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Im FuE-Vorhaben „EnBV“ wurde in den vergangenen 2,5 Jahren durch Pressen und Perkolation die Verteilung der bioverfügbaren Organik aus Bioabfällen auf eine Festphase und eine weiter verwertbare Flüssigphase untersucht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie förderte das Projekt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (FKZ 0327846). Dabei lag der Fokus auf der Betrachtung der Feststoffphase, die entfrachtet von leicht verfügbarer Organik energieeffizienter weiterbehandelt werden kann. Dieses Vorhaben „EnBV“ zeigte, dass sowohl Festphase als auch Flüssigphase in der geplanten Weise erzeugt werden können und eine Verminderung des spezifischen Energiebedarfs bei der weiteren Behandlung der Festphase erreicht werden kann.
Ziel für die Erweiterung des FuE-Vorhabens „EnBV“ (FKZ 0327846; Aug. 2011 bis Dez. 2013) ist bekannte Verwertungsverfahren derart abzuändern, dass eine energetische Verwertung der erzeugten Flüssigphase sinnvoll möglich wird, indem diese umgewandelt in Biogas zusätzlich zur Energieeffizienzerhöhung des Gesamtprozesses beiträgt und eine energieaufwändige Entsorgung der Flüssigphase umgangen werden kann.
In großtechnischen Versuchen werden in bestehenden repräsentativen Vergärungsanlagen (Nassvergärung, Trockenvergärung oder in Faulturm einer Kläranlage) folgende Untersuchungsschwerpunkte erarbeitet (TIG, EGW) und durch das Fachgebiet Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft (Universität Duisburg-Essen) wissenschaftlich ausgewertet:
- Aufbereitung des Presswassers zur Weiterbehandlung in einer Vergärungsanlage
- Grundlegende Ermittlung einer Prozessführung für die Vergärung dieser Flüssigphase und Durchführung großtechnischer Versuche in der Nass-Vergärungsanlage der EGW in Gescher
- Prüfung der Verwertbarkeit der Flüssigphase als Co-Substrat in den Faultürmen von Kläranlagen oder in Trockenvergärungsanlagen für Bioabfall
- Prüfung der Möglichkeit die Flüssigphase in einem Hochleistungsfermenter zu verwerten
Unter der Voraussetzung, dass ein Großteil der leicht verfügbaren Organik in die Flüssigphase überführt wird, könnten etwa 40-50 Nm³ Biogas je Mg Input erzeugt werden.
Ansprechpartner der Universität Duisburg-Essen
Dr.-Ing. R. Brunstermann
Dipl.-Umweltwiss. N. Röder
MSc. B. Brinkmann
Die Sanierungsmaßnahmen im fünften Stock den Gebäudes V15 sind weitestgehend abgeschlossen. Der Lehrstuhl Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft wird voraussichtlich im Zeitraum vom 4. bis 7. Oktober zurück in die fünfte Etage ziehen.
Bitte beachten Sie, dass es aufgrund des Umzugs im obengenannten Zeitraum dazu kommen kann, dass Mitarbeiter des Lehrstuhls nicht in den ihnen bekannten Räumen anzutreffen sind oder sich der Emailverkehr verzögert.
Die Nitrifikation ist die Achillesferse der biologischen Abwasserreinigung. Industriekläranlagen bei denen sowohl die Qualität als auch die Quantität des Abwassers stark schwanken sind hier besonders anfällig, insbesondere wenn nennenswerte Stickstofffrachten abzubauen sind. Das Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung einer Sonde zur Messung der Nitrifikationskapazität und deren Implementierung in den laufenden Betrieb. Das Ziel ist die Optimierung der Nitrifikation und eine Erhöhung der Anlagensicherheit.
Das Projekt wird im Rahmen einer Kooperation der Currenta GmbH & Co. OHG mit der Universität Duisburg-Essen, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft realisiert. Currenta finanziert das als Promotionsarbeit geplante Forschungsvorhaben. Herr Dipl.-Ing. Jan Möller hat sich dem Thema seit Anfang September angenommen. Die Arbeit wird von Herrn PD Dr. Martin Denecke betreut.
