Ferdinand Avenarius

 

 

Verwerter-Lyrik.

 

Text
Editionsbericht
Literatur

Lyrikartikel im "Kunstwart"

 

Von Anna Ritter ist ein neues Gedichtbuch, "Befreiung", soeben bei Cotta erschienen. Mag es den Anlaß geben, unsre Stellung zu dieser ganzen Gattung von Poesie einmal kurz zu bezeichnen.

Alles eigentlich Geniale in der Dichtung, d. h. alles, was von einer besonders starken Persönlichkeit aus den unbestimmten Dunkeln des Seelenlebens heraufgewonnen worden ist zum Licht, zum Ausdruck durch das Wort – alles das kann, wie wir oft besprochen haben, zunächst nur von den Wenigen erfaßt werden, deren Geister durch glückliche Anlage oder Bildung die bestvorbereiteten zu solchem Nachdringen sind. Aber wenn nur wenige die Früchte im Neuland selbst pflücken können, so gibts ja Leute, die das Gangbarste davon ins Altland hinein in den Handel bringen und im Altland selbst auch wohl anpflanzen. Ich deute im Gegensatz zu den Schöpfern wieder auf die "Verwerter", von denen wir im siebenten Hefte gesprochen haben. Diese Popularisierer brauchen keine lyrischen Schauspieler zu sein, wie z. B. Rittershaus oder Julius Wolff waren, es können auch achtbare Talente der äußern sprachlichen Form sein, Talente, die mit guter Anlage für Rhythmus und Reim in gutem Glauben arbeiten. Es sind nicht etwa Plagiatoren, auch unbewußte Erinnerungen brauchen bei ihnen im Einzelnen keine Rolle zu spielen – es sind Poeten, die zu Außen- und Innenwelt kein urwüchsig eigenes ästhetisches Verhältnis haben, sondern eines, das von den selbständigen Vorläufern überall mitbestimmt wird. Sie sind in der Hauptsache Nachempfinder dessen, was die Ursprünglichen vorempfunden haben. Aber sie empfinden und gestalten nach, was und wie bescheidene Naturen erfassen können, finden infolgedessen ein viel breiteres Publikum als die großen Einsamen und sind für dieses Publikum nicht ohne Nutzen. Ueberflüssig, schädlich, sobald einer zu den Ursprünglichen selber hingelangen kann, tragen sie ja zunächst dazu bei, dasjenige, was von diesen Ursprünglichen überhaupt für "weitere Kreise" erreichbar ist, diesen weiteren Kreisen zuzuführen. Leser, die Storm, Mörike, Hebbel, Keller als Lyriker kaum dem Namen nach kennen, genießen dann des ihnen erreichbaren bescheidenen Teils dieser Ursprünglichen, indem sie beispielsweise glauben, Karl Busses oder Anna Ritters zu genießen. Und da Gelehrsamkeit und Kunstgefühl zwei sehr verschiedene Dinge sind, so fehlen in solchen Fällen auch die Kunst- und Literaturgelehrten nie, die hier besser als bei den Ursprünglichen mit ihrem Nachfühlen mitkönnen, ja, die hier erst wirklich ganz und gar genießen. Eben deshalb rufen sie dann auch wohl in froher Zuversicht: sehet da, ein Genie!

Anna Ritter also, die das vorliegende Buch verfaßt hat, gehört unsrer Meinung nach ebenso wie Karl Busse, dem es gewidmet ist, zu diesen Talenten des Vermittelns. Es ist vieles Hübsche, es ist manches recht Hübsche auch in diesen fließend und wohlklingend gereimten Strophen, die unzweifelhaft eine Menge Menschen wirklich erfreuen und da und dort sogar erbauen werden. Aber wie Karl Busse ist alles nur Nachhall; scheinbar neue Töne entstehen nur, wo sich der Nachhall von verschiedenen Seiten her mischt. Wo die Stimmung nicht mit fremden Saiten mitschwingen kann, tritt sofort an Stelle der Darstellung Besprechung. In Anna Ritters ganzer Poesie habe ich so wenig wie in derjenigen Busses auch nur ein einziges "befreiendes Wort" für ein bisher noch nicht in Worte gefaßtes Gefühl gefunden. Ursprüngliche Gefühle, "Urgefühle", die nur aus der [230] eignen Tiefe quellen, hat in festlichen Stunden eine jede Seele einmal, die also will ich auch Frau Ritter nicht etwa absprechen. Aber sie bilden sich auch in ihr die Worte nicht selbst, sie bedienen sich überkommener Ausdrucksmittel und verlieren dadurch das eigene Gesicht. Da wird alles nach dem alten, in so unbeabsichtigter Weise treffenden Vergleich als "goldner Inhalt" hineingegossen in eine "silberne Schale" – also in etwas, das außerhalb des neuen Gefühls als Sache für sich schon besteht. Alles, was uns da gegeben wird, könnte so gesagt werden, oder auch anders. Es gibt eine Mitteilung, aber keine Offenbarung. Wenn Anna Ritter nach dem Einleitungsgedicht in sich ein reiches Leben ahnt, das einer "Schönheit märchenhafte Fülle ins deutsche Land" ergießen soll, so dürfen wir darüber lächeln.

Nur werden wir das nicht mit Satire thun, sondern mit dem behaglichen Bewußtsein, daß ja der liebe Gott jedem Poeten mit feuriger Selbstüberschätzung die Kessel heizt. Ist der Anna Ritters kein Zauberkessel, so benützt sie ihn doch für brauchbare oft. Sie macht nicht bloß Schaum, und auch nicht breite Bettelsuppen, sie kocht aus dem besten, was anderswo frei gewachsen ist, bekömmliche lyrische Suppen für den geistigen Mittelstand. Der braucht solch leichtverdauliche Kost, die wir nicht mit magenverderbenden lyrischen Torten und Marzipanherzen gleichstellen wollen. Zwischen Anna Ritter, Karl Busse u. s. w. hier und den lyrischen Säuslern und Kulissenreißern aus der Schule der früheren Gartenlaubenpoeten ist ein Abstand, obgleich es ganz ohne Poese und Geste leider auch bei hier nicht abgeht. Will man vergleichen, so denkt man besser an jene Gruppe, deren Haupt der freilich von Busse und Frau Ritter nicht erreichte Geibel war. Auch sie ward gebildet von Verwertern des von Goethe, Schiller, Hölderlin, Uhland und den andern Großen der vorhergehenden Zeit erworbenen Guts, von Vermittlern, die jetzt mit ihrer Epoche absterben, ihrer Zeit aber ehrlich gedient haben. Auch die Busse und Ritter können nützen. Und können es, ohne zugleich zu schaden – so lange man sie nur als Verwerter betrachtet. Die übermäßige Bewunderung Geibels war mit daran schuld, daß der Einfluß der Lyrik unsrer Ursprünglichen seiner Zeit, der Mörike, Keller, Hebbel, Storm viel länger noch, als wirklich nötig war, zurückgedämmt ward. Ich will mit den eben Genannten Talente von heute, wie Greif, Liliencron, Spitteler, Dehmel, Holz, George, Hofmannsthal und wie sie heißen und wie verschiedenartig sie dichten mögen, nicht vergleichen, aber das ist gewiß: das Neue, das Zuerworbene, das Vorwärtsbringende liegt sehr viel näher bei solchen suchenden und ringenden Persönlichkeiten, als bei den saubern Begabungen der Busse und Frau Ritter. Man wird immerhin schätzen können ihr, ich möchte sagen: angenehmes lyrisches Gesellschaftstalent, aber das Erschauen, Bannen und Erschließen der eigentlichen Lyrik ist eben etwas anderes. Und daß hier, der Höflichkeit zum Trotz, ein Unterschied offen gemacht werde, das schulden wir jenen andern lebenden Dichtern sowohl, wie unsern großen Toten.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Der Kunstwart.
Jg. 13, 1899/00, Heft 18, Zweites Juniheft 1900, S. 229-230.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Gezeichnet: A.

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).


Der Kunstwart  online

1887-1912
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

1912-1915, 1919
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart_kulturwart

1915-1919
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/deutscherwille

 

 

Zeitschriften-Repertorien

 

 

Literatur

Avenarius, Ferdinand: Zu Richard Wagner's Tod. In: Die Gartenlaube. 1883, Nr. 13, S. 220-224.
URL: http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/toc/?PID=PPN637243196

Avenarius, Ferdinand (Hrsg.): Deutsche Lyrik der Gegenwart seit 1850. Eine Anthologie mit biographischen und bibliographischen Notizen. 2. Aufl. Dresden: Ehlermann 1884.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_fNAPAAAAMAAJ

Avenarius, Ferdinand: Nietzsche-Wagner. In: Der Kunstwart. Jg. 2, 1888/89, Heft 4, [15. November 1888], S. 52-56.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Martin Greif als Lyriker. In: Der Kunstwart. Jg. 2, 1888/89, Heft 7, [1. Januarheft 1889], S. 99-101.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Eine grosse lyrische Form? In: Der Kunstwart. Jg. 7, 1893/94, Heft 11, Erstes Märzheft 1894, S. 161-163.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Von allermodernster Kunst. In: Der Kunstwart. Jg. 8, 1894/95, Heft 16, Zweites Maiheft 1895, S. 241-245.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: "Papierne Poesie". In: Der Kunstwart. Jg. 10, 1896/97, Heft 4, Zweites Novemberheft 1896, S. 49-53.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Unsere Lyrik und Mörike. In: Der Kunstwart. Jg. 13, 1899/00, Heft 17, Erstes Juniheft 1900, S. 157-166.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Verwerter-Lyrik. In: Der Kunstwart. Jg. 13, 1899/00, Heft 18, Zweites Juniheft 1900, S. 229-230.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Literarischer Ratgeber des Kunstwarts für 1901: Literatur. In: Der Kunstwart. Jg. 14, 1900/01, Heft 5, Erstes Dezemberheft 1900, S. 169-193.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: "Poetisch". In: Der Kunstwart. Jg. 14, 1900/01, Heft 13, Erstes Aprilberheft 1901, S. 1-6.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Die neue Richtung. In: Der Kunstwart. Jg. 16, 1902/03, Heft 3, Erstes Novemberheft 1902, S. 103-111.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Klopstock und Claudius. In: Der Kunstwart. Jg. 16, 1902/03, Heft 13, Erstes Aprilberheft 1903, S. 1-6.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Das törichte Wort von Paris als dem ästhetischen Gewissen der Welt [...]. In: Der Kunstwart. Jg. 16, 1902/03, Heft 16, Zweites Maiheft 1903, S. 197-199.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Wider "Jugend"- und "Sezessions-Stil"! In: Der Kunstwart. Jg. 17, 1903/04, Heft 6, Zweites Dezemberheft 1903, S. 422-423.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Liliencron. In: Der Kunstwart. Jg. 17, 1903/04, Heft 18, Zweites Juniheft 1904, S. 229-233.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Mörikes Lyrik. In: Der Kunstwart. Jg. 17, 1903/04, Heft 24, Zweites Septemberheft 1904, S. 502-508.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Moderne Balladen. In: Der Kunstwart. Jg. 20, 1906/07, Heft 8, Zweites Januarheft 1907, S. 441-444.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand (Hrsg.): Hausbuch deutscher Lyrik. 10. Aufl. München: Callwey 1910.
URL: https://archive.org/details/hausbuchdeutsche00avenuoft

Avenarius, Ferdinand: Futuristen.
In: Der Kunstwart und Kulturwart. Jg. 25, 1911/12, Heft 17, Erstes Juniheft 1912, S. 278-281.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart_kulturwart

Avenarius, Ferdinand: "Fortgeschrittene Lyrik". Oder: etwas vom Bluffen. In: Der Kunstwart und Kulturwart. Jg. 26, 1912/13, Heft 17, Erstes Juniheft 1913, S. 351-353.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart_kulturwart

Avenarius, Ferdinand: Zum Gedenken an Geibel. Zum 17. Oktober 1915. In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 29. Jahr. Jg. 29, 1915/16, Heft 2, Zweites Oktoberheft 1915, S. 52-56.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Gustav Falke †. In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 29. Jahr. Jg. 29, 1915/16, Heft 11, Erstes Märzheft 1916, S. 191-192.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Dada.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 31. Jahr. Jg. 31, 1917/18, Heft 11, Zweites Maiheft 1918, S. 73-76.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart



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Vom Bruch, Rüdiger: Bürgerlichkeit, Staat und Kultur im Kaiserreich. Hrsg. von Hans-Christoph Liess. Stuttgart 2005.

 

 

Lyrikartikel im "Kunstwart"


Avenarius, Ferdinand: Martin Greif als Lyriker.
In: Der Kunstwart. Jg. 2, 1888/89, Heft 7, [1. Januarheft 1889], S. 99-101.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Lein, K.: Über Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 2, 1888/89, Heft 18, [2. Juniheft 1889], S. 273-275.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

[Anonym]: [Rezension zu:] Richard Maria Werner: Lyrik und Lyriker. Hamburg [1890].
In: Der Kunstwart. Jg. 6, 1892/93, Heft 8, Zweites Januarheft 1893, S. 117.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Eine grosse lyrische Form?
In: Der Kunstwart. Jg. 7, 1893/94, Heft 11, Erstes Märzheft 1894, S. 161-163.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Panizza, Oskar: Die deutschen Symbolisten.
In: Der Kunstwart. Jg. 8, 1894/95, Heft 16, Zweites Maiheft 1895, S. 246-249.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: "Papierne Poesie".
In: Der Kunstwart. Jg. 10, 1896/97, Heft 4, Zweites Novemberheft 1896, S. 49-53.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bartels, Adolf: Specifische Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 10, 1896/97, Heft 17, Erstes Juniheft 1897, S. 259-262 .
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bartels, Adolf: Neue Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 11, 1897/98, Heft 8, Zweites Januarheft 1898, S. 243-245.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bartels, Adolf: Die neuere deutsche Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 11, 1897/98:
Heft 19, Erstes Juliheft 1898, S. 201-206
Heft 20, Zweites Juliheft 1898, S. 233-235
Heft 21, Erstes Augustheft 1898, S. 265-269.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bartels, Adolf: Zukunftslyrik?
In: Der Kunstwart. Jg. 12, 1898/99, Heft 2, Zweites Oktoberheft 1898, S. 37-41.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Unsere Lyrik und Mörike.
In: Der Kunstwart. Jg. 13, 1899/00, Heft 17, Erstes Juniheft 1900, S. 157-166.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Verwerter-Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 13, 1899/00, Heft 18, Zweites Juniheft 1900, S. 229-230.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: "Poetisch".
In: Der Kunstwart. Jg. 14, 1900/01, Heft 13, Erstes Aprilberheft 1901, S. 1-6.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bartels, Adolf: Die lyrische Frage.
In: Der Kunstwart. Jg. 14, 1900/01, Heft 1, Erstes Oktoberheft 1900, S. 7-12.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Weber, Leopold: Bierbaum als Lyriker.
In: Der Kunstwart. Jg. 15, 1901/02, Heft 7, Erstes Januarheft 1902, S. 320-323.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Klopstock und Claudius.
In: Der Kunstwart. Jg. 16, 1902/03, Heft 13, Erstes Aprilberheft 1903, S. 1-6.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bielschowsky, A.: Goethes Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 17, 1903/04:
Heft 1, Erstes Oktoberheft 1903, S. 5-13
Heft 2, Zweites Oktoberheft 1903, S. 58-70
Heft 3, Erstes Novemberheft 1903, S. 112-123.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Liliencron.
In: Der Kunstwart. Jg. 17, 1903/04, Heft 18, Zweites Juniheft 1904, S. 229-233.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Mörikes Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 17, 1903/04, Heft 24, Zweites Septemberheft 1904, S. 502-508.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Weber, Leopold: Walt Whitman.
In: Der Kunstwart. Jg. 19, 1905/06, Heft 1, Erstes Oktoberheft 1905, S. 5-13.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Bonus, Arthur: Prosalyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 19, 1905/06, Heft 8, Zweites Januarheft 1906, S. 426-432.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Moderne Balladen.
In: Der Kunstwart. Jg. 20, 1906/07, Heft 8, Zweites Januarheft 1907, S. 441-444.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Hans Böhm: Lyrik von Heymann und Mombert.
In: Der Kunstwart. Jg. 21, 1907/08, Heft 5, Erstes Dezemberheft 1907, S. 314-316.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Rath, Willy: Von Stefan George.
In: Der Kunstwart. Jg. 21, 1907/08, Heft 8, Zweites Januarheft 1908, S. 114-119.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Rath, Willy: Umstrittene Dichter: 1. Richard Dehmel.
In: Der Kunstwart. Jg. 21, 1907/08, Heft 17, Erstes Juniheft 1908, S. 261-270.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Böhm, Hans: Wiener Lyrik I: Schaukal. Hofmannsthal. Rilke. Zweig.
In: Der Kunstwart. Jg. 22, 1908/09, Heft 3, Erstes Novemberheft 1908, S. 160-164.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Böhm, Hans: Wiener Lyrik II: Schaukal. Hofmannsthal. Rilke. Zweig.
In: Der Kunstwart. Jg. 22, 1908/09, Heft 4, Zweites Novemberheft 1908, S. 213-216.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Böhm, Hans: Zur Lyrik der Gegenwart.
In: Der Kunstwart. Jg. 23, 1909/10, Heft 13, Erstes Aprilheft 1910, S. 11-14.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Böhm, Hans: Neue Lyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 23, 1909/10, Heft 15, Erstes Maiheft 1910, S. 185-188.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Spitteler, Carl: Die Lehre vom Reim.
In: Der Kunstwart. Jg. 24, 1910/11, Heft 1, Erstes Oktoberheft 1910, S. 35-37.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Franck, Hans: Falke.
In: Der Kunstwart. Jg. 24, 1910/11, Heft 9, Erstes Februarheft 1911, S. 196-198.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Ullmann, Hermann: Großstadtlyrik.
In: Der Kunstwart. Jg. 24, 1910/11, Heft 16, Zweites Maiheft 1911, S. 249-251.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Spitteler, Carl: Über die tiefere Bedeutung von Vers und Reim.
In: Der Kunstwart und Kulturwart. Jg. 26, 1912/13, Heft 7, Erstes Januarheft 1913, S. 10-13.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart_kulturwart

