Mentoring - Was ist das
Eine einheitliche Definition, was Mentoring ist und wie es umgesetzt wird, gibt es nicht. Die konkrete Gestaltung eines Mentoring-Prozesses ist abhängig vom jeweiligen Anwendungsgebiet. Um einen Einblick zu bekommen was Mentoring im Einzelnen bedeuten kann werden hier verschiedene Aspekte und Materialien zum Mentoring zur Verfügung gestellt.
M wie Mentoring
E wie Entwicklung
N wie Nutzen
T wie Themen
O wie Offenheit
R wie Rahmen und Regeln
I wie Initiative
N wie Neugier
G wie Geschichte
M wie Mentoring
Mentoring ist ein Beratungsverfahren, das dazu beitragen soll, den beruflichen und persönlichen Entwicklungsprozess einer oder mehrere Personen zu unterstützen. Hierzu soll die Fähigkeit zur Selbstreflexivität und Selbstorganisation, Analyse institutioneller Strukturen, Prozesse und Abläufe sowie soziale, kommunikative, strategische und fachliche Kompetenzen in Schule, Hochschule und Beruf gefördert werden.
Als Mentor/in sind Sie in einer Moderations- und Beratungsfunktion. Sie unterstützen ein zielgerichtetes Studieren der Mentees und motivieren für das Studium, indem Sie Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen weitergeben. Entscheidend beim Mentoring ist, dass Sie für die/den Mentee keine Lösungen vorgeben, sondern sie/ihn unterstützen, eigene Lösungswege zu ermitteln!
Als Mentee sind Sie ebenfalls aktiv, indem Sie gemeinsam mit dem/der Mentor/in Termine machen und den Kontakt zu den Mentor/inn/en halten. Die Mentoring-Beziehung sollte durch einen vertrauten und persönlichen Charakter gekennzeichnet sein.
Das Mentoring kann verschiedene Formen annehmen, es kann sich sowohl in One-to-one Beziehungen als auch in Peer-Gruppen gestalten. Wichtig für den Verlauf eines Mentoring-Prozesses ist die vorherige Vereinbarung von Wünschen und Zielen in einem Mentoring-Kontrakt. Die an der Mentoring-Beziehung beteiligten Partner sollten vorab formulieren, welche Wünsche und Erwartungen Sie an die Zusammenarbeit stellen. Werden solche Vereinbarungen zu Beginn einer Mentoring-Beziehung getroffen, können sie in einer späteren Phase auch zur Evaluation des Mentoring-Prozesses dienen, da eine solche Dokumentation erkennen lässt, ob die gewünschten Ziele erreicht wurden.
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E wie Entwicklung
Die persönliche und berufliche Entwicklung des Mentees steht im Vordergrund des Mentorings. Hierzu unterstützt und berät eine studien- oder berufserfahrene und meist ältere Person (Mentorin oder Mentor) eine weniger erfahrene Person (Mentee) über einen definierten Zeitraum hinweg, ermöglicht ihr Zugang zu informellen Informationen und gegebenenfalls zu Netzwerken.
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N wie Nutzen
Nutzen kann aus dem Mentoring sowohl der/die Mentee als auch der/die Mentor/in ziehen.
Als Mentee profitieren Sie von der der Lebenserfahrung Ihrer Mentor/-innen und können z.B. im Rahmen von Gruppenmentoring ihr eigenes Netzwerk aufbauen und so gezielt den Studienverlauf angehen. Mentees bekommen Unterstützung in der Weiterentwicklung Ihrer Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen.
Der/die Mentor/in hingegen kann durch das Mentoring neue Impulse für die eigene Arbeit nutzen, erhält die Möglichkeit zur Sebstreflexion und Weiterentwicklung seiner sozialen und kommunikativen Kompetenzen.
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T wie Themen
Themen für das Mentoring können vom Mentee vorgeschlagen und mit dem/der Mentor/in vereinbart werden, sodass sich beide für die gemeinsamen Sitzungen vorbereiten können. Beim Mentoring geht es vorrangig nicht um die Vermittlung von Seminar-, Lehrbuch oder Fachwissen. Achtung! Der/die Mentor/in ist kein/e Psychologe/Psychologin - tiefgehende persönliche Probleme und private Konflikte gehören nicht in das Mentoring. Dafür sind andere Beratungsstellen der UDE die geeigneteren Ansprechpartner/inn/en.
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O wie Offenheit
Offenheit ist eine wichtige Haltung, die die Mentees in der Rolle der Lernenden einnehmen sollten.
Die Offenheit zum Lernen, die Bereitschaft Neues auszuprobieren, Fehler zu machen und zu besprechen sind für den Mentoringprozess wesentlich.
Offenheit für Feedback, Anregungen und konstruktive Kritik sind ebenfalls wichtige Elemente.
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R wie Rahmen und Regeln
Regeln und einer fester Rahmen ist für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung unverzichtbar.
Basis einer Mentoring-Beziehung sollte ein Kontrakt sein, in dem die zu bearbeitenden Entwicklungsfelder der Mentees und die daraus abgeleiteten Entwicklungsziele festgehalten sind. Auf diese Weise kann während des Mentoringprozesses und zum Abschluss des Mentorings eine Zielkontrolle durchgeführt werden. Ferner sollten in dem Kontrakt Vertraulichkeit, Feedbackregeln und praktische Absprachen wie Häufigkeit und Dauer der Treffen geregelt sein.
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I wie Initiative
Initiative durch den Mentee ist für das Gelingen einer Mentoring-Beziehung in jeder Hinsicht wichtig.
Ihr eigenes Engagement ist für Ihre Zielerreichung gefragt. Sie werden zwar durch das Mentoring unterstützt, aber letztlich entscheiden Sie selbst, welche Anregungen und Ratschläge Sie umsetzen.
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N wie Neugier
Neugier auf die zukünftigen Mentor/inn/en oder Mentee/s gehört zu dem Mentoring-Prozess. Dieser beginnt mit dem sogenannten Matching. Meist wird das Matching von einer Projektkoordination übernommen, wobei der Matchingprozess jeweils unterschiedlich organisiert sein kann.
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G wie Geschichte
Die Geschichte des Wortes „Mentoring" geht zurück auf Mentor, eine Person aus der griechischen Mythologie.
In Homers Odyssee bittet Odysseus seinen Freund Mentor während seiner Abwesenheit seinem Sohn Telemachos zur Seite zu stehen. Mentor folgt Telemachos auf dessen Wegen, bietet ihm sein Wissen und seinen Rat an und sorgt für ihn.
Der Name Mentor wird somit zum Synonym für treue Ratgebende bzw. wohlwollende Unterstützer.
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