde seines Batteux (5te Auflage, Leipz. 1802) S. 115. Ich will sie auch hieher setzen:
  "Sie haben mich hart bedrängt von meiner Jugend an: so sage Israel. Sie haben mich hart bedrängt von meiner Jugend an: aber sie haben mich nicht überwältiget. Die Pflüger haben auf meinem Rücken geackert, und ihre langen Furchen gezogen. Jehova, der Gerechte, hat der Frevler Seile zerhauen. – Mit Schande müssen Alle, mit Schande zurückweichen Alle, die Sion hassen! Sie müssen geachtet sein, wie Gras auf den Dächern, welches eher verdorret als man es ausrauft; von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllet, noch der Garbenbinder seiner Arme Busen, und die Vorübergehenden nicht sprechen: Der Segen Gottes sei mit euch! wir segnen euch im Namen des Herrn!" [Anm. Nicolai].   zurück

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Neue Berlinische Monatschrift.
Bd. 23, 1810, Mai, S. 298-311. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Ein Druckfehler wurde korrigiert (S. 307).

 

 

Zeitschriften-Repertorien

 

Kommentierte Ausgaben

 

 

Literatur

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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer