Willkommen beim Lehrstuhl für Lehr-Lernpsychologie

Der Erwerb von Wissen und Fertigkeiten gehört zu den grundlegenden Lebensaufgaben eines jeden Menschen, und die Förderung von Lernprozessen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe.

Die Lehr-Lernpsychologie beschreibt und erklärt Lernprozesse auf der Ebene des Individuums und stellt damit die Grundlagen bereit, sowohl selbstreguliertes Lernen als auch das stärker institutionalisierte Lernen in Unterricht, Aus- und Weiterbildung sowie in Trainingsprogrammen zu verbessern.

Der Lehrstuhl vereint psychologische und erziehungswissenschaftliche Expertise.

In Forschung und Lehre fokussiert er die kognitionspsychologischen Grundlagen von Lernen und Lehren sowie deren Umsetzung in Evaluations- und Trainingsprogrammen. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Lernen mit Neuen Medien.

Aktuelles

Jüngste Veröffentlichung

Psychologische Rundschau, 2012, 63, 34-42

Analytische und dynamische Problemlösekompetenz im Lichte internationaler Schulleistungsvergleichsstudien
 
Detlev Leutner, Jens Fleischer, Joachim Wirth, Samuel Greiff, Joachim Funke

Zusammenfassung
Der Aufbau von Problemlösekompetenz ist einerseits Ziel schulischen Lernens, andererseits Voraussetzung für erfolgreiches weiteres Lernen. Die PISA-Studie 2003 erbrachte überraschende Befunde: Schülerinnen und Schüler in Deutschland scheinen über kognitives Potenzial zu verfügen, das beim Lösen fächerübergreifender Problemstellungen sichtbar wird, in den Schulen aber nicht hinreichend genutzt wird, um fachliche Kompetenzen aufzubauen. Zur Prüfung dieser Potenzialausschöpfungshypothese bedarf es einer Analyse der kognitiven Anforderungen der PISA-Aufgaben und Studien zur Modellierung der zu ihrer Lösung erforderlichen Kompetenzen bzw. Kompetenzstrukturen. Es werden zwei Studien zum Lösen analytischer und dynamischer Probleme berichtet, deren Ergebnisse für beide Kompetenzbereiche eine dreidimensionale Kompetenzstruktur nahe legen. Substanzielle Korrelationen der einzelnen Dimensionen, insbesondere mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen, lassen darüber hinaus erwarten, dass gezielte Maßnahmen zur Förderung einzelner Kompetenzdimensionen auf die Entwicklung dieser fachlichen Kompetenzen transferieren.

Schlüsselwörter
analytisches Problemlösen, dynamisches Problemlösen, Kompetenzmodellierung