Im Mai 2011 startete das vom BMBF mit 4,5 Millionen Euro geförderte Projekt zur „Nachhaltigen urbanen Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr (KuLaRuhr). Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung des Potentials zur Mehrfachnutzung von Flächen und Infrastruktur im Ruhrgebiet. In den kommenden drei Jahren werden Methoden und Konzepte entwickelt, um Ressourcen intelligent, nachhaltig und kostensparend einzusetzen. Neben der Universität Duisburg-Essen sind weiter die Universitäten Darmstadt, Bochum und Kassel, sowie der RVR, die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, die Landwirtschaftskammer NRW, die Stadt Bottrop, das Ruhr Institut sowie die Rechtsanwaltskanzlei Heinemann & Partner an der Ausarbeitung des Projektes beteiligt.
Der Lehrstuhl für Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft der Universität Duisburg-Essen wird sich im Rahmen des Projektes die folgenden Forschungsschwerpunkte bearbeiten:
Potentiale nutzen: Sowohl in der Fertigungsindustrie als auch bei der Stromerzeugung durch BHKW’s fällt Wärme bzw. aufgeheiztes Abwasser als Abfallprodukt an, das ungenutzt entsorgt wird. Der Grund dafür, dass diese Energie nicht genutzt wird, ist oftmals, dass der Entstehungsort der Abwärme und potentielle Nutzer (z.B. gewerbliche oder öffentliche Einrichtungen) geografisch weit auseinander liegen. Ziel dieses Arbeitspaketes ist es, das Abwassersystem als potentielles Verteilungssystem für Wärmeenergie zu untersuchen. Das Abwassersystem ist in deutschen Städten sehr gut ausgebaut und nahezu jedes Gebäude ist daran angeschlossen. Nun gilt es zu untersuchen, in wieweit dieses Netzwerk zum Transport überschüssiger Abwärme geeignet ist und welche Randbedingungen die Nutzung maßgeblich beeinflussen.
Stauraum schaffen: Prognosen gehen davon aus, dass bedingt durch den Klimawandel die Starkregenereignisse bei gleichzeitig länger anhaltenden Trockenperioden zunehmen werden. Es gilt nun, für diese erschwerten Anforderungen an die Stadtentwässerung, Maßnahmen zu finden, mit denen eine ausreichende Entwässerung der Stadtgebiete auch bei Starkregenereignissen gewährleistet werden kann. Im zweiten Arbeitspaket wird deshalb untersucht, in wiefern, ein dezentrales Netz aus Zisternen, das vom Netzbetreiber auf Basis von Wetterprognosen gesteuert wird unter ökonomischen, ökologischen und Gesichtspunkten der Akzeptanz eine Alternative zu zentralen Regenrückhaltebecken darstellt.
Gewässer schützen: Nicht zuletzt aufgrund steigender Energiepreise entscheiden sich immer mehr Haushalte dafür, ihre Gebäude mit Wärmedämmfassaden aus polymeren Werkstoffen zu verkleiden. Energetisch ist dies eine sinnvolle Maßnahme, jedoch besteht bei der Ausführung dieser Wärmedämmmaßnahme die Gefahr, dass die Bioziden, mit denen die polymeren Werkstoffe behandelt werden, durch Regenwasser ausgewaschen werden und so ins Oberflächen- und Grundwasser gelangen können. Das Ziel des dritten Arbeitspaketes ist, diese Emissionen zu quantifizieren, die Mechanismen der Mobilisierung zu beschreiben und geeignete Maßnahmen zu finden, mit denen diese Einträge vermindert oder gar vermieden werden können.
Gase, die z. B. bei der Faulung organischer Reststoffe entstehen, sind Fluch und Segen zugleich. Probleme entstehen beispielweise in Deponien, wo z. B. klimaschädliches Methangas in großen Mengen entsteht und behandelt werden muss. Biogas spiegelt die positive Seite der Medaille wieder. Bei der Forschung mit Biogas ist die Messung der Gasmengen immer ein zentrales Thema. Was einfach klingt ist in der Praxis, in Laboren und auf Anlagen häufig verzwickt. Gase biologischen Ursprungs fließen sehr unregelmäßig und enthalten häufig aggressive Inhaltsstoffe. Bei der Messung des Gaspotenzials organischer Stoffe fällt zudem meist nur eine kleine Gasmenge über einen längeren Zeitraum an, die exakt gemessen werden muss. Dabei ist sowohl die gesamte Menge wichtig als auch der Gasfluss in Abhängigkeit von der Zeit. Planer müssen mit den Daten schließlich Anlagen dimensionieren können.
