Theodor Storm

 

 

[Rezension]

 

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Literatur

 

Lieder der Liebe von M. Ant. Niendorf. Berlin. Carl Barthol. 1854.

 

In den neueren und neuesten Werken deutscher Poesie, denen wir, nicht eben im Einverständniß mit der hergebrachten Kritik, sowohl an sich als für die Entwickelung unserer Literatur eine Bedeutung zugestehen, meinen wir als einen besonderen Fortschritt ein Streben nach Emancipation von der Phrase und dem conventionellen poetischen Apparat, und somit eine zunehmende Erkenntniß des organischen Zusammenhangs zwischen Form und Inhalt zu erkennen. Namentlich von diesem Gesichtspunkte aus mußte man den Verfasser der "Hegler Mühle" als ein beachtungswerthes Talent bezeichnen. Freilich ist die Conception des Ganzen und die Durchführung im Einzelnen so mangelhaft, der Dichter fällt so oft in das Platte, absolut Unpoetische, daß er es zu einem reinen und vollen Eindruck auf den Leser nicht zu bringen vermag. Allein gleichwohl ist die "Hegler Mühle" so reich an tiefen, echt poetischen Motiven, der Dichter geht so frisch und ohne Phrase an seinen Stoff heran und es ist ihm im Einzelnen doch so Vieles gelungen, daß man sich der Hoffnung nicht erwehren konnte, die Mängel dieses Erstlingswerkes in einem späteren durch Ernst und Fortbildung ausgeglichen zu sehen.

Der Dichter scheint indessen diese Hoffnung nicht erfüllen zu wollen; seine späteren Werke sind die schwächeren. Die Liebeslieder enthalten eigentlich kein einziges Gedicht, welches diesen Namen in der That verdiente, sondern nur einen neuen Beweis, daß in der deutschen Poesie nichts spärlicher vertreten ist, als eben das Liebeslied, so viele und weite Rubriken demselben auch in allen Arten von Gedichtsammlungen eingeräumt sein mögen. Wie hätten auch sonst die guten Definitionen und schlechten Verse des Grafen v. Münch-Bellinghausen "Mein Herz ich will dich fragen, was ist denn Liebe, sag!" vor noch nicht langer Zeit zu einer solchen Tagesberühmtheit gelangen können! Wie wäre es anders erklärlich, daß ein Kritiker wie Karl Gödecke uns in seinen "Edelsteinen" unter der Rubrik des Liebesliedes eine Anzahl von Gedichten bringt, die augenscheinlich weder unter der Gewalt dieser schönen Leidenschaft entsprungen, noch auch im Stande sind, den Leser nur die leiseste Regung derselben wieder empfinden zu lassen.

Die eigentliche Aufgabe des lyrischen Dichters besteht aber unserer Ansicht nach darin, eine Seelenstimmung derart im Gedichte festzuhalten, daß sie durch dasselbe bei dem empfänglichen Leser reproducirt wird, wobei freilich der Werth und die Wirkung des Gedichtes davon abhängen wird, daß sich die individuellste Darstellung mit dem allgemeingültigsten Inhalt zusammenfinde. Die besten lyrischen Gedichte sind daher auch immer unmittelbar aus der vom Leben gegebenen Situation herausgeschrieben worden; die höchste Gefühlserregung wird, wie das Jeder schon im täglichen Leben an sich erfahren mag, auch immer den schlagendsten Ausdruck finden; und wenn Göthe einmal den Ausspruch gethan, es müsse der Dichter sich den Stoff durch die Zeit erst in eine gewisse Form rücken lassen, ehe er an die Behandlung desselben gehe, so sind doch grade seine Lieder von unsterblichster Wirkung nachweislich unter der Herrschaft des Momentes entstanden, worüber der vor einigen Jahren herausgegebene Briefwechsel mit der Frau von Stein die mannigfachsten und interessantesten Aufklärungen enthält. Daß übrigens dem Dichter, namentlich dem Novellisten, auch eine selbsterfundene Situation mit solcher Lebendigkeit aufgehen könne, daß er dadurch zu einer vollkommen lyrischen Produktion im Charakter und der Stimmung seiner eigenen Gestalten veranlaßt wird, ist durch das hier Gesagte selbstverständlich nicht ausgeschlossen, und von Möricke in seinem "Maler Nolten" durch das unergründlich schöne "Früh wenn die Hähne krähn" auf's Vollkommenste dargethan, während die Eichendorffschen Lieder, so tief sie immer sein mögen, doch nur aus einer und derselben Grundstimmung mit den Novellen, in denen sie vorkommen, nicht aber aus diesen selbst entsprungen sind.

