Friedrich von Hagedorn

 

 

Sammlung Neuer Oden und Lieder

 

[Vorwort]

 

Text
Editionsbericht
Werkverzeichnis
Literatur

 

Vielleicht erfodern diese wenigen Oden und Lieder keinen Vorbericht: vielleicht ist es aber auch nicht ganz überflüssig, etwas von dieser Art der Poesie anzumerken; insonderheit aber zu erinnern, daß die folgenden Gedichte nicht so sehr den erhabenen, als den gefälligen Character der Ode zu besitzen wünschen, durch welchen dieselbe ihre Vorzüge reizender und gesellschaftlich machet. Die Muse der lyrischen Dichter heisset sie nicht nur Götter, oder Könige und Helden besingen, sondern auch, nach dem Ausdrucke des Horaz: 1

      - Juvenum curas & libera vina referre.

In dieser dritten Art der Ode, welche, allem Ansehen nach, die älteste ist, haben sich die freyen Britten und insonderheit die singenden Franzosen vorlängst hervorgethan. Es ist bekannt, daß, schon zu den Zeiten des heiligen Ludwigs, der mächtige Graf von Champagne, Theobald, den Namen des grossen Liederdichters zu verdienen gewust, und daß in dem folgenden Jahrhundert die Lebhaftigkeit und der zärtliche Geschmack der französischen Poesie ihr mit Recht die Benennung der fröhlichen Wissenschaft erworben hat. Die neuern Franzosen, als Beförderer aller fröhlichen Wis[a2v]senschaften, sind ihren Vorfahren so wenig unähnlich, daß sie noch itzo unter den Chansonniers die erste Stelle zu behaupten suchen.

Ich zweifle, ob die Italiäner 2, wenn man die einzigen Venetianer 3 ausnimmt, in ihren Liedern so frey, so natürlich und so glücklich sind, als die Franzosen. Es scheint vielmehr, daß viele petrarchische Gesänge, Canzoni Petrarchesche, zu pindarisch, zu voller Figuren, auch sonst zu sinnreich sind, um eigentlich unter die Lieder gerechnet zu werden: wie denn Petrarcha selbst, [a3r] so wenig als Pindar und Horaz, gar zu genau auf die Ordnung und Einrichtung der Schlußpuncte gesehen, und, dem Wohlklange zuwider, seine Worte oftmals zu weit fortlaufen lassen; 4 anderer Fehler zu geschweigen, die Andrucci 5 an dem Ciampoli und Chiabrera aussetzet, und die auch von andern nicht vermieden worden. Ihre anacreontischen Oden mögen die besten seyn, insonderheit diejenigen, welche Chiabrera und Zanotti verfertiget hat. 6 Was aber die Tanzlieder der Italiäner oder die Ballate, ihre Maggiolate oder Meyengesänge, die Villanelle, die Barzelette u.s.w. anbetrifft; so entdecket man vielleicht in den beyden lappländischen Oden, die der Spectator 7 anführet, und in einigen alten Gesängen nordischer und americanischer Völker so viel Geist und wahre [a3v] Schönheiten, als in diesen, und den meisten andern, Liedern der Italiäner. Man hat mich auch versichert, daß viele Scherz- und Liebeslieder der Polen und die kriegerischen Dumy der Cosaken, zu welchen sie auf der Pandore zu spielen pflegen, in ihrer Art unvergleichlich sind und den beliebtesten Gesängen der Franzosen und Italiäner den Vorzug streitig machen könnten. Dem berühmten Woywoden von Rußland, Jablonowsky, sollen auch seine Lieder nicht weniger Ehre gebracht haben, als seine Uebersetzung äsopischer Fabeln. 8 Tassoni 9 hat das Vergnügen gehabt, seine Landesleute in der lyrischen Poesie so vortrefflich zu finden, als die Griechen und Römer. Es stand diese Freude einem Manne zu gönnen, der es sich so sauer werden ließ, die Alten zu verkleinern.

Die alten Lieder der Spanier sind Romanzen und Villanellen. Die Romanzen bestehen aus Zeilen von sechs oder acht Sylben und vierzeiligten Strophen, welche sie Coplas und Redondillas nennen. Im funfzehnten Jahrhundert haben Boscan und Garcillasso de la Vega verschiedene Arten der italiänischen Dichtkunst in die spanische eingeführet, die sonst weniger Freyheiten hat, als jene, ob sie gleich die sogenannten rimes assonantes duldet. 10 [a4r] Die Nachfolger des Gongora und Quevedo sangen also in den etwas erweiterten Gränzen ihrer Poesie ungezwungener und muthiger, als sie vorher gethan hatten.