Die Fa. BIGATEC aus Rheinberg hat ein völlig neues Gasmesssystem entwickelt, das nun im Labor des Fachgebietes auf Herz und Nieren geprüft wird. Neben Belastungstests wird auch die Eignung des neuen Gerätes für ein einfacheres Verfahren zur Ermittlung des Gaspotenzials (GB21) geprüft. Geldgeber ist das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Innovationsgutscheine NRW. Verantwortlich für das Projekt sind PD Dr. Martin Denecke und MSc Tobias Gehrke.
Bei vielen Reinigungsprozessen fällt Abwasser an, dessen Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff (C/N) ungünstig ist für klassische Reinigungsverfahren. Die Anaerobe Ammoniumoxidation (ANAMMOX) ist ein relativ neuer Prozess, der eine preiswerte Alternative darstellt. Für ANAMMOX gibt es zurzeit aber noch keine Bemessungsgrundlagen, wie sie z. B. in Form der A 131 für Belebungsanlagen existiert. Neben fehlender Bemessung ist auch das Umstellen/Einfahren von Anlagen problematisch, da sich die ANAMMOX-Bakterien nur sehr langsam vermehren und von einigen Stoffen und Betriebszuständen mehr oder weniger stark gehemmt werden. Erschwerend kommt dazu, dass ANAMMOX-Bakterien selber streng anaerob leben, aber ein wichtiges Edukt der Reaktion (Nitrit) nur aerob gebildet werden kann.
Frau Görtz hat im Rahmen ihrer Dissertation einige grundlegende Bemessungsparameter im Versuchs- und Großmaßstab ermitteln und festlegen können. Sie hat durch molekularbiologische Methoden neue Einblicke in das Zusammenleben der ANAMMOX-Bakterien mit anderen am Gesamtprozess beteiligten Organismen zeigen können. Dazu hat sie neue Schnitt- und Färbetechniken für granuläre Belebtschlämme entwickelt.
Die in jedem Sinn ausgezeichnete Dissertation wurde im Mai auf der diesjährigen "waste to energy + recycling" Messe in Bremen als herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit aus dem Bereich Siedlungswasserwirtschaft mit dem 1. Preis gewürdigt. Das Projekt ist in enger Kooperation mit der Fa. LAMBDA (AGR-Gruppe) realisiert worden. Betreut wurde die Promotion von PD Dr. Martin Denecke.
Aufgrund von Sanierungsmaßnahmen im fünften Stock des Gebäudes V15 ist der Lehrstuhl Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft in die dritte Etage des Gebäudes umgezogen. Die Maßnahme, in der die gesamte Etage kernsaniert wird, ist auf ca. sechs Monate angesetzt. In dieser Zeit sind die Mitarbeiter des Lehrstuhls im Gang V15 G03 anzutreffen.
Bitte beachten Sie, dass aufgrund der obengenannten Sanierungsarbeiten der Zugang zum Gebäude V15 über die Seite der Universitätsstraße nicht mehr möglich ist.
Allan Engling und Simon Schäfer werden in den nächsten Monaten ihre Masterarbeit über die Abfall- und Abwassersituation der Insel Tioman schreiben. Die Insel liegt im Südchinesischen Meer und wurde bereits in den 70ern zu den „Top-Ten-Most-Beautiful-Islands of the World“ gewählt. Leider sind die Ressourcen auf der Insel begrenzt, so dass eine nachhaltige Planung für die Bewirtschaftung der Abfälle und des Wassers dringend geboten sind. Betreut wird die Arbeit bilateral von Essen (PD Dr. Martin Denecke) und von Kuala Lumpur (Universiti Kebangsaan Malaysia, Professor Dr. Mohd Raihan Taha, Dr. Noor Ezlin Ahmad Basri und Dr. Fatihah Suja). Ziel der Arbeiten sind beispielhafte Konzepte zur nachhaltigen und angepassten Bewirtschaftung kleiner Inseln. Die erarbeiteten Konzepte sollen auch mit denen anderer kleiner Inseln wie z. B. Sylt verglichen und bewertet werden.