Es beruht daher auch das willkührliche und massenhafte Produciren lyrischer Gedichte, das eigentliche Machen und Ausgehen auf derartige Productionen auf einem gänzlichen Verkennen des Wesens der lyrischen Dichtkunst; denn bei einem lyrischen Gedichte muß nicht allein, wie im Uebrigen in der Poesie, das Leben, nein es muß geradezu das Erlebniß das Fundament desselben bilden. Den echten Lyriker wird sein Gefühl, wenn es das höchste Maaß von Fülle und Tiefe erreicht hat, von selbst zur Production nöthigen, dann aber auch wie mit Herzblut alle einzelnen Theile des Gedichtes durchströmen. Eine Folge hiervon und zugleich ein Beweis für unsere Ansicht ist es, daß selbst unsere besten Lyriker, wie Günther, Hölty, Göthe, Claudius, Uhland nur wenige Lieder geschaffen haben, welche die seit ihrem Erscheinen verflossene Zeit überdauerten.

So wie mit den lyrischen Gedichten im Allgemeinen, so ist es im Besondern mit den Liebesliedern. Es kommt nicht darauf an, geistreiche Gedanken über die Liebe in Versen vorzutragen, wie dies z.B. in Geibels "Minnelied", freilich in schönster Weise, geschieht; denn hier entsteht schon ein Mittelding zwischen lyrischer und didaktischer Poesie; das echte Liebeslied soll vielmehr in seinen Versen die Atmosphäre der Liebe einfangen, daß es uns beim Lesen mit unwiderstehlicher Gewalt der Ahnung oder Erinnerung überkommt.

Die Niendorf'sche Sammlung, an die wir die vorstehenden Bemerkungen anknüpfen, bringt uns kein einziges Gedicht, in dem und in dessen einzelnen Theilen ein volles energisches Gefühl pulsirte. Man fühlt, daß es dem Verfasser mehr um das Versemachen, als um die Liebe zu thun gewesen ist; die unbedeutendste Gefühlsanwandlung, über die es fast nirgends hinauskommt, die oberflächlichste Reflexion müssen ihm den Stoff zu einem Gedichte hergeben. Kleine anmuthige Motive, an denen es allerdings nicht fehlt, z.B.

S. 42:

   Ich hang an dir!
Ich hang an dir, wie ein Tröpflein Thau
An der rothen Rose der Werderau.

S. 207:

Sie lächelten, doch nicht wie du.

wiewohl auch diese nicht selten in phantastische Spielerei ausarten, z.B. S. 15, wo "Schön Aennchen" zu Ende jeder Strophe wünscht:

   0 Mondenschein,
Möchtest du mein Liebster sein!

werden ihm Veranlassung, ein längeres Gedicht daran zu hängen, das nur zu deutlich zeigt, es sei nur um des hübschen Refrains willen gemacht worden. – Wie geringen Theil überhaupt die Empfindung an diesen Liedern hat, beweist schon das gemachte, jetzt hoffentlich für immer in der Poesie, wenigstens in der Lyrik, beseitigte [15] Hereinziehen ausführlicher Bilder und Gleichnisse so wie das verbrauchte Personifiziren von Himmel, Wind, Wolke, Muschel, Rose und hundert anderen leblosen Gegenständen, dem man hier überall begegnet. In den allermeisten Fällen wird ein solches Verfahren, das, wie unmerklich auch immer, dennoch auf einer Verstandesoperation beruht und daher zum Verständniß eine Rückoperation verlangt, nicht allein dem Leser den unmittelbaren Eindruck des Gefühls verkümmern, welches der Dichter ausdrücken wollte, sondern es wird auch fast immer ein Beweis sein, daß dasselbe nicht in rechter Fülle und Tiefe bei dem Dichter vorhanden gewesen ist. Die vorliegende Sammlung liefert hiefür den schlagendsten Beleg.

Daß bei alledem der Verfasser seiner ursprünglichen Naturanlage nach eines tiefern Tones fähig ist, das ergiebt sich auch hier wiederum aus einzelnen Strophen und Liedern, denen es freilich, wie in der "Hegler Mühle", überall an einer gründlichen Durchführung im Einzelnen fehlt; z.B.

    Wider der Welt Rede.

Wo dir ein heimlich heilig Blatt
Aus deinem Herzen ward gerissen,
Und durch der Neugier Augen hat
Den Ruthenlauf hinwandeln müssen:
    Verzage nicht, und glaub es mir,
    Es ging schon Manchem so wie dir!

