Die Allgemeine Pädagogik repräsentiert ein Fachgebiet, das die verschiedenen erziehungswissenschaftlichen Teildisziplinen miteinander verbindet, indem sie die allgemeinen Grundlagen und Grundfragen von Bildung und Erziehung bearbeitet, reflektiert und vermittelt. Sie ordnet, systematisiert und strukturiert das Wissen, das über Erziehung vorliegt und beständig neu geschaffen wird und stellt damit das allgemeine Basiswissen für die erziehungswissenschaftlichen Studiengänge zur Verfügung. Zu den elementaren Aufgaben der Allgemeinen Pädagogik gehören: die Klärung der Grundbegriffe der Pädagogik, die Bestimmung der Grundstruktur und Eigenart des pädagogischen Handelns, die Herausarbeitung der Grundfragen der Pädagogik, die anthropologische Grundlegung von Bildung und Erziehung, die Klärung der Frage nach der Begründbarkeit von Bildung und Erziehung und die Überprüfung der wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Pädagogik.


Die Arbeitsgruppe Allgemeine Pädagogik verortet ihre Tätigkeit in der Tradition Kritischer Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie. Kritik heißt im Kontext dieser Traditionen die systematisch durch distanzierendes Denken begründete Beanstandung realer gesellschaftlicher Verhältnisse mit dem Ziel ihrer nachhaltigen Humanisierung. Auf der Basis dieses kritischen Gesellschaftsverständnisses werden die geschichtlich-gesellschaftlichen Formen der Erziehung und Bildung analysiert und die zentralen pädagogischen Fragestellungen der Gesellschaft bearbeitet. Die kritische Bildungstheorie Heinz-Joachim Heydorns stellt dabei den grundlegenden Bezugsrahmen dar. Sie bildet das Zentrum der Allgemeinen Pädagogik und wird von der Arbeitsgruppe in Forschung und Lehre fortgeführt und weiterentwickelt.