Das Institut für Berufs- und Weiterbildung (IBW) gehört zur Lehreinheit Erziehungswissenschaft der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Das Profil des IBW hat verschiedene Facetten.
Seine institutionellen Wurzeln hat das IBW im ehemaligen, an der neu gegründeten Gesamthochschule Duisburg, errichteten Fachbereich Erziehungswissenschaft. Die Schwerpunkte dieses Fachbereichs lagen in der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen aller Schulstufen und seit 1974 zusätzlich im Angebot des Diplom-Studiengangs Erziehungswissenschaft. Ende der 1990er Jahre erfolgte in Verbindung mit der Umwidmung frei gewordener Professuren eine grundlegende Restrukturierung des Diplomstudiengangs mit Konzentration auf die Studienrichtung Erwachsenenbildung/Weiterbildung mit den Schwerpunkten Qualifikations- und Organisationsentwicklung, Medienpädagogik sowie Erwachsenenbildung/Bildungsberatung. Dieser Entwicklung folgten die Umwandlung des Fachbereichs Erziehungswissenschaft in ein Institut für Erziehungswissenschaft (IfE) und dessen Zuordnung zum Fachbereich Gesellschaftswissenschaften am Campus Duisburg. Im Zusammenhang mit der Fusion der Universitäten Duisburg und Essen und der geplanten Umwandlung des Diplomstudiengangs in BA- und MA-Studiengänge wurde das IfE im Jahr 2005 umbenannt in „Institut für Berufs- und Weiterbildung“ (IBW) und als solches in den Fachbereich Bildungswissenschaften am Standort Essen integriert. Im Jahr 2009 wurde der Fachbereich Bildungswissenschaften in "Fakultät für Bildungswissenschaften" umbenannt.
Folgende Professuren gehören dem IBW an:
- Erwachsenenbildung/Politische Bildung: Prof. Dr. Bremer
- Wirtschaftspädagogik: Berufliche Aus- und Weiterbildung: Prof. Dr. Dobischat
- Erziehungswissenschaft/Mediendidaktik und Wissensmanagement: Prof. Dr. Kerres
- Allgemeine systematische Pädagogik: Prof. Dr. Meder
- Erziehungswissenschaft/ Berufspädagogik /Berufsbildungsforschung: Prof. Dr. Münk
- Erwachsenenbildung/ Adult Education: Prof. Dr. Nuissl
- Erziehungswissenschaft/Weiterbildung und Frauenbildung: Prof. Dr. Schlüter
Im Ruhestand:
- Schulpädagogik /Allgemeine Didaktik: Prof. Dr. Habel
- Fröbel-Forschungsstelle: Prof. em. Dr. Heiland
- Erziehungswissenschaft/ Berufspädagogik /Berufsbildungsforschung: Prof. Dr. em. Kutscha
- Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie: Prof. em. Dr. Mietzel
Darüber hinaus sind im IBW zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf haushalts- und drittmittelfinanzierten Stellen tätig.
Zu den Lehraufgaben des IBW gehören die berufspädagogische Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen an Berufskollegs und auf begrenzte Zeit die auslaufenden Diplom-Studiengänge Erziehungswissenschaft mit der Studienrichtung Erwachsenenbildung/Weiterbildung (siehe oben) sowie den am Standort Essen aufgebauten Schwerpunkten Politische Bildung und Interkulturelle Pädagogik. Ab WS 2007/08 startete der Bachelor-Studiengang Erziehungswissenschaft sowie ein Master-Programm Erwachsenenbildung/Weiterbildung und ein Master-Studium für European Adult Education. Darüber hinaus wird ein berufsbegleitender Online-Studiengang „Master of Arts in Educational Media“ angeboten.
Das IBW zeichnet sich durch einen hohen Anteil an drittmittelgeförderter Forschung aus. Zusätzliche Mittel konnten aus dem Innovationsfonds der Universität für die Schwerpunkte „Lernen im Lebenszyklus“ und „Lernen mit Medien“ sowie für Frauen- und Geschlechterforschung in der Weiterbildung eingeworben werden. Hiermit soll die von der Fakultät für Bildungswissenschaften verfolgte Profilbildung in der empirischen Bildungsforschung nachhaltig gefördert werden. Die Binnendifferenzierung im bisherigen Forschungsprofil des IBW basiert auf den besonderen Akzentsetzungen in den einzelnen Fachgebieten. Thematische Schwerpunkte liegen in Projekten zur Kompetenzentwicklung in der beruflichen Erstausbildung, der beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung in den Branchen Logistik und Zeitarbeit, der erwachsenenpädagogischen Qualifizierung und Professionalisierung unter Einbeziehung der Genderkompetenz sowie der internationalen Erwachsenenbildung, der mediendidaktischen Lerngestaltung von Aus- und Weiterbildungsprozessen, der milieubezogenen Adressatenforschung insbesondere zu Bildungsbenachteiligten und der systematischen Pädagogik und historischen Forschung. In diesem Zusammenhang ist die im IBW betreute Fröbel-Forschungsstelle (incl. Fröbel-Archiv) hervorzuheben, die weltweit hohe Anerkennung genießt .
Das IBW pflegt eine Vielfalt an außer- und inneruniversitären
Kooperationsbeziehungen. Die einzelnen Fachgebiete sind mit den für sie einschlägigen Fachorganisationen verbunden. Einzelne Hochschullehrer engagieren sich in leitenden Positionen und zentralen Gremien überregionaler Organisationen wie etwa die des Deutschen Studentenwerks oder der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Eine herausragende Rolle spielt die Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn. IBW und DIE setzen sich für die Internationalisierung der Lehre und Forschung ein, u.a. durch die Einrichtung eines DAAD-Gastlehrstuhls, der seit dem WS 2007/08 besetzt ist. Wissenschaftler aus Asien und Afrika waren im IBW zu Gast und haben dazu beigetragen, den internationalen Forschungsaustausch zu intensivieren.
Ein weiterer Kooperationsvertrag wurde im November 2008 mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in Bonn geschlossen. Seit Jahren besteht bereits eine Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Lehre, die durch diesen Vertrag verdichtet und auf eine breitere Basis gestellt werden soll.
Im Juni 2010 unterzeichneten der Dekan und der Rektor den vom IBW vorbereiteten Kooperationsvertrag mit der Volkshochschule Essen.
Die Fakultät für Bildungswissenschaften, insbesondere das IBW, kooperieren schon seit vielen Jahren.
Mehr Informationen finden Interessierte unter den Stichworten: Studium und Forschung auf den Web-Seiten der Fakultät für Bildungswissenschaften oder unter den Namen der Professoren und Professorinnen in den jeweiligen Instituten.
