Seit 2005 bildet die Universität Duisburg-Essen mit dem Master-Studiengang “Transnational ecosystem-based Water Management”, kurz: TWM, eine neue Generation von Wasser- und Gewässermanagern aus. Ihr Ziel ist es, den nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser, aber auch mit den Wasserökosystemen, in das Gewässermanagement einfließen zu lassen. Der international ausgerichtete Studiengang ist englischsprachig und betrachtet insbesondere die grenzüberschreitenden Aspekte des Gewässermanagements. Grenzüberschreitend ist auch das Curriculum, das zur Hälfte in Essen und zur Hälfte an der niederländischen Partneruniversität, der Radboud Universiteit in Nijmegen, verankert ist.
Diese Stärke von TWM hob Prof. Dr. Daniel Hering von der Fakultät für Biologie heute auch in Gegenwart des neuen Jahrgangs der TWM-Studierenden hervor. Sie waren zum ‚Welcome Day’ geladen, der traditionell im März eines Jahres in Essen stattfindet. Zusammen mit TWM-Lehrenden der UDE hatten die Studierenden dabei Gelegenheit, sich umfangreich über den Studienablauf im kommenden Sommersemester zu informieren. Begleitet wurden sie von der niederländischen Studienkoordinatorin Conny Mooren.
Die stetig wachsenden Studierendenzahlen in den letzten Jahren deuten in erfreulicher Weise auf eine steigende Nachfrage, nicht nur seitens der Studierenden, hin. So konnte die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen in den letzten Jahren direkt nach dem Studium eine Tätigkeit in einem entsprechenden Beruf aufnehmen.
Sichere Ruhr - Badegewässer und Trinkwasser für das Ruhrgebiet
2012 startet das Forschungsprojekt "Sichere Ruhr", an dem die Abteilung Aquatische Ökologie als Projektpartner beteiligt ist. Das Verbundvorhaben wird im Rahmen der Förderinitiative "Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf" (RiSKWa) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines umfassenden Konzepts zum Risikomanagement der Ruhrwasserqualität für die Trinkwassernutzung und für eine mögliche temporäre Zulassung eines Badebetriebs.
In diesem Zusammenhang untersuchen Wissenschaftler unserer Abteilung die Zusammensetzung von Trematodengemeinschaften in Schnecken der Ruhr, die eine Grundvoraussetzung für die Risikoeinschätzung und –bewertung der Gewässernutzung vor dem Hintergrund des Auftretens von Badedermatitis darstellt (http://www.sichere-ruhr.de).
Spannender Artikel
Ein Plädoyer für Wasserfloh und Co
Unter Leitung von Erik Jeppesen (NERI, Dänemark) haben sich unlängst mehrere Seenforscher im EU-Projekt „WISER“ (www.wiser.eu) zur Rolle des Zooplanktons für die Gütebewertung der Seen geäußert.
Obwohl diese Tiergruppe seit Jahrzehnten im Routinemonitoring vieler Länder eingesetzt wurde (und auch weiterhin berücksichtigt wird), bleibt sie bei der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie unbeachtet. Warum das nicht besonders clever ist, belegen Jeppesen und Koautoren anhand umfangreicher Analyse in ihrem Fachbeitrag der Zeitschrift Hydrobiologia (DOI 10.1007/s10750-011-0831-0).