Die numerische Beschreibung von chemischen Reaktionen und Transportprozessen ist für die Entwicklung von Synthese- und Verbrennungsanlagen unerlässlich. Die Simulation verschafft Einblick in messtechnisch unzugängliche Bereiche, verbessert das Verständnis der Prozesse, schlägt eine Brücke zwischen Labor- und Industriemaßstab und hilft so, Kosten zu senken und Entwicklungszeiten zu verkürzen. Das zehnköpfige Team um Prof. Dr.-Ing. Andreas Kempf entwickelt und testet Methoden zur Simulation reaktiver Strömungen, in enger Zusammenarbeit mit CeNIDE, CER.UDE (Center for Energy Research) und CCSS (Center for Computational Sciences and Simulation).

Das Studium am Lehrstuhl vermittelt Kompetenzen auf den Gebieten der Strömungssimulation, der Beschreibung reagierender Strömungen und der Turbulenzmodellierung.

Prof. Kempf und seine Mitarbeiter beschäftigten sich in ihrer Forschung mit der Reduktion und Optimierung chemischer Mechanismen sowie der Grobstruktursimulation (LES = Large Eddy Simulation) turbulenter Flammen. Mit der Entwicklung der Chemilumineszenz-Tomographie arbeitet das Team auch auf dem Feld der berührungsfreien Diagnostik im Bereich der Energietechnik.

Die Forschungserkenntnisse des Lehrstuhls finden Anwendung bei der Energieumwandlung, bei Antrieben sowie in der Prozesstechnik; in Anlagen wie Gasturbinen-Brennkammern, Nanopartikel-Synthesereaktoren, Kolbenmotoren und Kohlestaubfeuerungen.