Der Herzog von Buckingham, der Graf Dorset, der zärtliche Waller, 11 Ambrosius Philips, Tickell, Prior, Gay und Mallet sind die besten Liederdichter der Engelländer. Unter den Schottländern hat niemand ihren beliebten Allan Ramsay übertroffen, dessen Lieder, Fabeln und Erzehlungen mit Recht in dem Besitz eines allgemeinen Beyfalls stehen. Zu den lustigen Zeiten Carls des Andern, da man artig und sinnreich fand, wenn ein Liebhaber über die Schaubühne lief und mit dem Kopf aus einer Tonne hervorguckte, 12 war der fertige Comödienschreiber, Liederdichter und Sänger Thomas d'Urfey in grossem Ansehen bey Hofe und im ganzen Reiche. Dieser fröhliche König pflegte sich zum öftern auf die Schultern seines Urfey zu lehnen und ihm die Lieder nach[a4v]zutrillern. 13 Es geschah solches ohne Nachtheil der majestätischen Hoheit, weil der liedervolle Urfey aus einem alten Geschlechte der griechischen Kayser stammte, und unter seinen mütterlichen Ahnen Unterkönige von Neapel zählte. 14

Einige alten Ballads der Engelländer sind unvergleichlich. 15 Unter diesen Liedern ist dasjenige, welches im Zuschauer 16 stehet, eines der schönsten. Benjamin Johnson pflegte zu sagen, daß er es lieber gemacht haben mögte, als alle seine Werke; und, gewiß, die witzigsten Franzosen haben nichts aufzuweisen, das poetischer, kräftiger und, in der natürlichen Einfalt, edler wäre, als dieses Lied. Die neueren Sammlungen englischer Lieder sind mehren[b1r]theils Werke der Gewinnsucht und unermüdet verdienender Verleger. Sie enthalten zwar einige gute Muster der lyrischen Dichtkunst, doch weit mehr mittelmäßige Oden und vornemlich Liebeslieder laulicher Poeten, die nur von ihren Verfassern abgesungen zu werden verdienen. Wider diesen Mißbrauch der Reime und der Tonkunst hat Trapp 17 öffentlich geeifert. Wir finden auch in den vermischten Schriften der Herren Pope, Swift etc. 18 eine satyrische Nachahmung des lächerlichen Geschmacks, der in den neuesten englischen Liebesliedern zu herrschen anfängt. Der Guardian wollte gleichfalls versuchen, die Liedermacher seiner Zeit ihrer Pflichten zu erinnern. Diese Absicht hat ein critisches Schreiben an seine Annabella Lizard 19 veranlasset, aus welchem ich nur folgendes anführen will:

"In allen Zeiten und in allen Ländern, wo die Poesie im Schwange gegangen, ist auch die Zunft der Liederschreiber ungemein zahlreich gewesen. Ein jeder aufgeweckter junger Herr, der eine ausschweifende Einbildungskraft und nur das geringste Geklingel von Versen im Kopfe hat, will ein Liederdichter seyn, [b1v] und entschliesset sich, seine Weinflasche oder seine Schöne zu verewigen. 20 Mit welcher Menge läppischer Werke sind wir, um nicht weiter zurück zu gehen, nur seit der grossen Staatsveränderung 21 beschweret worden! Ohne Zweifel ist die Ursache grossentheils diese, daß man von den Eigenschaften solcher kleinen Gedichte keinen rechten Begriff hat. Es ist wahr, sie erfordern eben keine Hoheit der Gedanken, noch eine besondre Fähigkeit, noch eine Kenntniß, die sehr weit gehet. Hingegen erheischen sie eine genaue Kunstrichtigkeit, die grösste Zärtlichkeit des Geschmacks, eine vollkommne Reinigkeit in der Schreibart, 22 ein Sylbenmaaß, das vor allen andern leicht, angenehm und fliessend ist, einen ungezwungenen zierlichen Schwung des Witzes und der [b2r] Einfälle und zugleich einen einförmigen Entwurf voll natürlicher Einfalt. Grössere Werke können nicht wohl ohne Unrichtigkeiten und Fehler der Unachtsamkeit seyn; aber ein Lied verliehret allen Glanz, wenn es nicht mit äusserster Sorgfalt poliret und ausgeputzet wird. Der geringste Fehler desselben gleichet einem Flecken in einem Edelgestein und benimmt ihm seinen ganzen Werth. Ein Lied ist gleichsam ein kleines Gemählde von Schmelzfarben, das alle feine Ausdrücke des Pinsels, einen Glanz, eine Glätte und endlich diejenigen zarten vollkommenen Ausbildungen erfordert, die in grössern und solchen Figuren, welche von der Stärke und Kühnheit einer meisterlichen Hand ihre ganze Schönheit erhalten, überflüssig und übel angewandt seyn würden.

