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Die Fakultät für Chemie vereint 3 Studiengänge unter einem Dach: BSc/MSc Chemie, BSc/MSc Water Science und BSc/MSc Chemie Lehramt. Sie zählt damit zu den größten Chemie-Fakultäten in Deutschland, mit stark anwachsenden Anfängerzahlen (siehe nebenstehende Grafik). Alle drei Studiengänge werden von Arbeitskreisen getragen, die in der Grundlagenforschung tätig sind. |
Die Fakultät für Chemie sieht ihre besondere Stärke in der interdisziplinären Ausrichtung von Forschung und Lehre: Das Spektrum der hier vertetenen Arbeitsgebiete reicht von der Molekülchemie über die aquatische Mikrobiologie bis hin zur empirischen Bildungsforschung. Besonders stark vernetzte Forschungsgebiete sind die biosupramolekulare Chemie, nanoskalige Systeme, polymere Materialien (soft matter), Biofilme sowie die Chemiedidaktik.
Durch zahlreiche gezielte Neuberufungen von ProfessorInnen entstand in den letzten Jahren ein junges Team, welches bewußt alle fünf strategischen Forschungsschwerpunkte der Universität vertritt: Biomedizinische Wissenschaften, Nanowissenschaften, Urbane Systeme, Wasserforschung und empirische Bildungsforschung.
Highlights
Neuer supramolekularer Therapieansatz gegen Proteinfaltungskrankheiten
In einer engen Kooperation der Arbeitskreise von T. Schrader (Univ. Duisburg-Essen) und G. Bitan (UCLA) wurden molekulare Pinzetten entwickelt, die die pathologische Fehlfaltung und Aggregation von Proteinen hochwirksam unterbinden. Die Entdeckung wurde in der renommierten Fachzeitschrift "J. Am. Chem. Soc." veröffentlicht und sofort als Highlight im anwenderbezogenen Blatt Chem. & Engin. News hervorgehoben. Mehr...
Der perfekte Schleim
Nur die wenigsten Bakterien auf der Welt kommen als winzige Einzelzellen in Wasser vor – die allermeisten führen ein Gemeinschaftsleben mit allen möglichen anderen Mikroorganismen in einer unansehnlichen Schleimhülle. Die aber birgt ihr Erfolgsgeheimnis. Die Mikrobiologen und Wasserforscher Prof. Dr. Hans-Curt Flemming und Dr. Jost Wingender haben in einer jetzt publizierten Arbeit in „Nature Reviews Microbiology“ gezeigt, was die Natur da für eine komplexe und gleichzeitig geniale Matrix da geschaffen hat. Mehr...
Untersuchungen zur intrinsischen Schaltkinetik ultradünner thermoresponsiver Polymerbürsten
Stimuliresponsive Polymerbürsten sind bekannt für ihre einzigartigen Schalteigenschaften. In der "Angewandten Chemie" beschreiben Nils Hartmann et al. eine neue laserstroboskopische Methode, mit der sich die temperaturabhängige Schaltkinetik solch ultradünner Polymerbeschichtungen in Echtzeit vermessen lässt. Im Gegensatz zu bisherigen Arbeiten zeigen die so gewonnenen Ergebnisse, dass die Schaltzeiten im Mikro- bis Millisekundenbereich liegen. Diese Ergebnisse könnten zur Herstellung nanodimensionierter Aktuatoren und Sensoren mit bisher unerreichtem Ansprechverhalten führen. Mehr...
Lehrpreis 2011
Den Lehrpreis der Fakultät für Chemie 2011 hat Frau Prof. Dr. Karin Stachelscheid erhalten. Unter großem Applaus wurde ihr die Urkunde im Rahmen der Absolventenfeier am 7. Dezember 2011 von Ingo Brebeck, einem Vertreter aus der Gruppe der Studierenden, überreicht. Bewertungsmaßstab für die Auszeichnung ist das Urteil der Studierenden. Diese bestimmen durch die Lehrevaluation den jahresbesten Lehrenden der Fakultät für Chemie. Der Lehrpreis wird seit drei Jahren vergeben und ging 2011 zum zweiten Mal in Folge an die Didaktik der Chemie. Die Vorgänger waren 2010 Prof. Dr. Stefan Rumann (Didaktik der Chemie) und 2009 Prof. Dr. Christian Mayer (Physikalische Chemie).