Kuntze, Friedrich: Die innere Form der Lyrik Stefan Georges.
In: Der Kunstwart und Kulturwart. Jg. 26, 1912/13, Heft 16, Zweites Maiheft 1913, S. 280-283.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart_kulturwart

Avenarius, Ferdinand: "Fortgeschrittene Lyrik". Oder: etwas vom Bluffen.
In: Der Kunstwart und Kulturwart. Jg. 26, 1912/13, Heft 17, Erstes Juniheft 1913, S. 351-353.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart_kulturwart

Schumann, Wolfgang: Zur Frage der Kriegslyrik.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 29. Jahr. Jg. 29, 1915/16, Heft 1, Erstes Oktoberheft 1915, S. 6-7 .
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Zum Gedenken an Geibel. Zum 17. Oktober 1915.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 29. Jahr. Jg. 29, 1915/16, Heft 2, Zweites Oktoberheft 1915, S. 52-56.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Avenarius, Ferdinand: Gustav Falke †.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 29. Jahr. Jg. 29, 1915/16, Heft 11, Erstes Märzheft 1916, S. 191-192.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart

Walzel, Oskar: Andreas Gryphius (geb. am 2. Oktober 1616).
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 30. Jahr. Jg. 30, 1916/17, Zweites Oktoberheft 1916, S. 73-74.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/deutscherwille

Heiß, Hanns: Zu Baudelaires Gedenktag.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 30. Jahr. Jg. 30, 1916/17, Heft 23, Erstes Septemberheft 1917, S. 164-167.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/deutscherwille

Schumann, Wolfgang: Zu Franz Werfels Lyrik.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 31. Jahr. Jg. 31, 1917/18, Heft 11, Erstes Märzheft 1918, S. 107-112.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/deutscherwille

Schumann, Wolfgang: Stefan George.
In: Deutscher Wille. Des Kunstwarts 31. Jahr. Jg. 31, 1917/18, Heft 19, Erstes Juliheft 1918, S. 11-13.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/deutscherwille

 

 

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Lyriktheorie » R. Brandmeyer