Da französische und englische Uebersetzungen vorhanden sind, deren Sie Sich bedienen können, so werden Sie mich wohl keiner Schulfüchserey beschuldigen, wenn ich Ihnen melde, daß Sappho, Anacreon und Horaz, in seinen kurzen lyrischen Gedichten, Muster kleiner Oden und Liederchen sind. Sie werden finden, daß diese Alten in ihren Liedern gemeiniglich nur einen Gedanken ausführen und solchen bis zu einem gewissen Ziele treiben, ohne, wie es den neuern Dichtern von diesem Orden so gewöhnlich ist, durch Nebendinge aufgehalten oder unterbrochen zu werden und auf Abwege zu gerathen. Man muß den Franzosen die Gerechtigkeit wiederfahren lassen und gestehen, daß unter den heutigen Spra[b2v]chen keine einzige ist, in welcher so viele gute Lieder angetroffen werden, als in der ihrigen. Die Beschaffenheit und angebohrne Neigung des Volkes und die Eigenschaft der Sprache scheinen zu Werken von dieser Art bey ihnen besonders geschickt zu seyn. Unsere Dichter überhäufen ein Lied mit so vieler Materie, als zu verschiedenen genug seyn würde. Sie entziehen also jedem Gedanken seine Nahrung und Kraft, indem sie auf einmal mehr, als einem Einfalle die Fülle geben und aufhelfen wollen. Wir erhalten von ihnen, statt eines recht ausgearbeiteten Liedes, ein Gewebe unvollkommner Liederchen; und dieses Fehlers hat sich auch Waller schuldig gemacht, dessen Schönheiten man sonst nicht sattsam bewundern kann. Doch von allen unsern Landsleuten sind keine in ihren Liedern durch einen Ueberfluß von Witz mangelhafter, als Dr. Donne und Cowley. Bey diesen leuchtet ein sinnreicher Einfall nach dem andern so plötzlich hervor, daß die Aufmerksamkeit des Lesers durch den fortwährenden Schimmer ihrer Einbildungskraft geblendet wird. Fast in jeder Zeile findet man eine neue Absicht und eine neue Stellung der Gedanken, und man erreichet das Ende, ehe man das Vergnügen gehabt, etwas davon ausgeführt zu sehen.

Ein Lied sollte so eingerichtet werden wie ein Singedicht. Sie unterscheiden sich von einander dadurch, daß dieses kein lyrisches Sylbenmaaß erfordert, auch gemeiniglich nur da ge[b3r]braucht wird, wo man spotten will; jenes aber insonderheit beschäftiget ist, (wie der Lord Roscommon es aus dem Horaz übersetzet):

Love's pleasing Cares and the free Joys of Wine.
Der Liebe süsse Quaal, des Weines freye Freuden.

auszudrücken. Zum Beschlusse desjenigen, was ich über diese Materie zu erinnern habe, will ich nur anmerken, daß die Franzosen gar oft Lieder und Sinngedichte mit einander verwechseln, und eines für das andere nehmen."

Dieser Brief enthält verschiedene gute Anmerkungen; ich sehe aber doch nicht, wie der Unterschied der Lieder und Sinngedichte aus dem Inhalt zu bestimmen stehet. Man hat so viele, alte und neue, satyrische Lieder, als man Sinngedichte findet, die von Wein und Liebe handeln. Es würde schwer fallen, etwas zu benennen, das nicht füglich besungen werden könnte. Wahrheiten und Träume, Ernst und Scherz, Lob und Tadel, Einsamkeit und Gesellschaft, Liebe und Unempfindlichkeit, Freundschaft und Zwietracht, Freude und Leid, Glück und Widerwärtigkeit, ein jedes Alter, ein jeder Stand der Menschen, was wir empfinden und wissen, fast alles kann, auf unterschiedene Art, den Inhalt eines Liedes abgeben, folglich auch der Hechelscherz. Uebrigens sind die eigentlichen Lieder, in einem genauen Verstande, von den heutigen Oden zu unterscheiden, zumal diejenigen, welche, ohne [b3v] anacreontisch zu seyn, so wie die anacreontischen, nur aus wenigen Zeilen, oder aus einer Strophe bestehen, dergleichen in den Sammlungen französischer Lieder häufig anzutreffen sind. Und diese mögen den Guardian veranlasset haben, den Franzosen hier vorzuwerfen, daß sie viele Sinngedichte zu Liedern machen. Vielleicht aber hat er auch nur auf die zu epigrammatischen und zu sinnreichen Einfälle des spielenden Witzes gesehen, die in vielen französischen Liedern vorkommen, und freylich dem Character der Oden und der Lieder zuwider sind. 23

Wie sehr auch die satyrische Moral an den Liedern der Alten Antheil gehabt, das beweisen nicht nur Archilochus und Horaz, sondern es erhellet auch aus dem Beyspiel des Demodocus beym Homer, der dem wollüstigen Könige Alcinous und seinen Lieblingen von den schändlichen Abentheuern der Venus und des Kriegsgottes ein Lied sang, in welchem Plutarch, Suidas und andere Critici nicht so sehr eine Allegorie, als eine feine Satyre auf den Hof und die Sitten der weichlichen Phäacer zu entdecken wissen; obwohl einige, insonderheit Scaliger und Cerda, in diesem Liede mehr Lustreizungen, als Tadel, finden wollen. 24 Virgil ist desto be[b4r]scheidener. Er lässt zwar die Nimphe Climene ihren Gespielinnen curam - inanem Volcani Martisque dolos & dulcia furta Aque Chao densos Divûm - amores (L.IV.Georg.v.345.) vorerzehlen; wann aber, im ersten Buche der Aeneis, Jopas 25 vor einer Dido, bey ihrem Gastmahl, die Sayten seiner Cyther stimmet, so wählet er dazu ein Lied von höhern und edlern Dingen, und erkläret errantem lunam solisque labores, unde hominum genus & pecudes und solche Materien aus der Naturlehre, von welchen itzo nur Voltaire seiner Marquisin von Chatelet singen dürfte; da hingegen die Alten, deren Sitten und Geschmack wir nicht aus den unsrigen beurtheilen müssen, diese erhabenen und nützlichen Wahrheiten in wohlgesetzten Liedern nicht weniger hören mochten, als die Lobeserhebungen ihrer Helden, die Verspottung der Lasterhaften oder die Wirkungen der Leidenschaften und andere Vorwürfe, die unsern Neigungen angenehmer und unserm Geschmacke gemässer sind. 26

