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Nachhaltigkeitsbeauftragter der Universität Duisburg-Essen (UDE)
Prof. Dr. Ulrich Schreiber (UDE) ist im Februar 2010 zum ersten Nachhaltigkeitsbeauftragten der UDE berufen worden.
Hintergrund
An der Universität Duisburg-Essen bestehen seit Jahren unterschiedliche Expertisen in Forschung und Lehre, die den Themenschwerpunkt Nachhaltige Entwicklung verfolgen. Hierzu gehören u.a. strategische Allianzen für Nachhaltige Entwicklung (orglab), oder Forschungen zu rollbarer Hybridphotovoltaik (Nano-Energietechnik). Die UDE hat sich zum Ziel gesetzt, diese Aktivitäten sichtbarer zu machen und in ein Netzwerk `Nachhaltige Entwicklung´ einzubinden. Möglichkeiten hierzu werden unter anderem durch die Anwendung von NE-relevanten Innovationen am Campus der UDE gesehen. Hierdurch soll deutlich gemacht werden, dass sich die UDE als institutioneller Pionier für Nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft versteht.
Um dieses Vorhaben konkret voranzubringen, hat das Rektorat die Mitglieder der Initiative für Nachhaltigkeit (IfN) beauftragt, den Prozess der Neuausrichtung aktiv zu unterstützen. Das Projekt "BENA - Nachhaltige Entwicklung der UDE entdecken" (Projektlaufzeit: 02/2010 – 02/2011) wird die Sichtbarmachung von Nachhaltiger Entwicklung an der UDE mittels verschiedener Kommunikationswege für verschiedene Zielgruppen organisieren. Der Nachhaltigkeitsbeauftragte Herr Prof. Dr. Schreiber unterstützt diesen Gestaltungsprozess aktiv.
Aufgaben des Nachhaltigkeitsbeauftragten
Neben der Unterstützung des Projekts BENA nimmt der Nachhaltigkeitsbeauftragte schwerpunktmäßig folgende Aufgaben wahr:
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Repräsentative Tätigkeiten
Ansprechpartner für Interne und Externe Akteure zum Thema Nachhaltige Entwicklung an der Universität Duisburg-Essen -
Brückenbauer
Aufbau und Pflege von internen und externen Nachhaltigkeitskooperationen- und Netzwerken. Weiterhin steht Herr Prof. Schreiber als Vermittler zwischen dem Rektorat und internen Nachhaltigkeitsakteuren in Lehre, Forschung und Verwaltung an der UDE zur Verfügung. -
Initialisierung von NE-Maßnahmen
In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Akteuren.
Ameisenaktivität liefert Hinweise auf Erdbeben
Seit acht (AntCam1) rsp. vier (AntCam2) Monaten werden zwei Waldameisen-Nester der Gattung Formica (F. pratensis und F. polyctena) Tag und Nacht mithilfe hochauflösender Infrarotkameras in der Laacher See-Region (Osteifel) beobachtet. Dort treten gehäuft kleinere Erdbeben auf.
Inzwischen liegen interessante Ergebnisse des ersten viertel Jahres vor, in denen wir die Verhaltensmuster, Aktivitäten und Reaktionen beider Kolonien vor und nach Erdbebenereignissen und bei äußeren Störfaktoren parallel ausgewertet und überprüft haben. Die Ameisenaktivitäten sind vor und nach Erdbeben ungewöhnlich. Sie weichen am Tag aber auch in der Nacht vom beobachteten Standardtagesablauf ab. Zudem zeigt der Vergleich beider Standardtagesabläufe insbesondere für März, dass sich die Ameisenaktivitäten, obwohl es sich um verschiedene Arten handelt, erstaunlicherweise ziemlich ähneln.
Zweite AntCam in der Osteifel installiert
Am 06. Januar 2010 wurde eine zweite hochauflösende Kamera südlich des Laacher Sees in einem bewaldeten Gebiet eingerichtet. Sie liegt rund 25 km Luftlinie von der ersten Monitoringstation entfernt.
Geologen beobachten sie – können Ameisen Erdbeben vorhersagen?
Das Ansiedeln von hügelbauenden Waldameisen auf tektonischen Bruchzonen, überwiegend gaspermeablen Seitenverschiebungen, wirft die Frage auf, ob aus dieser Situation Informationen für geologische Fragestellungen gewonnen werden können. Eine der ungeklärten Fragen in der Geowissenschaft ist die Vorhersagbarkeit von Erdbeben. Um zu überprüfen, ob neben technischen Möglichkeiten Sensibilitäten aus dem Tierreich Hinweise auf Erdbeben liefern könnten, werden zurzeit in einem Forschungsprojekt Waldameisen in der Laacher See-Region (Osteifel) beobachtet, in dem gehäuft kleinere Erdbeben auftreten.
99. Jahrestagung der Geologischen Vereinigung, Göttingen, 05.10.-07.10.2009
Anlässlich der Tagung präsentierte Poster der Fachgruppe Geologie:
>> Origin of Life
>> Detection of Gas permeable Strike-Slip Faults by means of Bioindicators
>> Comparison between different gas bearing Structures: indicators, methods and first results
Erste Erkenntnisse über einen Zusammenhang gaspermeabler Störungszonen und bevorzugter Siedlungsplätze hügelbauender Ameisen in Skandinavien und Italien
Geländebefunde von Südeuropa bis Nord-Skandinavien belegen, dass es eine starke Affinität hügelbauender Waldameisen zu gaspermeablen, rezent aktiven tektonischen Störungszonen gibt (s. auch Schreiber et al. 2008). Die Zusammenhänge, bzw. die eigentliche Ursache ist noch nicht geklärt. Aber es gibt erste Hinweise, dass aufsteigenden Gase aus Störungszonen, die in der kalten Jahreszeit sehr kleinräumig eine Temperaturerhöhung im Boden bewirken, eine bedeutende Rolle spielen.
Thermografieaufnahmen von Ameisennestern entlang einer postulierten Störungszone am Nordrand des Laacher Sees
---in Zusammenarbeit mit Dr.-Ing. Georg Dittié, Königswinter---
>> Zusammenstellung einiger Aufnahmen
Kontakt
Prof. Dr. Ulrich Schreiber
Institut für Geographie
Geologie
S05 T03 B02
Universitätsstraße 5
45141 Essen
E-Mail: ulrich.schreiber@uni-due.de
Sekretariat
z.Zt. nicht besetzt