Hör Alles an und fasse dich,
Ob sie dir trauern oder scherzen;
Hat Alles seinen bösen Stich
Und treibt den Stachel dir zu Herzen,
    Verzage nicht! Ertrag es still!
    Gebeut dem Zorn, der widerwill.

Denn bist du still: es spricht sich todt,
Die Welt sucht morgen schon das Neue,
Und hieltest du's in Schmerz und Noth:
Dein ist es erst mit rechter Treue.
    Verzage nicht! Du kommst zur Ruh!
    Du hast's allein, dein Gott und du.

wo den Hauptanforderungen der Kritik schon durch Hinweglassung der mittleren Strophe Genüge geschehen wäre.

Nach dem hier Gesagten können wir mit der von dem Dichter in seinem Einleitungsgedicht "das Lied der Liebe" ausgesprochenen Ansicht keineswegs übereinstimmen:

Und dieses Lied – ob es tausendmal
Und abermal tausend erklungen,
Die Liebe, die Liebe voll Lust und Qual,
Wird nimmer zu Grabe gesungen.
Wollt's Gott, ich hätte durch hundert Jahr
Gesungen ihr tausend Lieder
:
Mit zitternden Händen und greisem Haar,
Ich würde der Liebe nicht müder.
O Liebe, du Liebe, du <Harfenpreis>,
Du Segensfrucht an dem Lorbeerreis,
Ich sänge dir wieder und wieder.

denn wenn auch die Liebe an sich wie in der Weltordnung, so auch in der Poesie ihre ewige Berechtigung hat: so wird sie dem einzelnen Dichter doch niemals ein stets handgerechter Stoff sein, aus dem er beliebig seine Lieder zu fabriciren vermöchte; er wird vielmehr die Offenbarung abwarten müssen, wie bei Allem, was heilig ist. Am allerwenigsten aber haben die Lieder der vorliegenden Sammlung es vermocht, uns zur Uebereinstimmung mit der Ansicht ihres Verfassers zu bewegen.

Man könnte uns, und scheinbar mit Recht, den Einwurf machen, wir hätten für die Besprechung eines Buches, an dem wir so Weniges gelten lassen, keinen Raum in diesen Blättern verlangen dürfen; allein das nicht alltägliche Talent, welches wir in der "Hegler Mühle" zu erkennen meinen, konnte doch immerhin den Anspruch machen, daß bei Gelegenheit eines von demselben Verfasser herrührenden Werkes das gesagt würde, was wir seit lange gegen eine ganze Classe von Poeten auf dem Herzen hatten.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Literatur-Blatt des Deutschen Kunstblattes.
Jg. 1, 1854, Nr. 4, 23. Februar, S. 14-15. [PDF]

Ungezeichnet.

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).


Literatur-Blatt des Deutschen Kunstblattes   online
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Zeitschriften-Repertorien

 

Kommentierte Ausgaben

 

 

 

Werkverzeichnis


Verzeichnis

Jacob, Herbert (Bearb.): Deutsches Schriftstellerlexikon 1830 – 1880.
Bd. St-V. Berlin: Akademie Verlag 2007.
S. 194-212: Theodor Storm.



Mommsen, Theodor / Storm, Theodor / Mommsen, Tycho: Liederbuch dreier Freunde.
Kiel: Schwers'sche Buchhandlung 1843.
PURL: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10857700-3
URL: http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-1652769
URL: https://books.google.de/books?id=LZhdAAAAcAAJ

Storm, Theodor: Gedichte.
Kiel: Schwers 1852.
PURL: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00018FA700000000
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/storm_gedichte_1852

Storm, Theodor: Gedichte.
Zweite vermehrte Auflage. Berlin: Schindler 1856.
PURL: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10120883-3

Hausbuch aus deutschen Dichtern seit Claudius.
Eine kritische Anthologie von Theodor Storm.
Hamburg: Mauke 1870.
URL: http://catalog.hathitrust.org/Record/011558504
URL: https://books.google.de/books?id=1SoTAAAAYAAJ


Plotke, Georg J. (Hrsg.): Der Briefwechsel zwischen Paul Heyse und Theodor Storm.
Bd. 1: 1854-1881. München: Lehmann 1917.
URL: https://archive.org/details/derbriefwechselz01heys
Bd. 2: 1881-1888. München: Lehmann 1918.
URL: https://archive.org/details/derbriefwechselz02heys

Storm, Theodor / Schmidt, Erich: Briefwechsel.
Kritische Ausgabe. Hrsg. von Karl E. Laage.
2 Bde. Berlin: Schmidt 1972/76.