Opitz, Flemming, Gryph und Pietsch haben uns nicht nur gute [b4v] Oden, sondern auch einige Lieder geliefert, die man nicht ohne Vergnügen lesen kann. Diejenigen, welche den Herrn Hofrath und Ceremonienmeister von König, einen Herrn von Besser, einen Philander von der Linde, oder den feuerreichen Günther zu Verfassern haben, sind fast alle Meisterstücke in unsrer lyrischen Poesie, und in den neuesten Sammlungen deutscher Oden und Lieder finden sich viele Stücke zum Theil noch lebender Dichter, die, in dieser beliebten Schreibart, den zu seiner Zeit berühmten Schoch, dessen Schäfer- Hirten- Liebes- und Tugendlieder bekannt sind, seinen Freund Schirmer und den ehrlichen Finkelthaus gewiß weit übertroffen haben.

Was diese kleine Sammlung anbetrifft; so würde es ihr vortheilhaft seyn, wenn sie nur der grossen Welt oder solchen Lesern bekannt würde, welche die Sprache der Leidenschaften, der Zufriedenheit, der Freude, der Zärtlichkeit, des gesellschaftlichen Scherzes und der wahren Satyre so zu verstehen und zu empfinden wissen, daß sie die Freyheiten, die ihnen in den Liedern der Ausländer 27 gefallen, in den unsrigen sich nicht befremden lassen. Man müsste aber den mehresten Theil der Leser nicht kennen, um der gegenwärtigen Sammlung zu einem bessern Schicksal Hoffnung zu machen, als Boursault den bekannten Lettres de Babet in seiner Vorrede prophezeyet hat. 28

 

 

[Die Anmerkungen stehen als Fußnoten auf den in eckigen Klammern bezeichneten Seiten]

[a2r]   1

Musa dedit fidibus Divos puerosque Deorum
Et pugilem victorem & equum certamine primum
Et juvenum curas & libera vina referre
.       HOR. in Arte v. 83.84.85.   zurück

[a2v]  2
Der älteste Liederdichter der Italiäner scheint Cino di Pistoia gewesen zu seyn, der seine Schöne, Ricciarda de' Selvaggi, in einem Canzoniere besungen hat. Petrarch war sein Schüler in der Dichtkunst und der unsern Gelehrten bekanntere Bartolus in der Wissenschaft der Rechte. Er starb im Jahre 1336. Man findet viele Gedanken des Cino in den Werken des Petrarchs, der ihn sonst in seinen Gedichten so sehr übertroffen hat. S. Bibliotheque Italique, Tom. I. pag. 240. 241. Der berühmte Maffeï preiset den veronesischen Arcadiern die reizenden Lieder Und Balladen des Cardinals Bembo an, vor allen aber diejenigen, welche Tansillo verfertiget, dessen Werke ein Academico abandonato [Domenico Bagnari de Massa] gesammlet und im Jahr 1711. herausgegeben hat. S. Discours sur l'histoire & le génie des meilleurs Poëtes Italiens, prononcé par Mr. le Marquis Scipion Maffeï, à l'ouverture de la nouvelle colonie d'Arcadie de Verone, in gedachter Bibliotheque Italique, Tom. I. Art. IV. Tom. II. Art. IX. Der Uebersetzer dieser Rede giebt in den Anmerkungen, Tom. I. pag. 260. vom Tansillo folgende Nachricht: Luigi Tansillo, d'une famille patricienne de Nôle au Royaume de Naples & fameux Poëte, a égalé les plus celebres par ses Sonnets & les a tous surpassés par ses Chansons. Le Caro devint son ami & son admirateur pour en avoir vû une seule. Le Stigliani le trouve meilleur Poëte Lyrique que Petrarque. - Les ouvrages de [Tansillo] furent mis dans l'indice expurgatoire de l'an 1559. ce qui reveillant la tendresse paternelle de ce Poëte, produisit cette belle epître intitulée: Canzone al Papa Paolo IV. qui commence: Eletto in Ciel, possente e summo Padre. Il y justifia avec tant de sagesse & d'agrément ses prétenduës fautes, que l'année suivante l'Interdit fut levé; du moins ne subsista-t-il que sur le Vendemiatore.   zurück

[a2v]  3
Les Barcaruoli sont gens qu'on peut employer à bien des usages. Ils sont plus fins qu'ils ne paroissent. Presque tous sont grands chansonneurs. Même ils ont des Poëtes parmi eux. Leurs chansons valent beaucoup mieux que celles du Pont Neuf à Paris & il y en a de pleines d'esprit. Bien des personnes croyent qu'on le leur prête & que ce sont fort souvent des personnes fort spirituelles qui font passer leurs productions pour celles des Barcaruoli; Il s'en trouve qui peuvent reciter une centaine des plus belles stances du Tasse, qui est le Virgile des Italiens. &c. Voyage historique & politique de Suisse, d'Italie & d'Allemagne T. I. p. 316.   zurück

