Open-Space Tagung "Diversity Management an der Hochschule“

Erste Tagung zum Diversity Management

Über 70 Teilnehmende aus den Fachbereichen, zentralen und studentischen Einrichtungen der UDE sowie anderen Universitäten diskutierten Anfang 2009 über Handlungsbedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten eines Diversity Managements an der Hochschule. Die Tagung hatte zum Ziel, das Thema Diversity an der Universität Duisburg-Essen sichtbar zu machen und für die Notwendigkeit und Chancen eines Diversity Managements zu sensibilisieren. Veranstaltet wurde die Open-Space-Tagung vom Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit dem Prorektorat für Diversity Management und der Gleichstellungsbeauftragten.

Vorträge

Prof. Dr. Ute Klammer: Diversity Management an der Universität Duisburg-Essen - Vorüberlegungen, Stand und Perspektiven

Die Prorektorin für Diversity Management, Prof. Dr. Klammer, berichtete über Vorüberlegungen, Stand und Perspektiven der Diversity-Aktivitäten an der Universität Duisburg-Essen. Ein besonderen Bedarf wird durch jeweils überdurchschnittliche Anteile von Studierenden mit Migrationshintergrund, Studierenden aus so genannten ökonomisch schwachen und/oder bildungsfernen Schichten sowie Studierenden, die neben dem Studium erwerbstätig sind, gesehen. Darüber hinaus hat die UDE eine starke regionale Verankerung, d.h. die Mehrheit ihrer Mitglieder kommen aus dem Ruhrgebiet. Zur Präsentation bitte hier klicken.

Prof. Dr. Erol Yıldız: Migration und Diversität als Herausforderung für Bildungsinstitutionen

In seinem Vortrag diskutierte Prof. Dr. Erol Yıldız von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Migration und Diversität als Herausforderung für Bildungsinstitutionen. Die ZuhörerInnen erhielten einen Überblick über den Umgang mit Migration aus historischer Perspektive und aktuelle Tendenzen wurden aufgezeigt. Eingangs stellte Prof. Yıldız die These auf, dass der Umgang mit Migration und Migranten bisher von „mythischen Konzepten“ wie “Integration”, “kulturelle Differenz” oder “ethnische Identität” bestimmt wird. Seine Schlussfolgerung ist, dass mögliche soziale Probleme nicht länger als “mentale Defizite” gesehen werden sollten. Sie sind vielmehr Ausdruck gesellschaftlichen Wandels und Ausdruck neuer Herausforderungen. Hier geht es zum Vortrag.

Dr. Günther Vedder: Diversity Excellence an internationalen Hochschulen

Ergebnisse seines internationalen Forschungsprojektes zum Diversity Management in Unternehmen und öffentlichen Institutionen stellte Dr. Günther Vedder von der Georg-August-Universität Göttingen vor. Interessant sind hierbei die konkreten Aktivitäten der Hochschulen in Australien und den USA. Diese entwickelten unter anderem Maßnahmen zur klaren Festlegung von Verantwortlichkeiten, standardisierte Beschwerdeverfahren sowie legten Details zur Rekrutierung, Beförderung und Entlohnung fest. Auch gehören verpflichtende Diversity-Schulungen zum Handlungsrepertoire dieser Hochschulen. Zur Vortragspräsentation bitte hier klicken.

Open Space: Gemeinsame Ideenentwicklung und Diskussion

Am Nachmittag artikulierten die Teilnehmenden den konkreten Handlungsbedarf und entwickelten gemeinsame Ideen für mögliche Aktivitäten der Hochschule. Insgesamt wurden 10 Themenfelder für die Arbeit in Kleingruppen benannt.

Durch Anklicken der Links gelangen Sie auf die zusammengefassten Ergebnisse:
1. Das Spannungsfeld "Faire Ungleichbehandlung"
2. Unsichtbare Schwellen für Studierende in Betreuungssituationen
3. Verhältnis von Gender Mainstreaming und Diversity Management
4. Lebensraum Universität und "Campus Community Building"
5. Diversity aus Sicht der Studierenden
6. Mögliche Umsetzungsmaßnahmen unter Diversity-Aspekten
7. Konstruktion von Diversity-Kategorien: Folgen und Probleme
8. Förderung von Studierenden mit Migrationshintergrund
9. Exzellenz in der Forschung durch die Berücksichtigung von Gender & Diversity-Aspekten
10. Anlaufstelle für Diskriminierung

Die Moderatorin Prof. Dr. Barbara von Meibom diskutierte gemeinsam mit den Teilnehmenden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen.

Unter diesem Link finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse des zweiten Tagungsteils.