Storm, Theodor / Mörike, Eduard; Storm, Theodor / Mörike, Margarethe:
Briefwechsel, mit Storms "Meine Erinnerungen an Eduard Mörike".
Kritische Ausgabe. Hrsg. von Hildburg und Werner Kohlschmidt.
Berlin: Schmidt 1978.

Storm, Theodor / Brinkmann, Hartmuth und Laura. Briefwechsel.
Kritische Ausgabe. Hrsg. von August Stahl.
Berlin: Schmidt 1986.

Storm, Theodor: Gedichte.
Hrsg. von Gunter Grimm.
Bibliographisch ergänzte Ausgabe. Stuttgart: Reclam 1997 (= Universalbibliothek, 6080).
S. 87-103: Texte zu Storms Lyriktheorie (Rezensionen, Vorreden, Briefe).

Storm, Theodor / Fontane, Theodor: Der Briefwechsel.
Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe. Hrsg. von Gabriele Radecke.
Berlin: Erich Schmidt Verlag 2018

 

 

 

Literatur

Anz, Thomas: Art. Rezension. In: Handbuch der literarischen Gattungen. Hrsg. von Dieter Lamping. Stuttgart 2009, S. 606-612.

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Kap. 5: Theorie und Ästhetik des Bürgerlichen Realismus (S. 96-144).

Behrs, Jan: Der Dichter und sein Denker. Wechselwirkungen zwischen Literatur und Literaturwissenschaft in Realismus und Expressionismus. Stuttgart 2013 (= Beiträge zur Geschichte der Germanistik, 4).

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Demandt, Christian u.a. (Hrsg.): Storm-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart 2017.

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Detering, Heinrich: Kindheitsspuren. Theodor Storm und das Ende der Romantik. Heide 2011.

Detering, Heinrich: Die Stimmen und die Stimmung. Storms Naturgedichte. In: Stimmung und Methode. Hrsg. von Friederike Reents u.a. Tübingen 2013, S. 219-234.

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Missfeldt, Jochen: Du graue Stadt am Meer. Der Dichter Theodor Storm in seinem Jahrhundert. München 2013.

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Pott, Sandra: Poetologische Reflexion. Lyrik als Gattung in poetologischer Lyrik, Poetik und Ästhetik des 19. Jahrhunderts. In: Lyrik im 19. Jahrhundert. Gattungspoetik als Reflexionsmedium der Kultur. Hrsg. von Steffen Martus u.a. Bern u.a. 2005 (= Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik, 11), S. 31-59.

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Ruprecht, Dorothea: Untersuchungen zum Lyrikverständnis in Kunsttheorie, Literarhistorie und Literaturkritik zwischen 1830 und 1860. Göttingen 1987 (= Palaestra, 281).

Scherer, Stefan: Anti-Romantik (Tieck, Storm, Liliencron). In: Lyrik im 19. Jahrhundert. Gattungspoetik als Reflexionsmedium der Kultur. Hrsg. von Steffen Martus u.a. Bern u.a. 2005 (= Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik, 11), S. 205-236.

Schönert, Jörg: "Am Himmel fährt ein kalt Gewölk daher!". Zu Anspruch und Krise des Erfahrungs- und Deutungsmodell 'Natur' in der deutschsprachigen Lyrik 1850 – 1890. In: Das schwierige neunzehnte Jahrhundert. Germanistische Tagung zum 65. Geburtstag von Eda Sagarra im August 1998. Hrsg. von Jürgen Barkhoff u.a. Tübingen 2000 (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der deutschen Literatur, 77), S.171-185.

Selbmann, Rolf: Vergoldeter Herbst. Storms "Oktoberlied", Emanuel Geibel und der Realismus in der Lyrik. In: Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft 45 (1996), S. 117-126.

Selbmann, Rolf: Die simulierte Wirklichkeit. Zur Lyrik des Realismus. Bielefeld 1999.

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Stockinger, Claudia: Poesie und Wissenschaft als Religion. Kunstreligiöse Konzepte im 19. Jahrhundert (Henry James, Theodor Storm). In: Kunstreligion. Ein ästhetisches Konzept der Moderne in seiner historischen Entfaltung. Bd. 2: Die Radikalisierung des Konzepts nach 1850. Hrsg. von Albert Meier u.a. Berlin u.a. 2012, S. 11-39.

Todorow, Almut: Lyrik und Realismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Bürgerlicher Realismus. Grundlagen und Interpretationen. Hrsg. von Klaus-Detlef Müller. Königstein/Ts. 1981, S. 238-254.

Völker, Ludwig: Bürgerlicher Realismus. In: Geschichte der deutschen Lyrik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hrsg. von Walter Hinderer. 2. Aufl. Würzburg 2001, S. 340-370.

 

 

Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer