Neues BMBF Projekt

Sichere Ruhr - Badegewässer und Trinkwasser für das Ruhrgebiet

2012 startet das Forschungsprojekt "Sichere Ruhr", an dem die Abteilung Angewandte Zoologie/Hydrobiologie als Projektpartner beteiligt ist. Das Verbundvorhaben wird im Rahmen der Förderinitiative "Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf" (RiSKWa) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines umfassenden Konzepts zum Risikomanagement der Ruhrwasserqualität für die Trinkwassernutzung und für eine mögliche temporäre Zulassung eines Badebetriebs.

In diesem Zusammenhang untersuchen Wissenschaftler unserer Abteilung die Zusammensetzung von Trematodengemeinschaften in Schnecken der Ruhr, die eine Grundvoraussetzung für die Risikoeinschätzung und –bewertung der Gewässernutzung vor dem Hintergrund des Auftretens von Badedermatitis darstellt (http://www.sichere-ruhr.de).

Infektionskrankheiten und Biodiversität in anthropogen veränderten Gewässern

Ende November fand in Berlin ein interdisziplinär besetzter Workshop des Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) statt (www.biodiversity.de). Wissenschaftler der AG Angewandte Zoologie/Hydrobiologie präsentierten im Rahmen des Workshops ihre aktuellen Forschungsvorhaben und Ergebnisse auf dem Feld der aquatischen Parasitologie und zeigten anhand von Beispielen die Bedeutung von Parasiten für die Biodiversitätsforschung. Die Ergebnisse des Workshops werden öffentlich zugänglich gemacht und liefern eine Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung und den gegenwärtigen Forschungsbedarf.

Internationale Tagung

Wissenschaftler und Anwender treffen sich zur Abschlusstagung

Vom 23.-26. Januar 2012 treffen sich über 150 Wissenschaftler und Anwender aus der Wasserwirtschaft zur Abschlusstagung des EU-Projektes „WISER“ (www.wiser.eu), das von der Arbeitsgruppe Hydrobiologie seit 2009 koordiniert wird. WISER wird im 7. Rahmenprogramm gefördert und widmet sich der Erarbeitung neuer Methoden zur Bewertung und Renaturierung von Flüssen, Seen, Ästuaren und Küstengewässern in Europa.

Die Tagung endet mit einer Konferenz am 25. und 26. Januar, zu der 15 Redner aus Europa und Nordamerika den Stand der Forschung ansprechend präsentieren werden. Die Konferenz ist öffentlich und wendet sich gleichermaßen an Wissenschaftler, Behördenvertreter und Praktiker.

Webseite der Konferenz

Spannender Artikel

Ein Plädoyer für Wasserfloh und Co

Unter Leitung von Erik Jeppesen (NERI, Dänemark) haben sich unlängst mehrere Seenforscher im EU-Projekt „WISER“ (www.wiser.eu) zur Rolle des Zooplanktons für die Gütebewertung der Seen geäußert.

Obwohl diese Tiergruppe seit Jahrzehnten im Routinemonitoring vieler Länder eingesetzt wurde (und auch weiterhin berücksichtigt wird), bleibt sie bei der Umsetzung der  europäischen Wasserrahmenrichtlinie unbeachtet. Warum das nicht besonders clever ist, belegen Jeppesen und Koautoren anhand umfangreicher Analyse in ihrem Fachbeitrag der Zeitschrift Hydrobiologia (DOI 10.1007/s10750-011-0831-0).