[a3r]  4
S. das zweyte Buch della Poësia Italiana di Giuseppe Maria Andrucci, Cap. II. p. 258-262.   zurück

[a3r]  5
pag. 286.   zurück

[a3r]   6
Die pindarischen, petrarchischen und anacreontischen Lieder vergleichet Andrucci p. 305. mit den drey verschiedenen Arten der Mahlerey der berühmtesten italiänischen Meister: Per le quali cose le tre sorti di Canzoni finora trattate io soglio paragonare alle tre maniere di dipingere fra i Pittori praticate. Nel modo maestrissimo di dipingere a botte, che non ricerca da se un finimento squisito, io raffiguro il lavoro della Canzone Pindarica, e a Paolo Veronese, che fu eccellente in quel genere, io Pindaro rassomiglio. Nel modo difficillissimo di figurar tratteggiando, la maniera mi si rappresenta, con cui esser vuol lavorata la Canzone Petrarchesca; e però un Guido Reno io chiamo il Petrarca per tutte quelle eccellenze, che di quel Pittore furono proprie. Ma la Canzone Anacreontica io la raffiguro in quelle pitture, che si formano unendo, cioè facendo l'estreme parti de' colori con dolcezza sfumare; le quali un finimento squisito ricercano e nelle quali ogni neo, per minuto, che sia pregiudica grandemente. E quinci, come nelle pitture del Correggio, che excellentissimo fu in tal maniera di pennelleggiare, niun difetto da i Pittori si trova, così è necessario, che sia nelle Anacreontiche Canzonette.   zurück

[a3r]   7
Im 366ten und 406ten Stücke. S. auch Morhofs Unterricht von der deutschen Sprache und Poesie, im II. Th. und dessen achten Capitel pag. 374. und 378. Bey den Peruanern sind Troubadours [oder Erfinder] anzutreffen, welche sie Haravec nennen. Sie sind sonderlich in Liebesliedern glücklich.   zurück

[a3v]   8
M. A. Trotz gedachte diese Uebersetzung in dem zweyten Theile seiner Bibliothecæ Polono-Poëticæ [der aber, so viel ich weiß, noch nicht herausgekommen] ans Licht treten zu lassen. Siehe die Anmerkungen über Gundlings Collegium historico-literar. Cap. I. §.23. pag. 287. [f.31.]   zurück

[a3v]   9
S. Pensieri diversi di Alessandro Tassoni L. X. cap. XIV. pag. 394. Diesen Tadler des Homer und Petrarchs kann man aus dem Erythræo, Pinac. imag. illustr. T. I. p. 185. kennen lernen.   zurück

[a3v]   10
La rime assonante n'est pas propre[a4r]ment une rime, mais seulement quelque ressemblance de son. Car l'on n'y considere pour les vers qui ont l'accent sur la penultiéme, si non qu'il y ait les mêmes voyelles dans la penultiéme & dans la derniere syllabe sans prendre garde aux consonnes. Ainsi ces mots: ligera, cubierta, tierra, mesa, aumenta, pena, leva peuvent rimer ensemble par rime assonante, à cause de l'è penultiéme & de l'a final qu'il reçoivent. S. Nouvelle methode pour apprendre la Langue Espagnole, [à Bruxelles 1676] P. III. pag. 100.101.   zurück

[a4r]   11

While tender airs and lovely dames inspire
Soft melting thoughts and propagate desire;
So long shall WALLER'S strains our passion move
And Saccharissa's beauties kindle love.
        ADDISON.   zurück

[a4r]   12
S. den Spectator, im vier und vierzigsten Stücke. Diese Erfindung hat der Ritter Etheridge in einem Lustspiele, welches er Love in a Tub benannt, zum grossen Vergnügen der Zuschauer und Kenner seiner Zeit angebracht.   zurück

[a4v]   13
S. den Guardian, im sieben und sechzigsten Stücke.   zurück

[a4v]   14
Messieurs d'Urfé se nomment Lascaris en leur nom de famille, & pretendent être issus des anciens Lascaris, Empereurs de Constantinople. Le dernier Marquis d'Urfé, qui avoit epousé une d'Alégre, disoit à son fils, alors Exemt des Gardes: Mon fils, vous avez des grands exemples à suivre, tant du côté paternel que maternel; de mon côté, vos ancêtres étoient Empereurs d'Orient; & du côté de votre mere, vous venez des Viceroys de Naples. Le fils répondit: Il faut, Monsieur, que ce soient de pauvres gens de n'avoir pû faire qu'un misérable Exemt des Gardes; d'ou vient qu'ils ne m'ont laissé ni l'Empire, ni leur Viceroyauté? MENAGIANA, T. III. p. 286. Der Ritter Steele führet im Lover No. 40. vieles von dem berühmten Geschlechte der Herren d'Urfé oder d'Urfey aus dem Perrault an, um den Thomas d'Urfey, dessen Alter nicht so glücklich war, als seine Jugend, ansehnlich zu machen, und ihm neue Gönner und Freunde zu erwerben.   zurück

[a4v]   15
Ich habe mir sagen lassen [schreibt der verdeutschte Zuschauer, im fünf und achtzigsten Stücke] daß der selige Lord Dorset, der den grössten Verstand, mit der grössten Redlichkeit verbunden, besaß, und sowohl einer der schärfsten Critikverständigen, als auch der besten Dichter seiner Zeit gewesen ist, eine grosse Sammlung alter englischer Gassengesänge besessen, und selbige mit dem größten Vergnügen durchgelesen. Von Hn. Dryden kann ich eben dieß bezeugen, und kenne viele von den scharfsinnigsten Schriftstellern dieser Zeit, die eben diese Neigung besitzen. Sonst stehet hiebey anzumerken, daß, noch zu den Zeiten der Königinn Elisabeth, alle Lieder bey den Engelländern Ballets oder Ballads genannt worden: daher denn auch in der Bibel, die Richard Jugge im Jahre 1573. in 4to gedruckt, das hohe Lied Salomonis The Ballet of Ballets of Solomon heisset.   zurück

[a4v]   16
Im 70sten und 74sten Stücke.   zurück

[b1r]   17
Poëma, ab omnibus tum metri, tum rationis, legibus solutum, quantum vis interim insulsum, elumbe & ridiculum, quicunque suffarcinat, belle secum agi existimat, si modo portentosam prolem Pindaricam nominaverit: quod utinam in immeritum Pindari opprobrium non ultra dici, docti paterentur. Quæ etiam hodie, & vulgo, Cantilenæ appellantur, & Instrumentis adaptantur, lectæ, ut plurimum, tolerari nequeunt, utcunque placeant cantatæ; imo optimi Concentus pessimis sæpissime conjunguntur carminibus; tanquam vera Poësis & vera Musica stare simul non possint; id quod in opprobrium Musicæ non minus dicitur, quam illud modo memoratum in opprobrium Pindari. Trapp, in seinen Prælectionibus Poëticis, Vol. II. p.104.   zurück

[b1r]   18
Miscellanies in Prose & Verse, T. V. pag. 129.   zurück

[b1r]   19
S. das 16te Stück des Guardians.   zurück

[b1v]   20

First then of SONGS, which now so much abound,
Without his Song no Fop is to be found;
A most offensive Weapon, which he draws
On all he meets without APOLLO'S Laws.
Tho' nothing seems more easy, yet no Part
Of Poetry requires a nicer Art. &c.

S. The Works of John Sheffield, Duke of BUCKINGHAM, Vol. I. pag. 131. Hieher gehört auch, was Boileau in seiner Dichtkunst [Chant. II. v. 191-204] erinnert.   zurück

[b1v]   21
1688.   zurück

[b1v]   22
Die Reinigkeit der Sprache ist wohl unstreitig eine der vornehmsten Eigenschaften der Rede überhaupt und insonderheit der gebundenen. Wie viele Gedichte gefallen, und wie mancher erhält den Namen eines Dichters, blosserdings durch grammatische Vollkommenheiten! Richtige Ausdrücke und zierliche Wortfügungen müssen also auch der lyrischen Poesie nicht fehlen: sie sind aber Liedern, wie es mir scheint, nicht so eigen, als den Oden und der höheren poetischen Schreibart. Es ist ja erlaubt und gewöhnlich gnug, in der pöbelhaften Mundart und in einem seltsamen Character, Lieder abzufassen, welche sich auf eine andre Art beliebt und unvergeßlich machen müssen, als durch die sorgfältigste Beobachtung der Regeln der Sprachkunst. Wer nun diese ängstliche Sorgfalt von einem Liederdichter, der juvenum curas & libera vina besingt, so sehr als von einem andern erheischen wollte, der würde sich gewiß eben so lächerlich machen, als wenn er jeden scherzhaften Einfall und jeden Ausdruck eines Liedes nach den Sätzen der strengsten Sittenlehre erklären, oder nach der Erleuchtung der Methodisten und andrer Heiligen beurtheilen, oder endlich allen Nachfolgern des Horaz, durch einen Machtspruch, auferlegen dürfte, nur für die liebe Jugend und unbärtige Leser zu schreiben.   zurück

[b3v]   23
Sublimes itaque possunt esse Odæ, vel humiliores; jocosæ, vel seriæ; tristes, vel lætæ: satyricæ etiam interdum; nunquam epigrammaticæ. Ingeniosæ sunt quidem; sed ab isto ingenii fluxu, quod Epigrammati proprium est, penitus abhorrent. Trapp, in Prælect. poëtic. Voll. II. p. 99.   zurück

[b3v]   24
Es können hievon die Anmerkungen des Hn. Pope zu seiner Odyss. Voll. II. p. 157. v. 307. und die Proginnasmi Poetici di Udeno Nisiely, Academico Apatista, die den gelehrten Benedetto Fioretti zum Verfasser haben und zu Florenz 1695. herausgekommen sind, im 5ten Bande, Proginn. XLIV. p. 199-203. nachgesehen werden.   zurück

[b4r]   25
Der crinitus Jopas des Virgils giebt dem berühmten Addison zu einer Anmerkung Gelegenheit, die einer weiteren critischen Untersuchung so würdig ist, daß ich es für verantwortlich halte, diese Stelle aus seinem noch nicht sehr bekannten Discourse on ancient Learning, pag. 6. anzuführen: If – Virgil has shadow'd any great Persons besides Augustus in his Characters, they are to be found only in the meaner Actors of his Poem, among the Disputers for a petty Victory in the fifth Book and perhaps in some few other Places. I shall only mention Jopas the Philosophical Musician at Dido's Banquet, where I can't but fancy some celebrated Master complimented, for methinks the Epithet Crinitus is so wholly foreign to the Purpose, that it perfectly points at some particular Person; who perhaps [to persue a wandring Guess] was one of the Grecian Performers, then in Rome, for besides that they were the best Musicians and Philosophers, the Termination of the Name belongs to their Language, and the Epithed is the same [ Καρηκομύωντες] that Homer gives to his Countrymen in general.   zurück

[b4r]   26
S. eines ungenannten Engelländers [Blackwells] Enquiry into the Life and Writings of Homer p. 80-103. u. 196.   zurück

[b4v]   27
S. Nouveau Recüeil de Chansons choisies. à la Haye 1731. Recüeil de trois cent Chansons françoises. à Londres 1737. und die englischen Liedersammlungen: The Vocal Miscellany, Calliope, The Choice, The Syren, The Lark u.a.   zurück

[b4v]   28
Peut-être ces libertés seront-elles condamnées par des personnes qui en ont toûjours prises de grandes & qui n'en oseroient plus dire de petites; car ordinairement une vertu qui ne recommence à l'être que depuis qu'elle est sortie d'entre les bras du vice, trouve du mal dans ce qu'une vertu qui ne s'est jamais laissée corrompre, seroit bien fachée d'en imaginer.   zurück

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

[Friedrich von Hagedorn:] Sammlung Neuer Oden und Lieder.
Hamburg: Felginer u. Bohn 1742.

PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN64623935X
PURL: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb11260180-0
URL: https://books.google.com/?vid=bsb:bsb11260180&pg=PP3
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/hagedorn_sammlung01_1742

Hier: Bl. a2r-b4v.

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Für die Anmerkungen gilt: Interpunktion nach erkennbaren Regeln der Druckvorlage normalisiert; keine Übernahme der typographischen Differenzierung von Fraktur, Antiqua, Kursivierung und Fettdruck.

 

Mit Änderungen aufgenommen in

 

 

 

Werkverzeichnis


Verzeichnisse

Münster, Reinhold: Friedrich von Hagedorn. Personalbibliographie. Mit einem Forschungsbericht und einer Biographie des Dichters. Würzburg: Königshausen u. Neumann 2001.

Hagedorn, Friedrich von: Briefe. Hrsg. von Horst Gronemeyer. 2 Bde. Berlin u. New York: de Gruyter 1997.
Bd. 2, S. 724-745: Bibliographie der Werke Hagedorns.



Hagedorn, Friedrich von: Versuch einiger Gedichte, oder Erlesene Proben Poetischer Neben-Stunden.
Hamburg: König u. Richter 1729.
PURL: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10110140-5
URL: https://books.google.com/?vid=bsb:bsb10110140&pg=PR4

[Hagedorn, Friedrich von:] Sammlung Neuer Oden und Lieder.
Hamburg: Felginer u. Bohn 1742.
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN64623935X
PURL: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb11260180-0
URL: https://books.google.com/?vid=bsb:bsb11260180&pg=PP3
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/hagedorn_sammlung01_1742

[Hagedorn, Friedrich von:] Sammlung Neuer Oden und Lieder.
Zweyter Theil. Hamburg: Bohn 1744.
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN646239376
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/hagedorn_sammlung02_1744

[Hagedorn, Friedrich von:] Oden und Lieder in fünf Büchern.
Hamburg: Bohn 1747.
PURL: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10110136-2
URL: https://books.google.com/?vid=bsb:bsb10110136&pg=PR1

[Hagedorn, Friedrich von:] Horaz.
Hamburg: Bohn 1751.
PURL: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000957600000000
PURL: http://digital.slub-dresden.de/id367355302

[Hagedorn, Friedrich von:] Sammlung Neuer Oden und Lieder.
Dritter Theil. Hamburg: Bohn 1752.
PURL: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000521D00000000
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/hagedorn_sammlung03_1752

 

 

 

Literatur

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Alt, Peter-André: Aufklärung. Lehrbuch Germanistik. 3. Aufl. Stuttgart 2007.

Bareikes, Robert P.: Die deutschen Lyriksammlungen des 18. Jahrhunderts. In: Die deutschsprachige Anthologie. Bd. 2: Studien zu ihrer Geschichte und Wirkungsform. Hrsg. von Joachim Bark u.a. Frankfurt a.M. 1969 (= Studien zu Philosophie und Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, 2/2), S. 48-139.

Beetz, Manfred: Anakreontik und Rokoko im Bezugsfeld der Aufklärung – Eine Forschungsbilanz. In: Anakreontische Aufklärung. Hrsg. von Manfred Beetz u.a. Tübingen 2005 (= Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung, 28), S. 1-17.

Borgstedt, Thomas: Galanterie und Anakreontik. Optionen der Lyrik im Zeitalter der Aufklärung. In: Die Kunst der Galanterie. Facetten eines Verhaltensmodells in der Literatur der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Ruth Florack u.a. Berlin u.a. 2012 (= Frühe Neuzeit, 171), S. 413-432.

Brandmeyer, Rudolf: Poetiken der Lyrik: Von der Normpoetik zur Autorenpoetik. In: Handbuch Lyrik. Theorie, Analyse, Geschichte. Hrsg. von Dieter Lamping. 2. Aufl. Stuttgart 2016, S. 2-15.

Cohen, Ralph: The return to the ode. In: The Cambridge Companion to Eighteenth-Century Poetry. Hrsg. von John Sitter. Cambridge u.a. 2001, S. 203-224.

Galleron, Ioana (Hrsg.): L'art de la préface au siècle des Lumières. Rennes 2007 (= Collection "Interférences").

Genette, Gérard: Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches. Frankfurt a.M. 2001 (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft, 1510)

Gronemeyer, Horst: Friedrich von Hagedorn. Hamburgs vergessener Dichter. Bremen 2008 (= Hamburgische Lebensbilder, 20).

Große, Wilhelm: Aufklärung und Empfindsamkeit. In: Geschichte der deutschen Lyrik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hrsg. von Walter Hinderer. 2. Aufl. Würzburg 2001, S. 139-176.

Hottmann, Katharina: Sociabilité, savoir et frivolité. Les odes de Friedrich von Hagedorn et de Johann Valentin Görner. In: Un siècle sans poésie?. Le lyrisme des Lumiéres entre sociabilité, galanterie et savoir. Sous la direction de Caroline Fischer et Brunhilde Wehinger. Paris 2016, S. 203-220.

Kohl, Katrin: Art. Ode. In: Handbuch der literarischen Gattungen. Hrsg. von Dieter Lamping. Stuttgart 2009, S. 549-558.

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Krieger, Martin: Patriotismus in Hamburg. Identitätsbildung im Zeitalter der Frühaufklärung. Köln 2008.

Krummacher, Hans-Henrik : Poetik und Enzyklopädie. Die Oden- und Lyriktheorie als Beispiel. In: Enzyklopädien der Frühen Neuzeit. Beiträge zu ihrer Erforschung. Hrsg. von Franz M. Eybl u.a. Tübingen 1995, S. 255-285.

Krummacher, Hans-Henrik: Odentheorie und Geschichte der Lyrik im 18. Jahrhundert. In: Ders., Lyra. Studien zur Theorie und Geschichte der Lyrik vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Berlin u.a. 2013, S. 77-123.

Martus, Steffen: Friedrich von Hagedorn – Konstellationen der Aufklärung. Berlin u.a. 1999 (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, 15).

Maurer, Michael: Europäische Kulturbeziehungen im Zeitalter der Aufklärung. Französische und englische Wirkungen auf Deutschland. In: Das achtzehnte Jahrhundert 15,1 (1991), S.35-61.

Mellmann, Katja: Emotionalisierung – von der Nebenstundenpoesie zum Buch als Freund. Eine emotionspsychologische Analyse der Literatur der Aufklärungsepoche. Paderborn 2006 (= Poetogenesis, 4).

Miller, Norbert: Das Lied in der Lyrik des 18. Jahrhunderts. In: Musikalische Lyrik. Hrsg. von Hermann Danuser. Bd. 1: Von der Antike bis zum 18. Jahrhundert. Laaber 2004 (= Handbuch der musikalischen Gattungen; 8,1), S. 408-434.

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Parsons, James: The eighteenth-century Lied. In: The Cambridge Companion to the Lied. Hrsg. von James Parsons. Cambridge u.a. 2004, S. 35-62.

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Scherpe, Klaus R.: Gattungspoetik im 18. Jahrhundert. Historische Entwicklung von Gottsched bis Herder. Stuttgart 1968 (= Studien zur allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft, 2).
Vgl. S. 105-110.

Schmidt, Ernst A.: Horaz und die Erneuerung der deutschen Lyrik im 18. Jahrhundert. In: Helmut Krasser u.a. (Hrsg.): Zeitgenosse Horaz. Der Dichter und seine Leser seit zwei Jahrtausenden. Tübingen 1996, S. 255-310.

Seiler, Sascha: Art. Lied, Chanson, Song. In: Handbuch der literarischen Gattungen. Hrsg. von Dieter Lamping. Stuttgart 2009, S. 472-479.

Sengle, Friedrich: Aufklärung und Rokoko in der deutschen Literatur. Mit einer Nachbemerkung von Manfred Windfuhr. Hrsg. von Sabine Bierwirth. Heidelberg 2005 (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte, 215).

Trop, Gabriel: Poetry as a Way of Life. Aesthetics and Askesis in the German Eighteenth Century. Evanston, Ill. 2015.

 

 

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Lyriktheorie » R. Brandmeyer