Deponien stellen weltweit die häufigste Form der Abfallentsorgung dar. Bei der Deponierung von Abfällen entstehen umweltschädliche Emissionen durch das bei der biologischen Umsetzung von organischen Bestandteilen gebildete Deponiegas, welches aus etwa 60 Vol.-% Methan (CH4) und 40 Vol.-% Kohlendioxid (CO2) besteht. Beide Gase fördern den Treibhauseffekt, wobei CH4 eine 23-fach höhere Wirkung als CO2 besitzt und massiv die Ozonschicht angreift. Das Deponiegas muss daher gefasst und behandelt werden.
Im Laufe eines Deponielebens werden die Methangasfrachten und -konzentrationen geringer, so dass die Fassung und energetische Nutzung des Gases unwirtschaftlich wird. Eine Alternative besteht in der Behandlung des Gases mittels biologischer Methanoxidation in Deponieabdeckschichten. Dabei wandeln methanotrophe Bakterien das in die Abdeckschicht strömende Methan in Kohlendioxid und Wasser um. Hierfür benötigen die Mikroorganismen spezielle Milieubedingungen, wie bestimmte Temperaturbereiche, Substratgehalte, Feuchtigkeit, ausreichende Sauerstoffkonzentrationen und weiteres mehr.
Ziel des Projektes ist es, die Funktionsweise der Methanoxidationsschicht in Deponien mikrobiologisch und chemisch zu analysieren und anschließend modelltechnisch im Rahmen einer gekoppelten Mehrphasensimulation zu beschreiben. Mit dem daraus resultierenden Berechnungskonzept wird es dann möglich, Abdeckschichten so zu planen, dass die Funktionalität der Methanoxidationsschicht auch unter ungünstigen äußeren Betriebsbedingungen gewährleistet werden kann.
Beteiligt sind:
Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft
Prof. Dr.-Ing. Renatus Widmann, Priv. Doz. Dr. Martin Denecke
Mechanik
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Tim Ricken, apl. Prof. Dr.-Ing. Joachim Bluhm
Instrumentelle analytische Chemie
Prof. Dr. Torsten C. Schmidt
Auch dieses Jahr fand die IFAT mit Beteiligung des Fachbereichs Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft in München statt. Auf der Weltleitmesse für die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft war der Lehrstuhl in Halle B5 im Bereich Research und Education vertreten und demonstrierte seine laufenden Forschungsprojekte und das Lehrprogramm. Neben dem regen Interesse der Industrie und anderer Forschungseinrichtungen war der Messeauftritt in diesem Jahr mit einer Masterexkursion verbunden. Die Studierenden, die kurz vor dem Schritt von der Universität ins Berufsleben stehen, erhielten hierdurch die Möglichkeit mit potentiellen Arbeitgebern der Branche in direkten Kontakt zu treten. Neben ihren ersten Messeerfahrungen, nahmen die Studierenden auch noch an zwei Fachexkursionen teil und hatten darüber hinaus auch hinreichend Zeit die Münchner Innenstadt zu erkunden.
Die IFAT findet in einem zweijährigen Rhythmus in München statt. Die nächste Fachmesse wird im Zeitraum vom 7. bis 11. Mai 2012 statt finden.
Im Rahmen des 5. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung im Bereich Bioabfallverwertung, werden auf der Kompostierungsanlage der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH (EGW) großtechnische Versuche zu einer energieeffizienteren Bioabfallverwertung durchgeführt.
Anders als bei den herkömmlichen Kompostierungsverfahren, wird aus dem frischen Bioabfall durch Auswaschen (Perkolation) oder Abpressen eine energiereiche organsiche Flüssigphase gewonnen, die anschließend einer Vergärungsanlage zugeführt werden kann. Der Perkolationsrest bzw. Presskuchen wird im bewährten Rottverfahren weiterhin zu Kompost verarbeitet und dient somit als Bondenverbesserer.
Projektziel ist es, durch die Überführung der leicht abbaubaren Organik des Bioabfalls in eine Flüssigphase den spezifischen Energiebedarf des Kompostierungsprozesses zu senken und gleichzeitig durch Vergärung der gewonnenen Biosuspension Biogas zu erzeugen. Bei den Untersuchungen wird zudem auch geprüft, in wieweit sich diese neue Prozessvariante auf die Rottedauer, den Energieverbrauch und die Kompostqualität auswirkt. Als Projektteilnehmer führt das Fachgebiet Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft Untersuchungen des Prozesswassers durch und prüft dessen Anwendbarkeit als Vergärungsmaterial zur Gewinnung von elektrisch und termisch nutzbarer Energie.
Im Rahmen der diesjährigen Sommer Universität für Frauen in Natur- und Ingenieurwissenschaften 2010 (vom 09. bis 13. August) bietet das Fachgebiet Sieldungswasser- und Abfallwirtschaft interessierten Schülerinnen einen Einblick in dessen Themenschwerpunkte an.Dabei erhalten die Schülerinnen die Möglichkeit anhand der Besichtigung von laboreigenen Versuchsanlagen und der Durchführung einfacher Analysemethoden die Rolle der Mikroorganismen in der Abwasserreinigung und Abfallwirtschaft kennenzulernen. Zusätzlich sollen mikroskopische Untersuchungen einen Eindruck des mikrobiellen Lebensraumes vermitteln und gleichzeitig eine grobe Differenzierung der aktiven Biozönose ermöglichen.
Auch dieses Jahr wird der Fachbereich Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft mit einem Stand auf der internationalen IFAT Entsorga in München vertreten sein. Die Messe ist die weltweit wichtigste Fachmesse für Innovationen, Neuheiten und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft und dauert vom 13. bis zum 17. September.
Für Masterstudenten bietet der Lehrstuhl Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft eine Exkursion im Zeitraum vom 15. bis 18. September zur Messe (inkl. Besichtigung KA, MVA, Holzvergaseranlage und der Altstadt) an. Bei Intersse beachten Sie bitte den Aushang im Gang V15 R05 oder sprechen Sie Herrn Keser direkt für weitere Informationen an. Anmeldeschluss ist der 9. Juni 2010!
Im Rahmen der Fördermaßnahme "Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten (KLIMZUG)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) startete Anfang Juli das Projekt "DynAKlim". In ihm erarbeiten 13 Projektpartner Anpassungsstrategien an den Klimawandel in der Region Emscher-Lippe in Nordrhein-Westfalen. Untersucht werden vor allem die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit und Nutzung des Wassers und die damit verbundenen Folgewirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt. Schwerpunktmäßig arbeitet das Fachgebiet Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft an der Entwicklung eines Verfahrens zur ökobilanziellen Bewertung (Klimagasemissionen und Ressourcenverbrauch) von Maßnahmen und Maßnahmenpaketen, die zur Adaptation an den Klimawandel getroffen werden müssen. Hierzu zählen im besonderen Bauwerke zur Niederschlagswasserspeicherung, -ableitung und -behandlung.
Seit 1997 fördert die Sparkasse am Niederrhein herausragende Dissertationen, Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften. Dieses Jahr wurden die Auszeichnungen Herrn Dr.-Ing. Philipp Limbourg, für seine Dissertation und Herrn Dipl.-Ing. Benjamin Keser für seine Diplomarbeit verliehen. Keser, schrieb seine Abschlussarbeit zum Thema „Integration eines Phosphatanalysators in ein Pro-aktives Wartungskonzept" am Institut für Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft der Universität Duisburg-Essen. Den Großteil seiner Bearbeitungszeit verbrachte Herr Dipl.-Ing. Keser, der zur Erstellung seiner Arbeit von Wasserstipendium Ruhr gefördert und vom Messgerätehersteller Endress + Hauser unterstützt wurde, an der frankokanadischen Universität Laval in Québec. Dort führte er Untersuchungen an einem Online-Messgerät durch, mit denen er ein Konzept erarbeitete, dass es Online-Analysatoren ermöglicht, ihre Messgenauigkeit zu prüfen und zu erkennen, wann sie der nächsten Wartung bedürfen. Ziel dieses Konzeptes ist es, die Messgenauigkeit und somit die Datenqualität zu erhöhen und den Wartungsaufwand, sowie die Wartungskosten zu minimieren. Die Auszeichnungen, die mit je 2000 € dotiert sind, wurden den beiden Preisträgern bei der Alumni-Jahresfeier am 24. Juli vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse am Niederrhein überreicht.
Der Förderverein SiwAwi e.V. veranstaltet am Donnerstag den 29.01.2009 ein Seminar zu dem Thema "Neuartiges Gasmanagement zur Optimierung des Deponieverhaltens". Schirmherren des eintägigen Seminars sind
Prof. Dr.-Ing. R. Widmann von der Universität Duisburg-Essen und
Prof Dr.-Ing. J. Jager der TU Darmstadt. Während des Seminars werden die Änderungen der Deponieverordnung durch Herrn Dr. Tiedt vom Landesumweltamt NRW vorgestellt. Weitere internationale Referenten aus den Bereichen Isotopenmessung, Modellierung und Vor-Ort-Messungen zeigen die wichtigsten Neuerungen in diesen Bereichen auf. Das detaillierte Programm und die Anmeldungsunterlagen entnehmen Sie bitte dem Flyer. Für eine verbindliche Anmeldung können Sie auch gerne unser Anmeldungsportal verwenden.
Die einzelnen Referenten haben uns einen Abstract ihres Vortrages zur Verfügung gestellt. Durch anklicken des jeweiligen Referenten öffnet sich das entsprechende pdf-Dokument.
WISE (Waste In Social Environment) ist ein von der Europäischen Union finanziertes Programm, das sich an Doktoranden/innen und junge Wissenschaftler/innen aus dem Bereich der Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft richtet. Vom 05. bis 10. Oktober fand der Vierte von insgesamt sechs WISE-Kursen, zum Thema: „Secondary Raw Materials“, auf Malta statt.
Unter den 35 Teilnehmern aus ganz Europa vertraten Mohammad A. Darbonab, Ivonne Görtz und Benjamin Keser den Fachbereich Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft der Universität Duisburg-Essen.
Neben Vorträgen von Experten aus Politik, Forschung (u.a. Dr. M. Denecke von der Universität Duisburg-Essen) und Industrie boten Besuche technischer Anlagen tiefe Einblicke in den Stand der Technik lokaler Kläranlagen, Deponien und Recyclingstationen. In einem mehrtägigen Workshop wurden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt und abfalltechnische Probleme der Insel Malta mit Hilfe von maltesischen Studenten hinterfragt, analysiert und nach Lösungsansätzen gesucht. Zum Abschluss des fünftägigen Workshops wurden die Resultate den anderen Teilnehmern und den Experten vorgestellt und diskutiert.
In der zweiten Oktoberwoche beginnt das Wintersemester 2008/2009. Das Fachgebiet Siedlungswasser und Abfallwirtschaft bietet im Rahmen des Masters Infrastruktur und Umwelt zahlreiche Vorlesungen an. Das Angebot über alle Vorlesungen und zusätzliche informationen finden Sie hier.
Die Berufschance für Absolventen des Masters Infrastruktur und Umwelt sind z. Zt. sehr gut. Sowohl öffentliche Arbeitgeber wie Kommunen und Berhörden, als auch private Arbeitgeber wie Ingenieurbüros und Industrie suchen verstärkt Absolventen mit dieser Berufausrichtung. Wer sich etwas genauer über das Berufbild informieren möchte findet entsprechende Informationen bei der Bundesagentur für Arbeit.
Nachdem Katrin Sturm in sechs Semestern alle Klausuren für Ihren Bachelorabschluss erfolgreich hinter sich gebracht hat, zieht es die angehende Bauingenieurin nun nach Australien. Dort will sie an der University of Queensland in Brisbane ihre Bachelorarbeit schreiben. Finanziell unterstützt wird sie dabei vom Wasserstipendium Ruhr, welches jährlich durch den Ruhrverband für herausragende Studenten die sich mit dem Thema Wasser beschäftigen ausgeschrieben wird. Während ihres sechsmonatigen Aufenthalts wird sie sich mit der Entwicklung von Biofilmen und der Bildung von Säuren in Abwasserkanälen beschäftigen.
2008-10-14 23:53:08